Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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XI.
Die Stadt Heidelberg kauft den Bierhelderhof.
29. April 1737.
Heidelberg den 29. April 1737.
Nachdem zwischen dem churpf. Stattrath dahier und des wepland
churpf. ^äuoiui8ti'ation8-Rathen Herrn Schützen nachgelassene Frau
Wittib wegen dero eigenthumblichen sogenannten Bierhelderhof
ein Kauffeoutraot beederseiths iutsuäirst 82) und folglich verabredet
und beschlossen worden; Alß hat man die oouäitiousZ sothanen Kauff-
eoutraots folgender gestalten anhero uä xrotoLoIlum bringen lassen
und zwar
1. Verkaufst und überläßt sie Frau ^äiuiuwtratious Raethin
in gegenwarth und mit genehmhaltung ihres beystands des churpf.
Regierungsrathen Herren Aleffs Ermelter Bierhelder Hoff dem
Stattrath dahier also und dergestalten, daß sothaner Hoff mit allem
zugehör, Rechten und gerechtigkeiten sowohl als auch mit allen ono-
ridow bs), selbige mögen in vorigen Kauffbrieffen expriuiivt flyn
oder nicht, wie sie solchen biß äato genossen und genießen können
oder moegen, gesucht und ungesucht, nichts außgenommen, mit der
sogenannten Hanenmühl und Waldung überlassen, abgetretten
und zugeeignet sein solle; hingegen
2. Verbindet sich Ermelter Stattrath Ihr Fraw
tious Raethin Lellütwu in guttem gangbahrem geld vor ged. Bier-
helder Hoff und dessen Zugehör, rechten und gerechtigkeiten zu be-
zahlen — 3050 fl. sage Drey Taußend fünfzig gülden. Nachdem
aber sie sraw Verkaeufferin vutious der bahren zahlung umb deß-
willen Einen anstand genommen, weilen durch die damahligen Münz-
oouku8iou63 und vorschwebende fernere abwürdigung 86) ihr gar leicht-
lich Einiges nachtheil oder schaden an sothanen geldern Anwachsen
könnte, aß wurde
82) beabsichtigt, b») Lasten. ausdrücklich genannt. hinsichtlich.
Entwerthung.
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