Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 50.1925

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THESSALISCHER GOLDSCHMUCK IM HAMBURGER MUSEUM 175

Schläfen verdeckt. Unterhalb dieser und am oberen Teil des
Kopfes ausgestanztes Öhr.

11. Putto mit Tänie (Taf. IX). Besitz Marc Rosenberg,
Karlsruhe (Baden). H. 1,5, Br. 1,6, Relief-H. 0,3 cm.

Goldblech in Relief. Nackter geflügelter Putto, als dickes
kleines Kind gebildet, auf schmalem Steg in schreitender Stel-
lung nach rechts mit zurückgestelltem rechten Bein, in den
Nacken geworfenem Kopf und nach vorn gestreckten Händen,
in denen er eine nach rechts flatternde Tänie hält. Das Haar
zu beiden Seiten gescheitelt, in der Mitte zur Flechte geordnet.
Unter der erhobenen rechten Ferse sowie dem vorgestreckten
Arm ausgestanzte Öse.

12. Putto mit Maske (Taf. IX). Hamburg, Mus. f. K. u. G.,
Inv. 1917, 207. H. 2, Br. 1,7, Relief-H. 0,4 cm, Gew. 0,755 gr.

Goldblech in Relief. In gleicher Stellung wie vorher, der
Kopf jedoch weniger in den Nacken geworfen. In den vor-
wärts gestreckten Händen Maske eines glatzköpfigen Alten; der
linke Flügel überragt den Kopf. Unter dem Arm und in den
Flügelwinkeln ausgestanzte Ösen.

13. Putto mit Lyra (Taf. IX). Hamburg, Mus. f. K. u. G.,
Inv. 1917, 201. H. 1,8, Br. 1,85, Relief-H. 0,5 cm, Gew. 0,745 gr.

Goldblech in Relief. Schreitend nach rechts, die Füße ohne
verbindenden Steg. Kopf fast in Vollansicht gedreht und leicht
nach vorn geneigt. Das Haar gescheitelt und auf dem Scheitel
zur Flechte geordnet. Sichtbar nur der rechte Flügel. In der
vorgestreckten Linken hält er Lyra, in der schräg nach hinten
gestreckten Rechten Plektron. Auf der Flügelspitze und der
unteren äußeren Ecke der Lyra aufgelötete Drahtöse.

14. Putto mit Lyra (Taf. IX). Hamburg, Mus. f. K. u. G.,
Inv. 1917, 202. H. 2,15, Br. 1,45, Relief-H. 0,4 cm, Gew. 0,75 gr.

Goldblech in Relief. Schreitend nach links auf Steg mit
vorgestelltem rechtem Standbein. Beide Flügel sichtbar, in der
nach vorn gestreckten rechten Hand hält er die Lyra, in deren
Saiten er mit der linken Hand greift. Haartracht wie vorher.
Oberhalb des Kopfes und unterhalb des Steges aufgelötete
Drahtöse. Letztere mit einem Ende auf der Rückseite, mit dem
anderen auf der Vorderseite des zwischen den Beinen stehen-
gebliebenen Grundes befestigt.
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