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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. gr. 294

Manuel Chrysoloras

Pergament · 2, 21, 1 Bll. · 19,8 × 13,5 cm · Florenz? · Mitte 15. Jh.


Sprache
Griechisch.
Schlagwörter (GND)
Grammatik / Humanismus.
Diktyon-Nr.
66026.
1ar–1av vacat
2ar Schenkungsexlibris
2av-Ir vacant
Iv Lateinischer Vermerk zur griechischen Grammatik
1) 1r–18v Manuel Chrysoloras, Erotemata grammaticalia
2) 19r–21v Addenda

Kodikologische Beschreibung

Entstehungsort
Florenz?
Entstehungszeit
Mitte 15. Jh.
Typus (Überlieferungsform)
Codex.
Beschreibstoff
Pergament; Vorsatzblätter Papier (1a, 2a, 22*) und Pergament (I).
Umfang
2, 21, 1 Bll.
Format (Blattgröße)
19,8 × 13,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(I-1)1a + 12a + 1I + 2 V20 + 121 + (I-1)22*. Bei den ungezählten Bll. folgt die Zählung dem Digitalisat (1a, 2a, 22*). Vorderer Spiegel Gegenbl. zu 1a, hinterer Spiegel Gegenbl. zu 22*.
Foliierung
Vatikanische durchgehende Foliierung (f. 1–21) in schwarzer Tinte am oberen rechten Blattrand recto.
Lagenzählung
Griechische Zahl nur am Lagenende auf f. 10v.
Zustand
Pergament gut erhalten; am oberen Rand etwas verdunkelt und an einigen Stellen eingerissen bzw. löchrig mit leichtem Textverlust.

Schriftraum
15,2 × 9,7–10,7 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
22 Zeilen.
Linierung
Meist 00C1 oder ähnlich.
Schriftart
Sehr sorgfältige und regelmäßige Minuskelschrift.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Giorgio Antonio Vespucci (1434–1514); besonders auf 20r wird ersichtlich, dass der Florentiner Humanist Vespucci sowohl Schreiber des griechischen wie des lateinischen interlinearen Textes ist; für weitere handschriftliche Zeugnisse von Vespucci vgl. De La Mare, S. 124ff.
Buchgestaltung
In roter Tinte sind die lateinischen interlinearen Übersetzungen sowie die Initialien der einzelnen grammatikalischen Lemmata und Zwischenüberschriften gehalten.

Nachträge und Benutzungsspuren
f. Ir Capsa-Nr.: C. 90 / 62.
f. Iv In roter Tinte hat (nach Schriftvergleich mit BAV, Pal. lat. 1475, fasc. I) Vespucci einen Vermerk zur griechischen Silbenlänge verfasst (inc.: Omnis greca dictio aut acuto aut gravi aut circumflexo signatur accentu…); vgl. Rollo, 74.

Einband
Roter Ledereinband der BAV aus den Jahren 1779–1799 mit goldenem Wappenstempel von Papst Pius VI. auf Vorderdeckel und Kardinal Francesco Saverio de Zelada auf dem Hinterdeckel; vgl. Schunke, Einbände, II, S. 910.
Provenienz
Augsburg / Heidelberg.
Geschichte der Handschrift
Aus dem Bestand von Henricus Stephanus (Eintrag: 294 Hen, Iv) in die Bibliothek Ulrich Fuggers übergegangen; von dort in die Bibliotheca Palatina in Heidelberg und anschließend in den Vatikan gelangt.

Faksimile
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_gr_294
Literatur
Stevenson, Graeci, S. 164–5f.; Albinia De La Mare, The Handwritings of Italian Humanists. Francesco Petrarca, Giovanni Boccaccio, Coluccio Salutati, Niccolò Niccoli, Poggio Bracciolini, Bartolomeo Aragazzi of Montepulciano, Sozomeno of Pistoia, Giorgio Antonio Vespucci, Vol. 1.1, Oxford 1973; Fevronia Nousia, Byzantine textbooks of the palaelogan period, Vatican 2016, S. 145, Anm. 23; Antonio Rollo, Gli Erotemata tra Crisolora e Guarino, Messina 2012.
Verzeichnis der im Katalogisierungsprojekt zitierten Literatur

Inhalt

1) 1r–18v Digitalisat

Verfasser
Manuel Chrysoloras (GND-Nr.: 100952828).
Titel
Erotemata grammaticalia.
TLG-Nummer
3348.004.
Angaben zum Text
Text ist unvollständig.
Incipit
1r εἰς πόσα διαιροῦνται…
Explicit
18v οἷον ἄνευ μέχρι. Τέλος ἀμὴν.
Schrift / Schreiber
Schreiber ist Giorgio Antonio Vespucci.
Nachträge und Rezeptionsspuren
Die interlinearen lateinischen Übersetzungen stammen von Vespucci selbst.
Edition
Antonio Rollo, Gli Erotemata tra Crisolora e Guarino, Messina 2012, S. 301–332.

2) 19r–21v Digitalisat

Titel
Addenda.
Angaben zum Text
Von 19r–20r notiert Vespucci auf Latein noch einige Bemerkungen zur griechischen Grammatik und Schrift (etwa auf 20r die Transkription tachygraphischer Zeichen im Griechischen); von 20v–21r notiert eine andere Hand (vermutlich ebenfalls 15. Jh.) die Deklinationen mehrerer griechischer Pronomina und Substantive; auf 21v findet sich noch eine kurze lateinische Notiz von Vespucci zur Silbenlänge im Griechischen sowie das griechische Alphabet.


Bearbeitet von
Janina Sieber, Vinzenz Gottlieb, Universitätsbibliothek Heidelberg, 12.05.2020.
Katalogisierungsrichtlinien
Die Katalogisierungsrichtlinien finden Sie hier.
Gefördert durch
The Polonsky Foundation Greek Manuscripts Project: a Collaboration between the Universities of Cambridge and Heidelberg – Das Polonsky-Stiftungsprojekt zur Erschließung griechischer Handschriften: Ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Cambridge und Heidelberg.