Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 28.1903

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DER ARCHAISCHE FRIEDHOF AM STADTBERGE VON THERA §1

c. Von einer Tasse.
d. Von einem protokorinthischen Skyphos K 31.
e. Von einem ganz kleinen protokorinthischen Skyphos.
f. Von einem 'samischen’ Kännchen E 17.
g. Von einem Inselkännchen der Gattung F I.
h. Von einer Dipylonkanne Η I 16.
i. Von einem Kugelkännchen aus gelbem Thon (P).
Wahrscheinlich waren in dem Grabe drei kleine Kinder begra-
ben; falls es eine Kammer war, wird der Zugang durch die ver-
schüttete Opfergrube geführt haben.
Grab und Opfergrube IOO (68). Nördlich oberhalb von
Grab 97 liegt ein ganz zerstörtes Grab mit einer rückwärts in
den Schiefer geschnittenen und aus kleinen Steinen geböscht
gemauerten Opfergrube, durch welche der Zugang zu dem Grabe
geführt haben wird, falls es eine Kammer war. Von dem Grabe
selbst waren nur noch die kleinen Lagersteine der Nordmauer
und ein vor der südlichen Vorderecke der Grube stehender
zerdrückter Kochtopf A 204 nebst zahlreichen im Schutt ver-
streuten Scherben erhalten; die Rückwand muss sich teilweise
an den neben der Grube liegenden Felsblock gelehnt haben.
In der dünnen Aschenschicht fanden sich:
1. Ein korinthisches schlauchförmiges Alabastron (Μ VII) in
zwei ungleichmässig verbrannte Stücke zerbrochen.
2. Zwei grosse Scherben eines milesischen Tellers G 1.
3. Mehrere Scherben der 'samischen3 Kanne E 12.

G. Die Gräber zwischen den Felsblöcken.
Für die Anlage der Gräber zwischen den P'elsen ist aus-
schliesslich die durch die Blöcke und durch den Schiefer ge-
gebene Bodengestaltung maassgebend gewesen. Die meisten
Gräber liegen einzeln ; nur die nördlichsten konnten noch mit
einiger Regelmässigkeit an einander gebaut werden.
Grab 101 (6). Der nördlichste grosse Felsblock ist mit
einem oberhalb liegenden kleineren Blocke durch eine starke
Mauer verbunden, welche als Stützmauer gegen die höher ge-

ATHEN, MITTEILUNGEN XXVIII.

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