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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0069

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Ein Bronzeschwert von Kehl a.Rh., Ldkrs. Offenburg

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Abb. 8. a/b. Villoncourt (Vosges) nach Skizze. — c/d. Heitersheim (Freiburg). M. 1 : 2.

Norden peinlich genau eingehalten, d. h. jede Tangentenlinie legt sich exakt an den
Fußpunkt einer Spirale an. Demgegenüber treffen die Tangenten bei unserem Kehler
Schwert stumpf mitten auf die einzelnen Spiralwindungen auf. Dadurch entsteht eine
Plumpheit der Linienführung, die sehr deutlich von der sicheren und beherrschten
nordischen Technik abweicht. Bei dem Kehler Schwert ist ferner die tangentiale Ver-
bindungslinie — E. Sprockhoff spricht von einer Lasso-Linie — außen um die
eine Spiralwindung herumgeführt, was zur Folge hat, daß jedes Spiralpaar scheinbar
aus einer großen und einer kleinen Spirale besteht. Auch dies scheint im Norden nicht
vorzukommen. Hier setzen die Verbindungslinien stets auf der Innenseite an, so daß
jedes Spiralpaar gleich groß erscheint.
Solchen grundsätzlichen, an das Formgefühl des Erzgießers rührenden Fragen gegen-
über fällt es kaum ins Gewicht, daß etwa der Knaufdorn unseres nordischen Schwertes
 
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