Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 37.1912

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MITTEILUNGEN AUS SAMOS

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8. Marmor, H. 0,485, Br. oben 0,228, unten 0,193, D. oben
0,165, unten 0,142 m. In einer, seitlich von zwei Pfeilern be-
grenzten, oben durch ein Hohlkehlenprofil bekrönten Nische
steht ein Mann in kurzärmeligem Chiton und einem Mantel,
der um rechte Hüfte, linke Schulter und linken Arm geschlun-
gen ist. Der Kopf abgeschlagen. Über ihm ein Kranz. Unten
die späthellenistische Inschrift (BH. ca. 0,012. ZA. 0,06).
Άριστός 5—■· To[ . . . .
ή ρ ως χρησι[έ
χαιρε.
9. Marmor, Η. 0,72, Br. 0,40 m. Ädicula mit Giebeldrei-
eck, im Giebelfeld ein Rundschild. Die Nische durch einen
auf zwei Pilastern ruhenden Bogen überspannt. Unten Ein-
lasszapfen.—Links sitzt die verschleierte Frau auf einem Ses-
sel oder einer Truhe und reicht dem vor ihr stehenden, in den
Mantel gehüllten Mann, der sich zum Gehen wendet, die
Hand. Die Einzelheiten der Darstellung verwischt, desglei-
chen die Inschrift, von der ich folgende Buchstaben erkenne:
Ρ Ο Λ Y . . Y I Λ N
ΓA 1 OY Ρ Ω
X Ρ H C T H
X Λ I
10. Totenmahlrelief. Ein Mann nach links auf der
Kline, in der linken Hand eine Schale haltend, die Rechte auf
das erhobene Knie legend. Vor ihm der dreibeinige löwen-
füssige Speisetisch. Rechts davon der Mundschenk, hinter
diesem der Schenktisch mit drei tiefen Schalen. Am Fuss-
ende der Kline, auf einem Sessel eine Frau im Schleier nach
rechts, hinter ihr die kleine Dienerin. Vom Mauerrand win-
det sich die Schlange herab und frisst von der Speise, die
ihr die Frau hinhält. Links ist der Kalatlios sichtbar, rechts
der Pferdekopf, oben in der Mitte der Rundschild. Vgl. Wie-
gand Nr. 60. Die unordentlich geschriebene Inschrift (etwa
I. Jahrh. v. Chr.):
Oberer Rand Άρτεμιδώρα Ήρακλε[ί]δου
Unterer Rand δυγατέραΝ (?) [Μ]ητρίχηι,
Άπολλωδώρου ηρωίνη J χαιρε.
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