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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0284

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278

Fundschau 1952—1953: Gräber unbestimmbarer Zeitstellung

Grab 2: größtenteils abgegraben, Oberkörper mit Schädel von Berichterstatter noch
untersucht. Tiefe 0,65 m. Grabgrube mit einer Ecke noch schwach sichtbar. Keine Bei-
gaben beobachtet.
Grab 3: abgegraben und mit dem Abraum in die Tiefe gefallen. Nach Angaben der
Arbeiter keine Beigaben.
Grab 4: ebenso.
Grab 5: am 27. Oktober 1953 vom Berichterstatter ganz untersucht. Tiefe 0,65m.
Rechteckiger Grabschacht von 2,68 x 1 m deutlich sichtbar. Skelett in gestreckter Rük-
kenlage, Arme längs des Körpers ausgestreckt. Orientierung Nordwest-Südost. Keine
Beigaben. Der kleinen Gräbergruppe kommt insofern Bedeutung zu, als nur wenig
nördlich, jenseits des unkontrolliert ausgebeuteten Grundstücks Lgb. Nr. 3944 auf der-
selben Länge in Grundstück Lgb. Nr. 3945 die Fundstelle des 1925 gefundenen und von
E. Wahle beschriebenen (Bad. Fundber. 1, 1925 —1928, 59 ff.) frühgermanischen Gra-
bes liegt. Man kann sich nur schwer des Eindrucks erwehren, daß zwischen den beiden
Fundstellen ein enger Zusammenhang besteht (5371).
Mtbl. 40/6717 Wiesental. (Bauer-Dauber)
Minseln, Ortsteil Oberminseln (Säckingen), nordöstlich „Stockmatten1.
Durch die Fundamentgrube des Neubaus A. Sillmann wurde 1953 ein von Südwest
(Kopf) nach Nordost orientiertes beigabenloses Skelett angeschnitten, so daß nur noch
ein Teil in situ angetroffen wurde.
Mtbl. 153/831 2 Schopfheim. (Eg. Gersbach)
Neuburgweier (Karlsruhe), „Mönchäcker“, 0,25 m O.
Beim Graben des Klärbeckens für die Kanalisation wurde 1952 nahe dem Westufer des
Federbaches ein Rost aus vierkantig behauenen Eichenbalken gefunden. Schon 1934
sollen beim Ausbaggern des Federbachbettes an dieser Stelle behauene Balken entfernt
worden sein. Der Rost sah nach dem Landstoß einer Holzbrücke aus, doch läßt sich
kein Weg nachweisen, der ehemals an dieser Stelle den Federbach überquert hätte.
Mtbl. 56/7015 Durmersheim. (Dauber)
Oberalbach (Tauberbischofsheim), „Goldgrube“, 1,7 km N.
Bei Steinbrucharbeiten im Gewann „Goldgrube“ wurde 1953 ein Nord-Süd gerichtetes
gemauertes und mit Steinplatten abgedecktes Grab zerstört. Ein mitgefundener Scher-
ben ging verloren. (5312).
Mtbl. 20/6424 Königshofen. (Lutz)
Obergrombach (Bruchsal), Ortsetter.
1951 wurde bei Kanalisation der Hauptstraße von dem Haus Hauptstraße 60 in 1,3 bis
1,6 m Tiefe das Skelett eines erwachsenen Menschen freigelegt. Beigaben wurden nicht
beobachtet. Da in Obergrombach mehrere mittelalterliche Friedhöfe bekannt sind,
dürfte das Skelett zu einem davon gehören (5386).
Mtbl. 52/6917 Weingarten.

(Bauer)
 
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