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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0282

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Fundschau 1952—1953: Gräber unbestimmbarer Zeitstellung

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Deggingen (Donaueschingen), „Kalberrain“.
Beim Abtragen der Rainkante auf Grundstück Lgb. Nr. 166/3 (Friedrich Schulz) wur-
den 1953 zwei geostete beigabenlose Skelette geborgen (vgl. Bad. Fundber. 14, 1938, 25).
Mtbl. 132/8116 Bonndorf. (Unser)
Freiburg, Stadtteil Günterstal, Ortsetter.
Nach Angabe der Polizeistation wurden 1953 beim Aushub einer Baugrube in der Nähe
der alten Klostermauer Skelette gefunden. Da sich der ursprüngliche Mordverdacht
nicht bestätigte, wurden die Skelette zur Wiederbestattung freigegeben. Die Fundum-
stände waren nicht mehr eindeutig zu klären.
Mtbl. 117/8013 Freiburg. (Unser)
Friedingen (Konstanz), östlich des Keilhofes.
1952 wurden beim Setzen von Marksteinen Schädelreste und Armknochen gefunden
(vgl. Bad. Fundber. 13, 1937, 22).
Mtbl. 147/8219 Radolfzell. (Funk)
Gondelsheim (Bruchsal), „Bonartshäuserhof“, 2,5 km W.
Beim Bau eines Schweinestalls an der Nordwestecke der rechteckigen Hofanlage wurde
1953 ein beigabenloses Grab gestört. Da der Fund erst Ende Februar bekannt wurde,
waren weitere Feststellungen nicht mehr möglich (5303).
Mtbl. 52/6917 Weingarten. (Hormuth)
Graben (Karlsruhe) „Gassenäcker“, südlicher Ortsrand.
Bei Ausschachtungsarbeiten für den Schulhausneubau am südlichen Ortsrand wurden
1953 vom Bagger Menschenknochen ausgeworfen. Beim Glattstechen der Wand wurden
auch die Umrisse von Gräbern sichtbar. Beigaben fanden sich nicht. Die gleichmäßige
Tiefe der Gräber und ihre regelmäßige Anordnung lassen einen regulären Friedhof er-
kennen. Doch spricht die frische Erhaltung der Knochen im Sandboden nicht für lange
Lagerung.
Aus mündlicher Familienüberlieferung berichtet Hauptlehrer a. D. Neeß, daß 1813 in
Graben ein Seuchenlazarett von Kroaten der Schwarzenbergischen Armee gelegen habe.
Die Toten seien auf den „Gassenäckern“ bestattet worden (5338).
Mtbl. 45/6816 Graben. (Dauber)
Grißheim (Müllheim), „Spitzäcker“.
1953 wurden, bei Kiesgewinnung für den Straßenbau durch den Bagger einige Skelette
aus dem teilweise gefrorenen Boden gerissen. Angeblich sollen auch Bruchsteine um die
Skelette gestellt gewesen sein. Beigaben wurden nicht beobachtet. Die Fundstelle liegt
dicht an der nördlichen Gemarkungsgrenze im Bereich des zu Eschbach gehörenden
 
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