Right down to the text
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. gr. 139

Sammlung von Hymnen, Dramen und anderer Dichtung

Papier · 4, 339, 1 Bll. · 21,7 × 15,5 cm · Kreta · Ende 15. Jh.


Sprache
Griechisch.
Schlagwörter (GND)
Hymnen / Orpheus / Pythagoras / Dichtung / Tragödie / Scholien.
Diktyon-Nr.
65871.
Ir Besitzvermerk und lateinisches Inhaltsverzeichnis
Iv vacat
IIr-IIIv Lateinisches Inhaltsverzeichnis und alphabetisches Register
1) 1r–26v Orphica, Hymni
2) 27r–29v Proclus, Hymni
3) 30r–31v Pythagoras, Carmen aureum
32r–v vacat
4) 33r–60v Orphica, Argonautica
5) 61r–81v Nicander, Theriaca
6) 82r–95v Nicander, Alexipharmaca
96r–97v vacant
7) 98r–v Anonymus, Vita Sophoclis et scholia in Aiam
8) 99r–127r Sophocles, Aiax
9) 127r–v Scholia in Sophoclis Electram
10) 128r–157v Sophocles, Electra
11) 158r Anonymus, Epigramma
12) 158r–188v Sophocles, Oedipus rex
13) 189r–217r Theognis, Elegiae
217v vacat
14) 218r–241v Dionysius Periegeta, Orbis terrae descriptio
242r–243v vacant
15) 244r–245v Vita Aeschyli
16) 246r–266v Aeschylus, Prometheus vinctus
17) 267r–268r Scholia in Aeschylum
18) 268v–286r Aeschylus, Septem contra Thebas
19) 286v–287r Scholia in Aeschyli Persas
20) 287r–303v Aeschylus, Persae
304r–305v vacant
21) 306r–310r Isaac Tzetzes, Scholia in Lycophronis Alexandram
22) 310v–339v Lycophron, Alexandra

Kodikologische Beschreibung

Entstehungsort
Kreta. Vermutlich Candia.
Entstehungszeit
Ende 15. Jh. Wie sich aus den biographischen Stationen der Schreiber ergibt: für Aristobulos Apostoles (vgl. Subskription f. 60r) benennt RGK I, Nr. 27 den Zeitraum 1492–1500 in Candia.
Typus (Überlieferungsform)
Codex.
Beschreibstoff
Westliches Papier.
Umfang
4, 339, 1 Bll.
Format (Blattgröße)
21,7 × 15,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(I-1)1a + (II-1)III + 7 IV56 + II60 + 4 IV92 + (III-1)97 + 9 IV169 + (IV-1)176 + IV184 + II188 + 3 IV212 + (III-1)217 + 3 IV241 + II245 + 7 IV301 + II305 + 4 IV337 + I339 + (I-1)340*. Vorderspiegel ist Gegenbl. von 1a, Hinterspiegel Gegenbl. von 340*. Struktur der 9. Lage (f. 61–68) unsicher. Bll. entfernt hinter 97, 170, 217.
Foliierung
Vatikanische Foliierung (f. I-III, 1–339); zusätzlich mehrere neu einsetzende Foliierungen. Die Bezeichnung der ungez. Bll. folgt dem Digitalisat (1a, 340*).
Lagenzählung
Griechische Zahlen zu Lagenbeginn und –ende; zusätzlich gibt es mehrere andere Zählweisen, die inkonsequent durchgeführt sind.
Zustand
Gut erhalten; Papier leicht fleckig.
Wasserzeichen
Nur auf wenigen Bll. im hinteren Teil der Hs.: Waage im Kreis mit runden Schalen (u.a. f. 243), Armbrust (u.a. f. 216–217). Da sie sich sämtlich im Falz befinden, ist eine exakte Identifizierung schwierig.

Schriftraum
16,4 × 14,5 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
29 Zeilen.
Schriftart
Mehrere Minuskelschriften. Hand 2 ist eine markante Schrift mit starkem Wechselspiel von senkrechten und diagonalen Linien. Typische Ligaturen το und ει. Das herzförmige Beta fällt ebenso ins Auge wie das schräge Gamma mit starker Unterlänge. Zu Zeilenbeginn stehen oft vergrößerte Buchstaben.
Angaben zu Schrift / Schreibern
1) f. 1–29, 61–217 Emmanuel Zacharides; Mitarbeiter bei Aristobulos Apostoles auf Kreta; siehe RGK I, Nr. 114, RGK II, Nr. 146, RGK III, Nr. 189; Unterschriftskürzel auf 29v (vgl. UB Heidelberg, Cod. Pal. graec. 132, 88r und BAV, Pal. gr. 149, 145v).
2) f. 30–31 andere, nicht identifizierte Hand.
3) f. 33–60 (evtl. auch f. 218–340, steht aber nicht im RGK) Aristobulos Apostoles (1468/69–1535); siehe RGK I, Nr. 27, RGK II, Nr. 38, RGK III, Nr. 46; - Subskription auf 60r (ἀριστόβουλος ἀπόστολης ἱεροδιακονος καὶ ταύτην τὴν βίβλον ἐν τῇ περιφήμῳ νήσῳ κρήτῃ χάριν ἐξέγραψα μίσθου). Des weiteren finden sich zahlreiche Ergänzungen von einer humanistischen Hand, die auf die Zeit um 1500 datiert werden kann (hier als Hand 4 bezeichnet), insbesondere textkritische Marginalien. Diese Hand wurde dem Humanisten Johannes Reuchlin (RGK II, Nr. 219) zugeschrieben, jedoch bestehen Unterschiede im Schriftbild, die an dieser Identifizierung zweifeln lassen.
Buchgestaltung
Die Hs. enthält mehrere Teile, die vermutlich schon in der Schreibwerkstatt zusammengesetzt wurden. Die meisten Teile enthalten ein Werk (bzw. mehrere Werke eines Autors) von einem einzigen Schreiber. Am Ende ist häufig Platz gelassen, neue Werke beginnen meistens mit einer neuen Lage.
Buchschmuck
Variiert je nach Schreiber: Schreiber 1 setzt zu Beginn eines neuen Textes Zierbalken (und auf 1r zusätzlich ein Zierkreuz) sowie Überschrift und vergrößerte Initiale des ersten Wortes in roter Tinte. Die anderen Schreiber haben wesentlich schlichtere Zierleisten. Die einzelnen Tragödien werden nicht herausgehoben.

Nachträge und Benutzungsspuren
f. Ir Capsa-Nr. C. 91 / 410. - Die Eintragungen zum Inhalt der Handschrift (Hic continentur infrascripti libri …) stammen von Hand 4 (f. IIr-IIIr). Rechts davon notiert dieselbe Hand zwei Zitate: Vos exemplaria graeca nocturna versate manu diurna (Horaz, ars 268f.); Graiis ingenium, graiis dedit ore rotundo Musa loqui (Horaz, ars 323f.). Außerdem gibt es griechische Angaben zum Inhalt.

Einband
Roter Ledereinband der BAV aus der Zeit von Kardinalbibliothekar Francesco Saverio de Zelada und Papst Pius VI.; späterer Rücken mit goldenen Wappenstempeln von Papst Pius IX. (oben) und Kardinalbibliothekar Angelo Mai (unten), vgl. Schunke, Einbände, II, S. 909.
Provenienz
Venedig / Augsburg / Heidelberg.
Geschichte der Handschrift
Die Hs. stammt aus der Sammlung von Henricus (Stephanus, 1531–1588, oder Scrimger); vgl. den Eintrag hen in der Inventarliste BAV, Pal. lat. 1950, 191r. - Es wird vermutet, dass sie zuvor von Johannes Reuchlin (1455–1522) benutzt und mit Kommentaren versehen wurde, der sie in Venedig erworben habe. Die Hs. findet sich wieder in der Bibliothek des Augsburger Humanisten Ulrich Fugger, der 1564 nach Heidelberg zog, wohin ihm seine Bibliothek 1567 folgte. Nach seinem Tod 1584 wurde sie in die Bibliotheca Palatina integriert, die 1623 nach Rom gebracht wurde. Ihr größter Teil befindet sich heute noch dort, darunter auch die vorliegende Hs. Im Jahr 1590 wurde die Hs. an den Drucker Hieronymus Commelinus ausgeliehen, zusammen mit drei anderen Hss., die alle den Text der Alexandra bzw. deren Scholien enthalten (vgl. Theiner, S. 92). Er druckte den Text 1596 mit einer lateinischen Übersetzung von Wilhelm Canter.

Faksimile
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_gr_139
Literatur
Stevenson, Graeci, S. 70f.; Alexander Turyn, Studies in the manuscript tradition of the tragedies of Sophocles, Urbana 1952, S. 163 (Hs. erwähnt als Sigle We); Monique Mund-Dopchie, Les premières étapes de la découverte d'Eschyle à la Renaissance, in: Dotti bizantini e libri greci nell'Italia del secolo XV. Atti del Convegno internazionale Trento 22–23 ottobre 1990, Neapel 1992, S. 321–342, hier: S. 333.
Verzeichnis der im Katalogisierungsprojekt abgekürzt zitierten Literatur

Inhalt

1) 1r–26v Digitalisat

Verfasser
Orphica (GND-Nr.: 118590278).
Titel
Hymni.
TLG-Nummer
0579.001.
Angaben zum Text
Zu Handschriftengruppe A gehörig; vgl. Wilhelm Quandt, Orphei hymni, Berlin 31962, S. 9.
Titel (Vorlage)
1r Ὀρφέως ὑμνοι πρὸς μουσαῖον· Εὐτυχῶς χρῶ, ἑταῖρε.
Incipit
1r Μάνθανε δή, Μουσαῖε, θυηπολίην περὶσεμνήν [!].
Explicit
26v ὡς ἂν ἔοι γέρας ἐσθλὸν ἐν ἀνθρώποισι τὸ γῆρας.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides; Mitarbeiter bei Aristobulos Apostoles auf Kreta; siehe RGK I Nr. 114, II Nr. 146, III Nr. 189.
Nachträge und Rezeptionsspuren
Am Textrand befinden sich Notizen (geschweifte Klammern und inhaltliche Stichwörter) von Johannes Reuchlin.
Edition
Marie-Christine Fayant, Hymnes orphiques, Paris 2014, S. 7–665 (Hs. herangezogen als Sigle i).

2) 27r–29v Digitalisat

Verfasser
Proclus (GND-Nr.: 118641778).
Titel
Hymni.
TLG-Nummer
4036.015.
Angaben zum Text
Erwähnt bei Vogt, S. 9 (Nr. 32), jedoch für Edition nicht relevant; überliefert die Hymnen Εἰς ἥλιον (1), Εἰς ἀφροδίτην (2), Εἰς τὰς μοῦσας (3), Εἰς τὴν ἀφροδίτην (5).
Titel (Vorlage)
27r Πρόκλου λυκίου τοῦ φιλοσόφου.
Incipit
27r Κλῦθι, πυρὸς νοεροῦ βασιλεῦ, χρυσήνιε τιτάν.
Explicit
29v γηγενέος προφυγοῦσαν ὀλοίιον οἶστρον ἐρωῆς.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides; Mitarbeiter bei Aristobulos Apostoles auf Kreta; siehe RGK I Nr. 114, II Nr. 146, III Nr. 189; Unterschriftskürzel auf 29v (vgl. UB Heidelberg, Cod. Pal. graec. 132, 88r und BAV, Pal. gr. 149, 145v).
Textgestaltung
Überschrift und vergrößerte Initiale des ersten Wortes in roter Tinte.
Nachträge und Rezeptionsspuren
Am Textrand befinden sich Notizen (geschweifte Klammern und inhaltliche Stichwörter).
Edition
Ernst Vogt, Procli hymni, Wiesbaden 1957.

3) 30r–31v Digitalisat

Verfasser
Pythagoricas (GND-Nr.: 118597248).
Titel
Carmen aureum.
TLG-Nummer
0632.001.
Angaben zum Text
Titel (Vorlage)
30r πυθαγορικὰ ἔπη τὰ οὔτω πῶς λεγόμενα χρυσὰ στοιχείωσιν περιέχοντα τῆς τελειότητος τῶν πυθαγορίων· πυθαγόρου σαμιοῖο.
Incipit
30r Ἀθανάτους μὲν πρῶτα θεούς, νόμωι ὡς διάκεινται.
Explicit
31v ἔσσεαι ἀθάνατος θεὸς ἄβροτος, οὐκ ἔτι θνητός.
Edition
The Pythagorean Golden Verses, with Introduction and Commentary by Johan C. Thom, Leiden/New York/Köln 1995, S. 94–99 (Hs. nicht erwähnt).

4) 33r–60v Digitalisat

Verfasser
Orphica (GND-Nr.: 118590278).
Titel
Argonautica.
TLG-Nummer
0579.002.
Angaben zum Text
Hs. erwähnt in Friedrich Hillmann, De arte critica in Orphei Argonauticis factitanda capita duo, Leipzig 1883, S. 46. Auf 60v Epigramm zu Orpheus (vgl. Anthologia Graeca, Buch 7, Epigramm 617).
Titel (Vorlage)
33r ὀρφέως ἀργοναυτικὰ.
Incipit
33r Ἄναξ πυθῶνος μεδέων, ἑκατηβόλε, μάντι,.
Explicit
60v γείνατ’ ἐν λέκτροις μεγαλήτορος οἰάγροιο.
Schrift / Schreiber
Aristobulos Apostoles (1468/69–1535); siehe RGK I Nr. 27, II Nr. 38, III Nr. 46; Subskription auf 60r (ἀριστόβουλος ἀπόστολης ἱεροδιακονος καὶ ταύτην τὴν βίβλον ἐν τῇ περιφήμῳ νήσῳ κρήτῃ χάριν ἐξέγραψα μίσθου);
Edition
Les Argonautiques d’Orphée, texte établi et traduit par Georges Dottin, Paris 1930, S. 3–54.

5) 61r–81v Digitalisat

Verfasser
Nicander (GND-Nr.: 118734873).
Titel
Theriaca.
TLG-Nummer
0022.001.
Angaben zum Text
Titel (Vorlage)
61r νικάνδρου.
Incipit
61r Εἷα[!] κέ τοι μορφάς.
Explicit
81v Κλάρου νιφόεσσα πολίχνη.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides; Mitarbeiter bei Aristobulos Apostoles auf Kreta; siehe RGK I Nr. 114, II Nr. 146, III Nr. 189.
Edition
Nicander, The Poems and Poetical Fragments, edited with Introduction, Translation and Notes by Andrew Sydenham Farrar Gow/Alwyn Scholfield, Bristol 31997, S. 28–92 (Hs. hinzugezogen als Sigle H).

6) 82r–95v Digitalisat

Verfasser
Nicander (GND-Nr.: 118734873).
Titel
Alexipharmaca.
TLG-Nummer
0022.001.
Angaben zum Text
Incipit
82r [Εἰ] καὶ μὴ σύγκληρα κατ’ Ἀσίδα τείχε[!] δῆμοι.
Explicit
95v μνῆστιν ἔχοις, θεσμὸν δὲ Διὸς ξενίοιο φυλάσσοις.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides; Mitarbeiter bei Aristobulos Apostoles auf Kreta; siehe RGK I Nr. 114, II Nr. 146, III Nr. 189.
Textgestaltung
Es gibt weder Überschrift noch Initiale, so dass der Text leicht für einen Bestandteil des vorherigen gehalten wird.
Edition
Nicander, The Poems and Poetical Fragments, edited with Introduction, Translation and Notes by Andrew Sydenham Farrar Gow/Alwyn Scholfield, Bristol 31997, S. 94–136 (Hs. hinzugezogen als Sigle H).

7) 98r–v Digitalisat

Verfasser
Anonymus.
Titel
Vita Sophoclis et scholia in Aiacem.
TLG-Nummer
4318.001, 5037.001.
Angaben zum Text
Im Anschluss dramatis personae.
Incipit
98r [Σ]οφοκλῆς τὸ μὲν γένος ἦν Ἀθηναῖος, υἱὸς δὲ Σοφίλλου.
Explicit
98v Τεῦκρος· Μενέλαος· ἀγαμέμνων.
Edition
Sophoclis Fabulae, vol. I, Aiax, Electra, edidit commentario instruxit Aristides Colonna, Turin 1975, S. 1 und 13–14.

8) 99r–127r Digitalisat

Verfasser
Sophocles (GND-Nr.: 118679686).
Titel
Aiax.
TLG-Nummer
0011.011.
Angaben zum Text
Incipit
99r Ἀεὶ μέν, ὦ παῖ Λαρτίου, δέδορκά σε.
Explicit
127r τῶν μελλόντων ὅ τι πράξει.
Edition
Sophoclis Fabulae, vol. I, Aiax, Electra, edidit commentario instruxit Aristides Colonna, Turin 1975, S. 15–70.

9) 127r–v Digitalisat

Titel
Scholia in Sophoclis Electram.
TLG-Nummer
5037.007.
Angaben zum Text
Zuerst griechische Scholie (Hypothesis I), Bühnenbeschreibung und Dramatis personae, dann lateinische Hypothesis.
Titel (Vorlage)
127r σοφοκλέους δεύτερον ἠλέκτρας δρᾶμα.
Incipit
127r Ὑπόκειται ὧδε τροφεὺς δεικνὺς τῷ Ὀρέστῃ τὰ ἐν Ἄργει.
Explicit
127v paedagogus cum oreste, et pylades per noctem mycenas demonstrat ei loca et personas.
Edition
Sophoclis Fabulae, vol. I, Aiax, Electra, edidit commentario instruxit Aristides Colonna, Turin 1975, S. 73f.

10) 128r–157v Digitalisat

Verfasser
Sophocles (GND-Nr.: 118679686).
Titel
Electra.
TLG-Nummer
0011.012.
Angaben zum Text
Nach dem Textende ist ein Epigramm verzeichnet (DBBE 24466).
Incipit
128r ὦ τοῦ στρατηγήσαντος ἐν τροίᾳ ποτὲ.
Explicit
157v τῇ νῦν ὁρμῇ τελειωθέν[!].
Textgestaltung
Die Überschrift fehlt; die Initiale wurde zunächst nicht ausgeführt, später aber als schmuckloser Buchstabe ergänzt.
Edition
Sophoclis Fabulae, vol. I, Aiax, Electra, edidit commentario instruxit Aristides Colonna, Turin 1975, S. 75–134.

11) 158r Digitalisat

Verfasser
Anonymus.
Titel
Epigramma.
TLG-Nummer
7052.004.
Angaben zum Text
Epigramm 92.
Titel (Vorlage)
158r Περὶ τῆς ἐνταῦθα ματαιότητος στίχοι ἡρωικοὶ.
Incipit
158r Εἰπὲ ποῦ ἡ χθὲς ἔβη, ἡ δ’ αὔριον εἰπὲ ποῦ ἐστιν.
Explicit
158r ὥστε μάτην ὁ βίος καὶ ὅσα τις πονέει.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides.
Edition
Edme Cougny, Epigrammatum anthologia Palatina cum Planudeis et appendice nova, vol. 3, Paris 1890, S. 416.

12) 158r–188v Digitalisat

Verfasser
Sophocles (GND-Nr.: 118679686).
Titel
Oedipus rex.
TLG-Nummer
0011.013.
Angaben zum Text
Mehrere Scholien sind vorangestellt: Nr. I, IV, III und II (nach Zählung der Edition; DBBE 24470, 24471, 24472) sowie dramatis personae; dann folgt die Tragödie.
Titel (Vorlage)
158r σοφοκλέου ὑπόθεσις οἰδίποδος.
Incipit
158r Λιπὼν κορίνθον οἰδίπους.
Explicit
188v τέρμα τοῦ βίου περάσῃ μηδὲν ἀλγεινὸν παθών. Τέλος τοῦ οἰδίποδος.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides; Annotationen durch Reuchlin.
Textgestaltung
Rubrizierte Auszeichnungsmajuskeln als Initialen (zu Beginn der eigentlichen Tragödie, 159v, wurde sie ausgelassen).
Nachträge und Rezeptionsspuren
159v oben kurze lateinische Hypothesis des Oedipus rex; 188v (Hand von Friedrich Sylburg) Exspectanda dies homini, dicitur beatus. Anne obitum nemo suprematur funera debet.
Edition
Sophoclis Fabulae, vol. II, Oedipus Tyrannus, Antigona, Trachiniae, edidit commentario instruxit Aristides Colonna, Turin 1978, S. 3 und 6–68.

13) 189r–217r Digitalisat

Verfasser
Theognis (GND-Nr.: 118756907).
Titel
Elegiae.
TLG-Nummer
0002.001.
Angaben zum Text
Erste Elegie des Theognis.
Titel (Vorlage)
189r θεόγνιδος γνῶμαι· τοῦ μεγαρέως· πρὸς κύρνον· τὸν ἑαυτοῦ φίλον.
Incipit
189r Ὦ ἄνα, Λητοῦς υἱέ, Διὸς τέκος, οὔποτε σεῖο.
Explicit
217r Κύρνε· φίλον δὲ φίλωι ῥάδιον ἐξαπατᾶν.
Schrift / Schreiber
Emmanuel Zacharides; Mitarbeiter bei Aristobulos Apostoles auf Kreta; siehe RGK I Nr. 114, II Nr. 146, III Nr. 189.
Textgestaltung
Elegische Distichen; rubrizierte Auszeichnungsmajuskeln zu Beginn vieler Verse.
Nachträge und Rezeptionsspuren
217r Subskription: Hinweis auf den Schreiber namens Emmanuel: Χεὶρ’ ἔσχον ἐμμανουήλῳ λῆξιν γνῶμαι, χρωτῶν θεόγνιδος ἐς παιδείαν σοφοῦ (ediert DBBE 24474).
Edition
Theognis, Pseudo-Pythagoras, Pseudo-Phocylides, Chares, Anonymi aulodia, Fragmentum Teliambicum, Douglas Young, post Ernestum Diehl edidit, Leipzig 21971, S. 1–74 (Hs. nicht herangezogen).

14) 218r–241v Digitalisat

Verfasser
Dionysius Periegeta (GND-Nr.: 118679686).
Titel
Orbis terrae descriptio.
TLG-Nummer
0084.001.
Angaben zum Text
Der eigentlichen Beschreibung der Erde voraus geht eine Vita Dionysii (f. 218r βίος διονυσίου).
Titel (Vorlage)
218r Διονυσίου οἰκουμένης περιήγησις.
Incipit
218r Ἀρχόμενος γαῖάν τε καὶ εὐρέα πόντον ἀείδειν.
Explicit
241v αὐτῶν ἐκ μακάρων ἀντάξιος εἴη ἀμοιβή.
Edition
Jane Lightfoot, Dionysius Periegeta, description of the known world, Oxford 2014, S. 200–258 (Hs. nicht herangezogen).

15) 244r–245v Digitalisat

Titel
Vita Aeschyli.
TLG-Nummer
5010.005.
Angaben zum Text
In der Mitte (245r) unediertes Stück, inc. Τῶν ποιητῶν ἃ μέν ἐστι διεξοδικήν…, expl. …γὰρ αἱ ποιήσεις αὐτῶν.
Titel (Vorlage)
244r γένος αἰσχύλου.
Incipit
244r Αἰσχύλος ὁ τραγικός, γένει μὲν ἐστιν Ἀθηναῖος, Λευσίνιος[!] δὲ τὸν δῆμον, υἱὸς Εὐφορίωνος.
Explicit
245v … τὸ δὲ κεφάλαιον αὐτοῦ ἐστὶ Προμηθέως δέσις.
Schrift / Schreiber
Evtl. Aristobulos Aposteles (1468/69–1535); siehe RGK I Nr. 27, II Nr. 38, III Nr. 46.
Edition
Cecil John Herington, The older scholia on the Prometheus bound, Leiden 1972, S. 59–61 und 65.

16) 246r–266v Digitalisat

Verfasser
Aeschylus (GND-Nr.: 118500856).
Titel
Prometheus vinctus.
TLG-Nummer
0085.018.
Angaben zum Text
Vor der Überschrift sind dramatis personae aufgezählt.
Titel (Vorlage)
246r Αἰσχύλου Προμεθεὺς.
Incipit
246r Χθονὸς μὲν εἰς τηλουρὸν ἥκομεν πέδον.
Explicit
266v ἐπ'ὁρᾶς (s.l. φ) μ’ ὡς ἔκδικα πάσχω.
Textgestaltung
Rubrizierung bei Überschrift, Initialen und Zierleiste sowie dramatis personae.
Edition
Aeschyli septem quae supersunt Tragoediae, recensuit Gilbertus Murray, Oxford 2. Aufl. 1955, S. 103–145 (Hs. nicht herangezogen).

17) 267r–268r Digitalisat

Titel
Scholia in Aeschylum.
TLG-Nummer
5010.001.
Angaben zum Text
Hypothesis II, anschließend dramatis personae. Die Initiale fehlt, die Überschrift wurde von späterer Hand ergänzt.
Titel (Vorlage)
267r ἑπτὰ ἐπὶ θήβαις (altera manus scripsit).
Incipit
267r [Λ]άιος ἐβασίλευσεν ἐν Θήβαις· ἔσχε δὲ τὴν Ἰοκάστην γυναῖκα.
Explicit
268r Ἀσμήνη· Χορὸς παρθένων· [Κ]ύρηξ.
Edition
Scholia in Aeschylum pars II. fasc. 2, edidit Ole Langwitz Smith, Leipzig 1982, S. 1–3.

18) 268v–286r Digitalisat

Verfasser
Aeschylus (GND-Nr.: 118500856).
Titel
Septem contra Thebas.
TLG-Nummer
0085.013.
Angaben zum Text
Incipit
268v [Κ]άδμου πολῖται, χρὴ λέγειν τὰ καίρια.
Explicit
286r κατακλυσθῆναι τὰ μάλλιστα.
Schrift / Schreiber
Evtl. Aristobulos Aposteles.
Textgestaltung
Initiale und Überschrift fehlen. Die Namen der Sprecher sind in margine eingetragen.
Edition
Aeschyli septem quae supersunt Tragoediae, recensuit Gilbertus Murray, Oxford 21955, S. 155–200.

19) 286v–287r Digitalisat

Verfasser
Anonymus.
Titel
Scholia in Aeschyli Persas.
TLG-Nummer
5010.021.
Angaben zum Text
Titel (Vorlage)
286v ὑπόθεσις περσῶν.
Incipit
286v Γλαῦκος ἐν τοῖς περὶ Αἰσχύλου μύθοις.
Explicit
287r Εἴδωλον δαρείου· ξέρξης.
Edition
Oskar Dähnhardt, Scholia in Aeschyli Persas, Leipzig 1894, S. 4–8.

20) 287r–303v Digitalisat

Verfasser
Aeschylus (GND-Nr.: 118500856).
Titel
Persae.
TLG-Nummer
0085.012.
Angaben zum Text
Incipit
287r τάδε μὲν Περσῶν τῶν οἰχομένων.
Explicit
303v πέμψω τοῖς δε δυσθρόοις γόοις.
Edition
Aeschyli septem quae supersunt Tragoediae, recensuit Gilbertus Murray, Oxford 21955, S. 53–95 (Hs. nicht erwähnt).

21) 306r–310r Digitalisat

Verfasser
Isaac Tzetzes (GND-Nr.: 100968538).
Titel
Scholia in Lycophronis Alexandram.
TLG-Nummer
5030.001.
Angaben zum Text
f. 306r–308v Einführung; f. 308v–310v Vita Lycophronis. Das einleitende Gedicht ist ediert: DBBE 17667 (Hs. herangezogen).
Incipit
306r βίβλος μὲν τελέθουσα Λυκόφρονος ἀσματοκόμπουσα.
Explicit
310r νητρεκῶς καὶ τὰ ἑξῆς.
Edition
Eduardus Scheer, Lycophronis Alexandra, Vol. 2, Berlin 1881, S. 1–6.

22) 310v–339v Digitalisat

Verfasser
Lycophron (GND-Nr.: 118780883).
Titel
Alexandra.
TLG-Nummer
0341.002.
Angaben zum Text
Vollständiger Text. Der Titel ist auch ediert in DBBE 17666.
Titel (Vorlage)
310v λυκοφρονικῆς μονοπροσώπου βίβλος.
Incipit
310v Λέξω τὰ πάντα νητρεκῶς, ἅ μ’ ἱστορεῖς.
Explicit
339v σώζων παλαιὰν βεβρύκων παγκληρίαν.
Edition
Simon Hornblower (Hrsg.), Lykophron, Alexandra. Greek Text, Translation, Commentary, and Introduction, Oxford 2015 (Hs. nicht herangezogen).


Bearbeitet von
Vinzenz Gottlieb, Dr. Janina Sieber, Universitätsbibliothek Heidelberg, 02.06.2020.
Katalogisierungsrichtlinien
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Gefördert durch
The Polonsky Foundation Greek Manuscripts Project: a Collaboration between the Universities of Cambridge and Heidelberg – Das Polonsky-Stiftungsprojekt zur Erschließung griechischer Handschriften: Ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Cambridge und Heidelberg.