Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 28.1903

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E. PREUNER

Λαρισ(σ)αΙος Z. 14 f. einen Sohn des Strategen Kleomakhides
Enei Larisaeus 181/80, in Θράσιππος Νικάτορος Λαρισ(σ)αιος,
Sieger συνωρίδι τελεία[ι] Ζ. 20 f., den Vater des thessalischen
Hieromnemonen in Delphi Πολΰξενος Θρασίππου Λαρισαίος vom
Jahre 178/7, Dittenberger Syll.2 293,4 [SGDIII 2536), erkennen.
Dass die Liste nicht im Dialekte abgefasst ist, darf, da es sich
um ein internationales Fest handelt, nicht überraschen.
Die Praeskripte der Kernschen Liste Nr. 2 lauten:
Ίσαγόρου to[h n. pr. Ethnikon αγωνοθε-
τοΰντος τον ε!κο[στόν καί Zahl των Θεσ-
σαλών αγώνα τώι Δι'ι τ[ώι Ελευθερία) ι, ί,ερέ-
ως οντος τοΰ Διός τοΰ Έλεχι [θεριού η. pr. τοΰ
5 Κλεονίκου Λαρισαίου οΐδ[ε ένίπων
Der Herausgeber möchte die Inschrift nicht über den Aus-
gang des II. Jahrhunderts v. Chr. hinaufrücken, wagt aber eine
genauere Zeitbestimmung nicht zu geben. Die Eleutherien kön-
nen frühestens im Jahre 196 v. Chr. zum ersten Male gefeiert
worden sein. Dass das, wie die Ethnika der Teilnehmer erge-
ben, internationale Fest alljährlich begangen worden sei, ist an
und für sich unwahrscheinlich; insbesondere würde aber eine
Datierung der Liste innerhalb der Jahre 176 und 168—je nach-
dem wir nach εικο[στόν και die Wahl zwischen den Ordinal-
zahlen I—9 treffen — sich mit der Zeitbestimmung des Heraus-
gebers nicht vereinbaren lassen, die eine Vergleichung der Buch-
stabenformen der soeben um das Jahr 184/3 datierten Liste
Nr. 1 mit denen auf Kerns Tafel I 1 vollauf bestätigt. Nehmen
wir dagegen an, dass auch die Eleutherien penteterisch gewesen,
die Liste also zwischen 112 und 80 v. Chr. anzusetzen sei —
diese Zahlen geben die frühest möglichen Grenzjahre, da nach
dem Falle Korinths die Eleutherien ohne Zweifel einige Zeit
ausgefallen sein Averden —, so ist den Forderungen der Paläo-
graphie Genüge geleistet.
Dass die Liste in der That dem Anfänge des I. Jahrhunderts
v. Chr. angehört, dass folglich die Eleutherien penteterisch waren
und ohne starke Unterbrechungen im II. Jahrhundert fortgefeiert
worden sind, erhärtet erfreulicherweise der Name des sieg-
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