Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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Rathsstelle erhielt 1755 Dan. Kiestel und die des verstorbenen Ludwig
der Handelsmann Schür mann, 1757. —
1764 bildeten den Rath: Ad. Gabel, Leonh. Schreiber, Chr.
Schlüssel, Jos. Alexander, I. Braun, I. Gg. Maier, Joh.
Ant. Fantina, P. Bühler, Dan Kießel, Niel. Schürmann,
I. Val. Muschler,
1773: Chr. Schmitt, Chr. Schlüssel, Niel. Schürmann,
Ant. Fantina, Val. Muschler, P. Bühler, Joh. M. Schwein-
furth, I. Niel. Ernst, I. Jak. Kube, M. Löffler, David Ehr-
mann (zum „Reichsapfel"), I. Ad. Heller.
Nach dem Tode des A. Fantina wird Heinrich Gerck Rathsherr,
1770—1780 für den verstorbenen Schierberg der Kupferschmied
Ludwig; für den verstorbenen P. Bühler Chr.Schweickard, —1783
für den f Chr. Schlüssel der Schatzungs- und Quartiergelderheber
Jos. Hasser, 1784 für den 7 Schweinfurth der Ritterwirth Leonh.
Metzger, 1793 für den-f Zuckerbäcker Schweickard der Handelsmann
Daniel Mais, — für den 1 Jac. Kuhn Matth. Eisenrichter.
5. Stadtschreiber sind seit 1732 Kummer, seit 1754Fank,
seit 1784 Molitor und 1788 Sartorius.
6. Stadtrathsregistrator ist 1788 Weber mit einem Ge-
halt von 225 fl.

R. Eine kleine Bürgerrevolution am Schlüsse des 18.
Jahrhunderts.
An den vorstehenden Aufsatz, welcher im Allgemeinen die städtischen
Behörden bezeichnet, schließen wir unter obigem Titel einen zweiten
an, welcher nicht blos geeignet ist, den Geschäftskreis jener Behörden
näher zu bestimmen, sondern auch Zustände zu illustriren, welche in
diesem Geschäftskreise ihren Ursprung haben.
Die große französische Revolution zu Ende des vorigen Jahr-
hunderts, welche ihren Nundgang in ganz Europa machte, hat auch
in unserer Stadt einen Geist der Unzufriedenheit schnell zur Reife
gebracht, welcher theils in den Verhältnissen gegründet war, theils
extravag irte.
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