Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 13
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die uns umgeben; durch die Anwendung der
Geometrie auf das Studium dieser Körper,
oder aber durch die Versuche sie darauf an-
zuwenden, hat man die Vortheile, und die
Mißbräuche dieser Anwendung bemerket, und sie
festgesetzt; mit einem Worte von der Erde an
bis zum Saturn; von der Geschichte des Him-
mels bis zu jener der Jnseckcen hat die Natur-
kunde ihre Gestalt verändert. Mit ihr nahmen
zugleich fast alle Wissenschaften eine neue Form
an, die sie auch nothwendig bedurften. Einige
Bemerkungen werden uns hievon überzeugen.
Das Studium der Natur scheint an sich
selbst trocken, und kalt zu seyn; indem das
Vergnügen, so es gewähret, eine einförmige,
fortwährende, und ununterbrochne Empfindung
ist: da doch die Vergnügen, wenn sie lebhaft
seyn sollen, durch Zwischenräume getrennt, und
durch manchen Zuwachs ausgezeichnet werden
müssen. Nichts destoweniger hat die Erfindung,
und der Gebrauch einer neuen Methode zu phi-
losophiren; eine gewisse Art Enthusiasmus, der
fast immer die neuen Entdeckungen begleitet;
eine gewisse Spannung der Jndeen, die in uns
durch die lebendige Darstellung des grossen Gan-
zen entsteht, in den Köpfen eine gewisse Gäh-
rung
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