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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Heidelberg, Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. graec. 252

Thucydides, Historiae

Pergament · 5, 326, 2 Bll. · 29,5 × 21 cm · Konstantinopel · Ende 9. Jh.


Sprache
Griechisch.
Schlagwörter (GND)
Antike / Gräzistik / Geschichtsschreibung / Thucydides.
Diktyon-Nr.
32467.
1ar–v vacat
1*r Index Latinus
1*v–1**r vacant
1**v Schenkungsexlibris
1***r Zodiacus saec. 14 ex.
1***v vacat
1) 1r–7r Marcellinus Grammaticus, Vita Thucydidis
2) 7r–326v Thucydides, Historiae

Kodikologische Beschreibung

Entstehungsort
Konstantinopel. Traditionellerweise werden solche Handschriften oft mit den kaiserlichen Skriptorien in Verbindung gebracht (so noch Mészáros, s. Literatur, S. 65–66), doch sowohl die eher schlechte Qualität des Beschreibstoffs als auch die philologischen Mängel des Textes sprechen dagegen. Grundsätzlich aber ist der Codex aufgrund der Nähe zur reinen Form der studitischen Minuskel und der großen Ähnlichkeit zu Schrift und Blattgestaltung des sicher in die byzantinische Hauptstadt verorteten Cod. Par. gr. 742 auch dort anzusetzen. Möglicherweise handelt es sich um eine Auftragsarbeit, die sogar auch im Johannes-Kloster Tu Studiu entstanden sein könnte (unter Weglassung der ansonsten charakteristischen drei Kreuze auf dem oberen Rand des Lagenbeginns für einen säkularen Text).
Entstehungszeit
Ende 9. Jh. Datierung siehe Schriftart; Stevenson: 12. Jh.; zur verbesserten, aber nur wenig rezipierten Datierung s. bereits Jean Irigoin, Les manuscrits, s. Literatur, S. 243 Anm. 2.
Typus (Überlieferungsform)
Codex.
Beschreibstoff
Pergament (Vor- und Nachsatzblätter neuzeitl. Papier).
Umfang
5, 326, 2 Bll.
Format (Blattgröße)
29,5 × 21 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(I-1)1a + 12a + 11* + I1*** + (IV-2)6 + 40 IV326 + 1327* + (I-1)328*. Den Qualitätsschwankungen des verwendeten Pergaments entsprechend wurden für zahlreichen Lagen die Quaternionen aus jeweils um zwei Einzelblätter ergänzte Ternionen gebildet. Auf die Spiegel sowie die zugehörigen Vorsatzbll. wurde jeweils ein Doppelbl. aus Marmorpapier geklebt, so dass das Marmorpapier die Rectoseite von Bl. 1a bzw. die Versoseite von Bl. 328* bildet. Vorderspiegel ist Gegenbl. von 1a, Hinterspiegel Gegenbl. von 328*.
Foliierung
Foliierung des 18./19. Jhs. (f. 1–326), möglicherweise erst in Paris ergänzt, mit schwarzer Tinte. Ab f. 288v auch die Versoseiten im 19. Jh. schwarz gezählt. Außerdem moderne Zählung ab dem zweiten Vorsatzblatt (f. 1*–1***). Die Bezeichnung der ungez. Bll. folgt dem Digitalisat (1a, 2a, 327*, 328*).
Lagenzählung
Reklamanten von der Hand des Schreibers jeweils am Heftbeginn im Kopfsteg rechts, im ersten Drittel jedoch durch Beschnitt verloren. Auch sonst Teile der entsprechenden Ziffern abgeschnitten. Erste erhaltene Zählung ΙΔʹ [= 14] auf f. 103r, letzte vollständig sichtbare Zählung ΛΒʹ [= 32] auf f. 247r.
Zustand
Pergament von noch mittlerer Qualität. Dabei Blätter unterschiedlicher Dicke, teils sehr dünn und stark gewellt, teils auch nur unzureichend geweißt, am Anfang der Hs. Materialausbruch entlang der äußeren Linierung. An Anfang und Ende auch Feuchtigkeits- bzw. Lagerungsschäden aufgrund der zeitweise fehlenden Einbände, auch etwas Wurmfraß. Im Hinblick auf das hohe Alter der Handschrift kann ihr Zustand insgesamt doch als sehr gut gelten.
Wasserzeichen
Ausschließlich im Nachsatzpapier (römische Provenienz, 17. Jh.).

Schriftraum
21,6 × 13,4 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
32 Zeilen.
Linierung
System 1, Linierung Leroy 1995, 20C1. Zeilenzahl und Liniensystem sehr gebräuchlich für klassische Texte der Entstehungszeit.
Schriftart
Frühe quadratische, nur leicht nach rechts geneigte Minuskelschrift des ausgehenden 9. und beginnenden 10. Jhs., in der nur das Lambda überwiegend in Majuskelform benutzt wurde. Vom Schreiber selbst stammen sehr wenige Randglossen (f. 17r, 55r, 69v, 79r, 78v), die aus der Textvorlage übernommen worden sein dürften und in einer schrägen Majuskel vergleichbar der Hauptschrift des um die Jahre 880/90 datierten Cod. Vat. gr. 2282 eingetragen wurden. Alle haben unmittelbaren Textbezug und verweisen topographisch auf die Orte, an denen die wiedergegebene Rede gehalten wurde. Für ein hohes Alter der Minuskel spricht weiter auch das Doppellambda, dessen untere Hasten sich noch nicht überkreuzen (so schon Diller, The Age, s. Literatur). Ansonsten ausgeprägt wannenförmiges My, Ny und Ypsilon sowie charakteristische, sich durch Juxtaposition der Buchstaben ergebende, fast herzförmige Epsilon-Xi-Ligatur. Gelegentlich anlautend geteiltes Majuskel-Kappa am Satzbeginn (etwa f. 12r), das dann aber auch im Sinne eines Großbuchstabens aufzufassen ist.
Überschriften und Zählungen in Majuskeln, die partiell der konstantinopolitanischen Auszeichnungsschrift entlehnt sind. Beide Schrifttypen begegnen in sehr ähnlicher Form im nachweislich studitischen Cod. Parisin. gr. 742 aus derselben Zeit; auf f. 104r ein kurzer Textnachtrag von anderer Hand in einer Minuskel vom Typ Anastasius (um 890). Insgesamt erlauben diese Beobachtungen, die Hs. in die Zeit des späten 9. Jahrhunderts zu datieren. Somit ist Diller, The Age oder Irigoin, Les manuscrits (s. Literatur) eher zuzustimmen als der von Kleinlogel/Alpers, Scholia, S. 13, auf der Grundlage von Sekundärlit. genannten Datierung. Somit bietet der Cod. Pal. graec. 252 den mit einem gewissen Abstand ältesten erhaltenen Thukydides-Text (gegenüber den Codd. Laur. Plut. 69.02 und Mon. gr. 430). Die Fehleinschätzung von Stevenson, Graeci (12. Jh.), der den Codex allerdings nicht selbst eingesehen hatte, führte in der Folgezeit dazu, dass diese Hs. seitens der Editoren zu wenig berücksichtigt wurde.
Hand a verwendete eine Gebrauchsschrift, wie sie im späteren 12. Jahrhundert durchaus verbreitet war. Auf diese Hand, ob nun von Tzetzes selbst oder seinem Schreiber entsprechend eingetragen, geht auch die auffällige Korrektur der mit schwarzer Tinte verbesserten Akzentuierung zurück, ein die gesamte Handschrift betreffendes Problem, auf das bereits der Autor selbst in Scholion 30 (Luzzatto) = f. 183r expressis verbis hinwies.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Ein Schreiber (= A). Außerdem zwei Hauptscholiastenhände, von denen eine mit gutem Grund Johannes Tzetzes bzw. seinem Schreiber zuzuordnen ist (= Hand a). Luzzatto, Tzetzes lettore, s. Literatur, S. 86–138 hat für Tzetzes insgesamt 50 Scholien veranschlagt, die aber tatsächlich nicht alle auf ihn zurückgehen (wie etwa Scholion Luzzatto 43 = f. 262r jener Hand des 14./15. Jahrhunderts angehören dürften [= Hand b]).
Buchgestaltung
Sehr schlichte Gestaltung der Hs. Der fortlaufende Textblock wird nur durch Werk- und Kapitelbezeichnung in einer unsauberen, mit einzelnen Minuskeln versehenen Majuskelschrift jeweils an Anfang und Ende der Hauptabschnitte unterbrochen, außerdem einfache Zierlinien. Buch– und Abschnittsinitialen vom Schreiber in Textfarbe in einer Höhe von etwa zwei Zeilen gesetzt. Der Beginn der Unterabschnitte bzw. Paragraphen wird in der Regel nur durch Ausrückung des jeweiligen Zeilenbeginns in dem Bereich der Doppellinierung vor dem Textblock angegeben. Redepassagen am Rand nur gelegentlich durch einfache Anführung gekennzeichnet. Wenige Signa marginalia propria in Textfarbe ohne entsprechende Textvermerke auf den Seitenstegen, die üblicherweise aus der Vorlage übernommen wurden. Zählungen in überstrichenen Majuskeln nach links ausgerückt. Gleichfalls auf den Seitenstegen wurde vom Schreiber in einer charakteristischen Majuskel des späten 9. Jhs. der jeweilige Redebeginn vermerkt.
Buchschmuck
Bis auf die bereits genannten Zierlinien und Asterisken zu beiden Seiten der Zwischenüberschriften keinerlei die Hs. ausschmückende Elemente.

Nachträge und Benutzungsspuren
Auf f. 1*r lateinischer Index von der Hand des 1740 auf Chios als viertes Kind des Notars Visenzi du Portu geborenen und seit etwa 1770 in Rom lebenden Weltgeistlichen Ignacio du Portu Chio (= τοῦ Πορτοῦ; zur Zuordnung vgl. das von ihm namentlich unterzeichnete Register im Cod. Pal. graec. 356, f. 3r). Ähnliche Verzeichnisse befinden sich in sämtlichen Handschriften, die nach dem Frieden von Tolentino (1797) aus Rom nach Paris vorübergehend oder dauerhaft abgegeben werden mussten. Dass das 1797/98 beschriebene Blatt vatikanischer Provenienz ist, belegen die mit Fabriano zu verbindenden Wasserzeichen (diese identifiziert in Paul Canart, Les cotes du manuscrit palatin de l'Anthologie, in: Scriptorium 35 [1981], S. 237–239). Es diente wohl der leichteren inhaltlichen Erfassung des betreffenden eingeforderten Objekts und wurde später fest mit der Handschrift verbunden. Auf f. 1**v Schenkungsexlibris des Herzogs Maximilian v. Bayern an Papst Gregor XV.; f. 1***r mit Zodiacus aus der Mitte des 14. Jhs. (datierbar über die Schrift wie auch die Art des Papiers) aufgeklebt auf ein weiteres Zusatzblatt Pariser Provenienz, auf f. 1***v Reste des Vorsatzblattes der Fuggerschen Bindung. Capsa-Nummer C. 92 auf f. 1r, außerdem Buchbezeichnung θουκυδίδου ἱστορία. Auf diesem Blatt lateinische Textfragmente wohl aus dem 16. Jh. Bibliotheksstempel der BN Paris (f. 1r und wiederholt auf 331r) sowie der Universitätsbibliothek Heidelberg (f. 1r). Auf f. 1r wurde der Text wegen schlechter Lesbarkeit partiell neu beschrieben. Zur Scholiierung des 12. bzw. 14./15. Jhs. siehe Angaben zu Schrift / Schreibern. Diese Scholien sind bereits Bestandteil der u.g. Texteditionen bzw. wurden eigenständig ediert. Aus dem 14./15. Jh. stammen auch die mit raschen Schriftzügen eingetragenen Anfang- und Endbezeichnungen (= Γνώ[ναι] und τέλ[ος]) der einzelnen Feldherrenreden.

Einband
Roter Ledereinband der BAV, auf dem Rücken goldgeprägtes Wappen von Papst Pius VI. und dem Kardinalbibliothekar Francesco Saverio de Zelada (vgl. Schunke, Einbände, II, S. 909). Marmorpapier der vatikanischen Bindung im Vorder- und Hinterspiegel noch erhalten.
Provenienz
Venedig / Augsburg / Heidelberg / Rom / Paris.
Geschichte der Handschrift
Sollte die o.g. Annahme von Maria J. Luzzatto zutreffen, dass Johannes Tzetzes als Scholiast anzusetzen ist, hätte sich der Codex auf jeden Fall noch bis etwa Ende des. 12. Jhs. an seinem Entstehungsort Konstantinopel befunden. Über seinen Weg aus dem Ostmittelmeerraum nach Venedig sind keine Aussagen möglich, auch nicht darüber, bei welcher Gelegenheit Hand b mitwirken konnte. Nach Auskunft des von Martin Gerstmann für Ulrich Fugger erstellten Handschriftenverzeichnisses trug der Codex einmal den Sammlungsvermerk Egna(zio) (sieheBAV, Pal. lat. 1950, f. 194r). Der venezianische Gelehrte Giovanni Battista Cipelli, der sich den akademischen Namen Egnazio gegeben hatte, war demnach der erste historisch greifbare Eigentümer dieser Hs. Nach dessen Tod erwarb Ulrich Fugger durch Gerstmanns Vermittlung mit Wirkung zum 6. Oktober 1553 einen größeren Teil von dessen griechischen Codices, siehe die Abschrift des entsprechenden Kaufvertrags in BAV, Pal. lat. 1925, f. 105r (dort Nr. 37). Mit der Vertreibung Ulrich Fuggers aus Augsburg gelangte die Handschrift 1567 nach Heidelberg, dort erfolgte vertragsgemäß der Übergang der Gesamtbibliothek in die Verfügungsgewalt der Pfalzgrafen und damit ihre Aufstellung in der Heiliggeistkirche (vgl. den entsprechenden Eintrag im Heidelberger Bibliotheksinventar des Jahres 1571, BAV, Pal. lat. 1916, f. 550v). Mit der Eroberung Heidelbergs kam dieser überlieferungsgeschichtlich bedeutsame Codex 1623 als Geschenk des bayerischen Herzogs Maximilian an Papst Gregor XV. nach Rom. Im Zuge des Friedens von Tolentino am 17. Febr. 1797 kam er mit zahlreichen anderen Handschriften nach Paris und wurde dort Teil der Nationalbibliothek. Aufgrund entsprechender Vereinbarungen im Rahmen des Wiener Kongresses von 1815 erfolgte die Rückgabe nach Heidelberg, seither befindet sich der Cod. Pal. graec. 252 im Bestand der Universitätsbibliothek.

Faksimile
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpgraec252
Literatur
Stevenson, Graeci, S. 138; Ioannes Baptista Alberti, Thucydidis Historiae, II, Rom 1992, S. 315 und III, Rom 2000, S. XIII; Mariella Cagnetta, Per une edizione critica delle “Vita di Tucidide” di Marcellino, in: Bollettino dei Classici 7 (1986), S. 59–61, 63–64, 67, 69, 76 und Taf. I; Aubrey Diller, The Age of some early Greek Classical Manuscripts, in: Serta Turyniana. Studies in Greek Literature and Palaeography in honor of Alexander Turyn, ed. by John L. Heller with the assistance of J. K(evin) Newman, Urbana/Chicago/London 1974, S. 523 (wichtig zur Datierung); Filippo Ferlauto, Un codice Cretese di Tucidide, il Mosquensis gr. 316 del sec. XV, in: Bollettino dei Classici 8 (1987), S. 142–166 und 9 (1988), S. 57–83; Lehmann, Fuggerbibliotheken, I, S. 126 und II, S. 455; Jean Irigoin, Histoire du texte de Pindare, Paris 1952, S. 159; Jean Irigoin, Les manuscrits d’historiens, in: Kurt Treu, Studia Codicologica, Berlin 1977, S. 243 mit Anm. 2; Alexander Kleinlogel, Geschichte des Thukydidestextes im Mittelalter, Berlin 1965, S. XIII-XVI und 1–10; Scholia Graeca in Thucydidem. Scholia vetustiora et Lexicon Thucydideum Patmense ed. Alexander Kleinlogel. Aus dem Nachlaß unter Mitarb. v. Stefano Valente hrsg. v. Klaus Alpers, Berlin 2019, S. 13–16 (dort auch Hinweis auf das gegenüber Stevenson höhere Alter der Hs.); Maria-Jagoda Luzzatto, Itinerari di codici antichi: un edizione di Tucidide tra il II ed il X secolo, in: Materiali e discussioni per l’analisi dei testi classici 30 (1993), S. 174–181 und 185–186; Maria-Jagoda Luzzatto, Tzetzes lettore di Tucidide. Note autografe sul Codice Heidelberg palatino greco 252, Bari 1999 (passim); Tamás Mészáros, Byzantine Metrical Scholia on Thucydides, in: Pál Fodor/Miklós Mároth (Hrsg.), More modoque. Die Wurzeln der europäischen Kultur und deren Rezeption im Orient und Okzident. Festschrift für Miklós Maróth zum siebzigsten Geburtstag, Budapest 2013, S. 67–76 (passim); Thucydide, La guerre du Peloponnèse, livre IV-V, ed. Jacqueline De Romilly, Paris 1967, S. VII; Scholia in Thucydidem ed. Carolus Hude, Leipzig 1927, S. III; Thucydidis Historiae ed. Carolus Hude, I-II, Leipzig 1898 und 1901, Bd. I, S. V und Bd. II, S. VIII; Nigel G. Wilson, Scholars of Byzantium, London 1983, 139, Anm. 12 (zur Frage der Datierung).
Verzeichnis der im Katalogisierungsprojekt zitierten Literatur

Inhalt

1) 1r–7r Digitalisat

Verfasser
Marcellinus Grammaticus (GND-Nr.: 102398186).
Titel
Vita Thucydidis.
TLG-Nummer
2585.001.
Angaben zum Text
f. 1r–5v Vorrede; f. 5v–7r Biographie.
Edition
Thucydidis Historiae recognovit brevique adnotatione critica instruxit Henricus Stuart Jones, I, Oxford 1942 (ND 1963, 1972; diese Hs. Sigle E als Vertreterin der umfangreicheren, jedoch sprachlich unzuverlässigeren Familie II), S. XI-XX.

2) 7r–326v Digitalisat

Verfasser
Thucydides (GND-Nr.: 11862234X).
Titel
Historiae.
TLG-Nummer
0003.0001.
Angaben zum Text
Jedes Buch wird von der Anmerkung Τουκυδίτου συγγραφὴς λόγος α', β'... eingeführt und abgeschlossen. Die Parallelhandschrift Laur. Plut. 69.2 enthält dieses Colophon nur am Ende jedes Buchs (am Anfang gibt es dagegen nur die Nummer α', β', γ'...), vgl. dazu Luzzatto, Itinerari di codici antichi: un edizione di Tucidide tra il II ed il X secolo, in: Materiali e discussioni per l’analisi dei testi classici 30 (1993), S. 174–181 und 185–186.
f. 7r–54r Buch I; f. 54r–92v Buch II; f. 92v–131v Buch III; f. 131v–178v Buch IV; f. 178v–213v Buch V; f. 213v–252v Buch VI; f. 252v–282r Buch VII; f. 282r–326v Buch VIII.
Nachträge und Rezeptionsspuren
Zu den Scholiastenhänden sowie zu den Textkorrekturen und der verbesserten Akzentuierung des 12. Jahrhunderts siehe Angaben zu Schrift / Schreibern.
Edition
Thucydidis Historiae recognavit brevique adnotatione critica instruxit Henricus Stuart Jones, I-II, Oxford 1963 und 1966 (diese Hs. Sigle E als Vertreter der umfangreicheren, jedoch sprachlich unzuverlässigeren Familie II; ND der Ausg. 1953/1955); Ioannes Baptista Alberti, Thucydidis Historiae, I-III, Rom 1972–2000 (diese Hs. Sigle E als Vertreterin der Familie II) [sowie zahlreiche weitere Editionen]; Die Scholien erstmals publiziert in Scholia in Thucydidem ad optimos codices collata ed. Carolus Hude, Leipzig 1927 (unveränd. ND New York 1973); Scholia Graeca in Thucydidem. Scholia vetustiora et Lexicon Thucydideum Patmense ed. Alexander Kleinlogel. Aus dem Nachlaß unter Mitarb. v. Stefano Valente hrsg. v. Klaus Alpers, Berlin 2019 (unter Heranziehung der vorliegenden Hs. durch Kleinlogel).


Bearbeitet von
Dr. Lars Hoffmann, Universitätsbibliothek Heidelberg, 15.06.2021.
Katalogisierungsrichtlinien
Die Katalogisierungsrichtlinien finden Sie hier.
Gefördert durch
The Polonsky Foundation Greek Manuscripts Project: a Collaboration between the Universities of Cambridge and Heidelberg – Das Polonsky-Stiftungsprojekt zur Erschließung griechischer Handschriften: Ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Cambridge und Heidelberg.