Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 37.1912

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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1910-1911 343
Pi tan e, 4 von Elaia, alle diese also nur aus der nächsten
Nachbarschaft, dazu dann 1 von Nesos, ausserdem ein
Antiochos und ein Seleukos II. von Syrien, endlich ein
römisches As von 30-31 Gramm, also gegen Ende des
III. Jahrhunderts v. Clir.
Nach einer Lücke, von etwa 100 v. Chr. an, folgen dann
Leo V. und andere Byzantiner, von Osmanen Mur ad I.
(1360-1389), Bäjezid I. (1389-1403; Jahr der H. 792, die-
ses eine Silbermünze), ausserdem unbestimmbare Osmanen
und eine einseitige osmanische Prägung von Kairo aus dem
XVIII. Jahrhundert, diese auch Silber.
Der Gesamt-Münzfund zeigt, dass die Blütezeit der auf
Kaleh Agili gelegenen Stadt in die hellenistische Zeit fällt;
die auffallende Lücke in den Münzfunden aber zeugt dafür,
dass in der römischen Kaiserzeit der Stadtberg nicht mehr
bewohnt war, erst in byzantinischer Zeit neu besiedelt
wurde, wie das auch die Ruinen zeigen und nach der Ge-
schichte ähnlicher Hochstädte anzunehmen war.

Genf.

Paul Schazmann.
Gaston Darier.
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