Abraham
Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen: Im Zweyten Centi-Folio Hundert Ausbündiger Närrinnen Gleichfalls in Folio, Nach voriger Alapatrit-Pasteten-Art, So vieler Narren Generis Masculini, Anjetzo auch Mit artigen Confecturen, Einer gleichen Anzahl Närrinnen Generis Foeminini, Zum Nach-Tisch, Allen Ehr- und Klugheit-liebenden Frauenzimmer zur lustigen Zeit-Vertreib und wohlgemeinten Warnung In Hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt — Wien, 1713 [VD18 14661225]

Page: 304
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/abraham1713/0442
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Zc>4 Die spatzicewgehmde oder fahrende-Närrin.'

erzörne/ und meine grosse Kranckheit fallen möchte; ja daß sie auch
über alle seine Güter Gewalt habe / damit zu chuu nach ihrem Belie-
ben- 15- Und wo sie Lust Härte/ mit andern Mannsbildern zu spie-
len mit Karren/WürffLeu/Bretspiel/rc. esftyumsGeld oderGel-
des-werrh/ das sollchrderManngernvergönnen/und(wann er will)
zulasten. 16. Soll ein jeder Mann wolin acht nehmen daß er seine
FrauaufderrechtenSmhengehen lasse. 17. Wssicheiner diesen
vbgemeldteu Articuln widersetzen/odersemesWeibsDffchlbißweir
len überrretten würde / so soll sie Macht haben/ihr eigenerRichttr zu
seyn / und den Mann mit einer ihr beliebigen Straffe ansehen. 18.
Und letztlich/soll die Straffe so lang währen / biß er ihr Verspricht/
hmführo nach ihrem Belieben zu rhun/und auf daß man dieses thuu
könne / solle man die.Heyrarhen / besonders auch die Lerchtungm
schauen und acht haben.
Was achten wir die Lust / davon die Tbiere wissen ?
Die wir bißweilen nicht / und niemals recht geniessen /
Dann durch die Freude wird uns schwerlich gnug gethan/
Davon uns Noch und Furcht /und Schwachheit hindern kam
Wer seinen Leib ergötzt/ derbat geringe Freude/
Die vor das Vieh gehört / indem es auf der Weyde/
Nur eitle Dmge sucht. Wol dem/der sich bemüht/
Und als ein kluger Mensch / nach MenschemFreude siht.
Was strebt ein schwacher Mensch / nach lauter guten Tagen?
Theils vor die geile Brunst / kheils vor den ecklen Magen.
Der hat sich schlecht versorgt/ indem er Honig leckt/
Daß dahin Noch und Todt nicht mehr so lieblich schmeckt.
S (o) S

Die
loading ...