Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 50.1925

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LEO WEBER

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In Übereinstimmung mit dem Epigramm gibt Pausanias
an (I 30), daß dieser Altar des Eros sich vor dem Eingange
zur Akademie befunden habe. Gegen die Echtheit der Inschrift,
die Kleidemos sicher aus sehr zuverlässiger Quelle mitteilt, ist
nichts einzuwenden: sie bestätigt obendrein die Existenz des
Gymnasion daselbst für die Peisistratidenzeit. Falsch ist dabei
nur, Charmos sei der Liebhaber des Hippias gewesen. Wie
sehr die Legende dieser Dinge sich bemächtigt hatte, zeigt
Plutarch, der sagt (Sol. 1), Peisistratos habe als Liebhaber des
Charmos den Altar des Eros in der Akademie gestiftet. Das
Epigramm nennt ja ausdrücklich Charmos als Stifter: er selbst
war als der Weihende zugleich auch der Liebende. Wen er
geliebt hat, hat er natürlich nicht verraten. Daß er der
Schwiegervater des Hippias gewesen sei (Athen. 1. c.), ist
wiederum falsch, da wir aus Thuk. VI 55 wissen, daß dessen
Frau Myrrhine die Tochter eines Kallias TxsQoyiöov war;
v. Wilamowitz, der (Ar. u. Ath. I 265, 10) das Nähere richtig
gestellt hat, vermutet, daß Charmos wohl ein Eidam des Hippias
oder auch des Peisistratos gewesen sei. Wertvoll ist weiter,
daß Kleidemos bezeugt, Charmos sei Polemarch gewesen: darauf
wird später noch einzugehen sein.

Aber noch andere Gottheiten hatten innerhalb der Akademie
ihre Altäre. Dort befand sich, wie wir aus vorzüglicher Über-
lieferung wissen (Schol. So. O. C. 56 L vgl. auch Paus. I 30, 2),

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äucpo'tv v.otvos ioTtv iv Tijt ßäoet änoTeTVTTOJuivos. — Es SCheint, daß Lysi-
machides die genauere Beschreibung der Basis enthielt und zur Be-
stätigung Apollodors eingesehen worden ist. Hatten die beiden Götter
auf dem Relief einen Altar neben sich, so können wir uns vor diesem
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