Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

Seite: 40
DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/anfangsgruende1778/0056
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
4« Anfangsgründs
2, Ein Hauptwort kann im einfachen, oder
vielfachen Verstände genommen werden,, Der
Herr, -dis Frau, das Thier: ist einfach,
oder die einzele Zahl, (dlumsrus ünzularis).
Die -Herren, die Frauen, die Thiere: ist
Vielfach , oder die vielfache Zahl, (Humerus
pluralis ),
z. Die Hauptwörter leiden im Reden man-
chs Wanderung, (vsclmatio,) Man sagt: das
Thier, des Thieres, deur Thiere, und so
fort. Doch werden nicht alle auf gleiche Art
abgeänderet.
Solche Arten der Abänderungen sind sowohl
im Tsutschm, als Lateins fünf.
Eine jede Abänderung hat sowohl im einfa-
chen , als im vielstichen Verstände sechs verschie-
dene Enduttgen, (Lasus) die erste Endung,
(d^ommsnvrir) die zwsyte Endung, (Lem-
tivus) die dritte Endung, (vanvus die
vierte Endung, (^ccuimivus) die fünfte
Endung, (Vöoattvus) die sechste Endung,
(/chiativus).
Im Latein ist die zweyte Endung der einzeln
Zahl besonders zu beobachten: Denn, i. aus
dieser ist abzunehmen, zur wie vielten Abände-
rung ein Wort gehöre; 2, von dieser müssen alle
übrigen Endungen durch Abänderung der letzten
Sylbe hergeleitet werden.
loading ...