Abraham
Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen: Im Zweyten Centi-Folio Hundert Ausbündiger Närrinnen Gleichfalls in Folio, Nach voriger Alapatrit-Pasteten-Art, So vieler Narren Generis Masculini, Anjetzo auch Mit artigen Confecturen, Einer gleichen Anzahl Närrinnen Generis Foeminini, Zum Nach-Tisch, Allen Ehr- und Klugheit-liebenden Frauenzimmer zur lustigen Zeit-Vertreib und wohlgemeinten Warnung In Hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt — Wien, 1713 [VD18 14661225]

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Arglistige Närrin.

rz

lidamas starck / diarcksreius starck/ cicomcncs starck / ^rckycis-
rnus starck/ Lroiicz Ikedsnur starck/ änsxcrxcs starck/ v-mo-
erarcs starck/ aber Samson weit stärcker/ Veit: Löwen zerrissen wie
ein kleines Kätzcl/ das ist vic!: Hat eine gantze SradtPforten/ wie
ein Latern-Trumm auf den Achseln tragen / das ist viel - M't einem
Escls-Kienbacken/ tausend Philister erschlagen/das ist viel:Ein gross
fts Gebau ans einmal nieder werffen / das ist vil: Drey hundert
Füchs fangen / nndihncnbrennendeFackelnandieSchwciffhängen/
bas ist viel: Das hat alles gethan der starcke und Helden-märhige
Samson: Em Eichbaum ist ihm gewest wie ein Ladstecken/uicht an-
derst: Ei» Mühl-Stein ist ihm gewest wie ein Ballcn/nicht anderst:
Ei» dicker Strick ist ihm gewesen wie ein Zwirns - Faden / nicht an,
derst: Eine eiftneKetten ist ihm gewest wie einSchuster-Drat/ nicht
anderst: Ihme hat man in aller Warhett den Titul können geben:
r n viüiwmo.dem U nüberwindlichen/ und gleichwol / O grosser Fall!
Ist dieser Samson soweit kommen/Last er aufdie letzt hat müssen ei-
nen Narren abgeben: Pfuy! Und in dem grossen Tempel Dagon/
mBeyseyn LreyertausendMenschen/wieein Narr müssen spielen-
Sag und frag jemand/ wer ihn doch in so grosses Elend gestürtzt?
Sv antworte ich: Ein kec-c-ra, ein Dalila / ein Schleppsack/ein
gemeiner Grundschüppel, eine Schvttenauerin/ re. re. Es ist aber
gar nichts neues/daß man wegen der Weiber närrisch wird / ja weni-
ger/ daß man von ihnen betrogen wird/ darumb spräche jener:
Mein lieber Freund! sey wer du bist / du must betrogen seyn/
Wann auch dein Kopff wär voller List/mitWeisheit gnomen ein/
Dein Weib geht hin/ sie gehet her/kau ohn Betrug nicht leben
«... mehr.
Gedult!
Ein Schisser war brey Jahr ausbliebenüberLasMeer/alser
wieder kam/ fand er in seinem Hauß alles wohl auff/ gieng an allen
Srthen im Hauß herumb/ fragt eines und das andere/ wo kommt
das her? DieIrausagter das hat GStt beschert; ergiengindi«
, Küche/
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