Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 37.1912

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ΘΕΟΙ ΕΠΗΚΟΟΙ

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Angabe, der Stein sei in Eretria gefunden, keine Gewähr für
sich hat. Herakles Epekoos besass einen Altar in Athen (58),
sonst ist er inschriftlich nur für den Osten bezeugt (Η. εύά-
κουστος in Italien 58 a), doch nennt ihn ja mit Hermes zu-
sammen das oben S. 2 angeführte Epigramm des Leonidas
von Tarent. Die Theoi Epekooi, von denen unten noch mehr
zu sagen sein wird, haben uns in Athen eine Spur hinter-
lassen (96) und Tyche, eine der beliebtesten Göttergestalten
des späteren Altertums, in Sparta (119), wo man ihr in der
Kaiserzeit einen Altar weihte.
Die Inseln, das natürliche Bindeglied zwischen Griechen-
land und dem Osten, zeigen uns teils Götter, die wir, wie
Tyche (auf Thera, 120) schon kennen, vor allem aber und in
überwiegender Zahl jene Gottheiten, die entweder orientali-
schen Ursprungs sind und ihre angestammten Namen noch
tragen, oder solche, die nur die griechische Bezeichnung an-
genommen, aber ihr ursprüngliches Wesen beibehalten haben.
Von den Heilgöttern ist Asklepios auf Thasos zu nennen (36),
sodann die Ασκληπιό! Ύπαταϊοι auf Thera, doch wohl Askle-
pios und sein göttlicher Vater Apoll. Denn einen Apollon
Hypataios kennen wir aus Epidauros (IG. IV 1176) und aus
Paros einen Asklepios Hypataios (IG. XII 5 Nr. 156). Beide
zusammen werden hier in bunter Theokrasie als üsoi μεγάλοι
— da scheinen auch die Samothrakischen Gottheiten herein-
zuspielen— έπήκοοι Ασκληπιό! Ύπαταϊοι bezeichnet (35). Auf
Lesbos, Kreta und in Mysien trägt Artemis, die Herrin der
heilkräftigen heissen Quellen, den Namen Thermia. Als Eua-
koos 1 wird sie gefeiert von den Kranken (28 a-e), die dort an
ihren Gewässern Heilung suchten, wie z. B. Aristides, der zu
den heissen Quellen am Aisepos fuhr — Wiegand hat die
Reiseroute festgestellt (AM. XXIX 1904, 284) — und schon
auf der Reise mit dem Preis der Gottheiten nicht kargte.
Aristides erzählt selbst, wie er bei Fackelschein in der Araba
Gedichte machte, auf Asklepios Soter, den Aisepos, die Nym-
phen und Artemis Thermia, ή τάς πηγάς τάς θερμας εχει, δοϋναι
λΰσιν απάντων ήδη των δυσχερών και. καταστήσαι πάλιν εις τό έξ

Ύπάκοος heisst, ebenfalls auf Lesbos, Aphrodite Athena Idena (7 a).
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