Abraham
Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen: Im Zweyten Centi-Folio Hundert Ausbündiger Närrinnen Gleichfalls in Folio, Nach voriger Alapatrit-Pasteten-Art, So vieler Narren Generis Masculini, Anjetzo auch Mit artigen Confecturen, Einer gleichen Anzahl Närrinnen Generis Foeminini, Zum Nach-Tisch, Allen Ehr- und Klugheit-liebenden Frauenzimmer zur lustigen Zeit-Vertreib und wohlgemeinten Warnung In Hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt — Wien, 1713 [VD18 14661225]

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Dre Tadel-Namn.

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üriichenMe.
fesScheerMesser/ die Zungen absthneiöete.
Da heisis/msin Mann wäre schon recht/ wann er nur nicht M
Tag sich voll sauffete» Dmeiu Nachbarin! ihr könms nicht'glam
ben/was er Mibr wann er voll ist. Ich kan ihm nicht zu Danck ko-
chen: bald ist ihm diE Kraut nicht genug ge^
schmatzen/das Fleisch versotten/da'kau er pfnotten/undsag ich nur
em Wort/so weiß ich scheu memOrt/wo ich hmlauffen muß/S harte
Buß; ich wollt daß ich den Schlmckelmein Lebtag nicht gesehen hät-
te. D was hab ich halt gethau / daß ich nicht meinen Frantzen dm
Tischlergenommen / ich weiß / er hätt mich besser in Ehren gehalten /
bey diesem Lümmel ist gar nichts erkennt / er lacht nicht/ und weinet
nicht ist weder gestochen noch gehauen mit ihm / ja em rechter Naß-
küttl/nnd versoffener Marodi Hund.
Oman liebe Nachdarm/sagt em andere: was wollt das styn/
ich habe einen ErtzMmmeL/ der kan mich ausmachen/ derkanmir
Len Text lesen/ ich darff nicht einmal mit unserm Gesellen em Wort
reden/vielweniger einen anschauen / und ob ich mirgar nichts Übels
einbilde/so cyferr er dannoch mir mir so sehr / daß ihm fast kein Gesell
mehr bleiben will/lcmttr altvatterische/wildennd grobe Kerl nimmt
er wegen meiner auf; ist das nicht einCreutz/dleEyferfuchr ist Tag
undNacht bey ihm/er macht mich so daß ich was anders Mm
muß/der Schelm/der Dieb/ der hergeloffcne Hekmek/ ich wollt Laß
ihn der Gngu hätt über tausend Cck.
MemMann(sagt diedritte)istgar kein Rädl-Krentzer Werth/
ich darff kein Wort sagen/so Heist es : Du Bär/du Hündin du groß-
gvschere Hexen-Gespenst/mit der Magd redet er ehe^zchen Wort/als
eins mitmir/wassie thutistrecht/ was ich thue ist unrecht/ich bin
ihm halt miteinem Wort zu schlecht/und ob ich erst in das Me Jahr
gehe/bm ich ihm dannoch Zu alt/ich traue ihm nicht weiter als ich sehe/
mir legt er die gantze Zeit nichts für/aber der Bestia das beste/ sag ich
M Wort/so hab ich den Ellen Stab über dem Buckel,
Also und dergleichen waschen die Weiber ihren Männern dis
Hem-
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