Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 28.1903

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GRIECHISCHE SIEGERLISTEN

36S
lieh für den Ansatz des zeitlichen Abstandes der beiden Listen
einen ziemlich weiten Spielraum. Vor dem Versuche; ob es ihn
einzuschränken gelinge, wird geraten sein, auch die übrigen
Listen, soweit möglich, chronologisch anzuordnen.
In der cHeraialiste3 Nr. 5, n ist Sieger παίδας δόλιχον Ασκλη-
πιάδης Δημοκράτου. Zweifellos derselbe ist als πάλληξ Nr. 4, 13
gerade δολίχωι Sieger, ferner άκοντίωι Z. 9, τόξωι io, ευταξίαι
17 : diese Häufung von Auszeichnungen im Gymnasion lässt sei-
nen Erfolg am internationalen Feste nur berechtigt und wohl be-
greiflich erscheinen. Nr. 4 und 5 werden ziemlich gleichaltrig
sein, da die Heraialiste nur παΐδες und άνδρες scheidet, im inter-
nationalen Wettspiele also andere Altersklassen als im sami-
schen Gymnasion herkömmlich waren.
Als gleichzeitig mit Nr. 4 wieder erweist sich die neue Liste
Nr. 1 durch Σώπατρος Έξακέστα, Sieger φιλοπονίαι 4, 5 und
παγκρατίωι i A, 14 —dass der Genetiv des Vatersnamens ein-
mal auf a, das andere Mal auf ου ausgeht, hat nichts zu besagen.
Endlich schliessen sich an Nr. 4 auch die beiden Listen Nr. 7.
Nach4,4 ευταξίαι Καλλίδρομος Έξακέστα hat Dittenberger (s. S.357
Anm. 2) in 7 (Brinck 101, 5) den Vatersnamen des siegreichen
Choregen άνδρών αυληταΐς Έξακέστας als Καλλιδρόμου gelesen.
Da Kirchhoff Nr. 4 in spätere makedonische Zeit; Nr. 7 in das I.
oderinden Anfang des II. Jahrhunderts nach Chr. setzte, wer-
den wir uns unter den beiden von Dittenberger zur Wahl gestell-
ten Möglichkeiten, dass der Chorege Exakestas der Vater oder
der Sohn des Siegers ευταξίαι Kallidromos gewesen sein müsse,
unbedingt für die zw-eite entscheiden. Was für Brinck IOI gilt, gilt
auch für die auf demselben Steine eingeschlagene Nr. 102.
So hat sich folgende Abfolge der Listen 1, 2, 4, 5, 7 ergeben:

Nikon κιθαριστής j
derselbe νέος j

2 Ptolemaios Philopator (221

5·— 4 — 1
gleichzeitig

-6>

s. S. 369 f.

204) (—3>
s. S. 363 f.

7
eine Generation nach 4.
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