Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 37.1912

Page: 405
DOI article: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1912/0421
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1910-1911

405

Thon, der meist unregelmässig schwarz geschmaucht ist1.
Die zahlreichen Funde von Gefässen dieser Gattung erwei-
sen eine starke Bewohnung des Platzes schon im II. Jahr-
tausend v. Chr. Ob man aber eine continuierliche Besiede-
lung seit jener Zeit annelimen darf, wissen wir bisher nicht;


Abb. 11. Praehistorische Gefässe und Anhängsel aus Tschandarli.
Etwa l{% nat. Grösse.

zum mindesten wurde die Stelle—wie die jüngeren Funde
beweisen — durch Jahrhunderte hindurch wieder und wieder

1 Der grösste Topf (H. 21,5 cm) ist eine gedrückt kugelbauchige Kanne
mit weitem schräg abgeschnittenen Hals mit am Rande ansitzendem brei-
ten Bandhenkel. Verloren gegangen ist wohl das Gefäss, das zu dem klei-
nen Stülpdeckel gehörte mit seinen vier emporstehenden Ösen am Rand
und der zentralen Warze. Ein Henkelkännchen auf drei Füsschen ist an
der weitesten Wölbung des Bauches mit eingedrücktem Grätenmuster ver-
ziert, während vom Ansatz des fortgebrochenen Halses kleine Striche aus-
gehen. Schliesslich waren noch zwei Schmuckstücke als Grabbeigabe ver-
wendet, eine grosse doppelkegelförmige Tonperle und das interessante, nach
oben leicht verjüngte, viereckige Anhängsel (Höhe 6 cm, Dicke ca. 2 cm).
loading ...