Deutsches Archäologisches Institut / Römisch-Germanische Kommission [Editor]
Bericht über die Fortschritte der römisch-germanischen Forschung: im Jahre ... — 2.1905

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Gebiet der Sidriner). C. Patseh, Arch. Epigr. Untersuehungen zur Gescbichte
der Rörnischen Provinz Dalmatien Heft VI.

Aus der Ungarischen Literatur erwähne ich: E. Mahler, Römische
Steiudenkmäler mit Inschriften am Duna-Pentele (Ertesitö archeologiai NF. XXIV
198 ff.). M. Hörnes, Prähistorische und römische Funde aus Ungarn im
Wiener naturhist. Hofmuseum (ebend. S. 204 ff.). G. Finaly, Römische und
pseudorömische Spuren im Komitat Kolozs (ebend. S. 248ff.). J. Nemetb,
Über die römischen Gräber zu Szilasbolhas (ebend. S. 246 ff.). J. Rhé, Über
die Ausgrabung zu Ràtót (ebend. S. 248 1'.). J. Téglàs, Über römische Alter-
tumsfunde zu Torda (ebend. S. 249ff.). A. Bòrzsonyi, Über römische Denk-
mäler im Gebiete der Stadt Györ (ebend. S. 251 ff.). L. Böhm, Zwölf römische
Orte in Westdacien (Ertésitô, Tôrténelmi és régészeti XX. S. 38ff.).

V.

Provinziale Keramik.

Von

H. Itragenrtorff.

Über die Fortsehritte unserer keramischen Studien ist im vorigen Bericht ein-
gehend referiert worden. Der diesjährige Bericht kann sich infolgedessen darauf
beschränken, einige neue Veröffentlichungen und Beobachtungen aufzufflhren,
welche unsere Kenntnis der Entwickelung dieser als Hiilfsmittel so besonders
wichtigen Denkmälergattung fördern. In zwei Richtungen muss sich in der
uächsten Zeit unsere Arbeit auf keramischem Gebiet vornehmlich bewegen.
Einmal gilt es, immer mehr Material von zeitlich sicher umgrenzten Fund-
plätzen zu beschaffen und sorgfältig durchzuarbeiten. Die allmähliche Ent-
wickelung der Formen und Techuiken muss auf diese Weise immer klarer
und genauer festgestellt werden, daneben aber auch stets das Gesamtbild
der Keramik eines Fundortes in seiner Zusammensetzung. Was nebeneinander
an den einzelnen Fundplätzen noch vorkommt, oder nicht mehr vorkommt,
das Massenverhältnis, in dem die einzelnen Gattungen nebeneinander vor-
kommen, alles das muss beobachtet werden. Denn die eine Form oder
Technik hört auf, während eine neben ihr erscheinende noch fortdauert. So
ergeben sich auch hieraus feine ehronologische Anhaltspunkte und lokale
Unterschiede, die ebenfalls eine grosse Rolle spielen.

Zum zweiten gilt es, mehr und mehr fttr die einzelnen Gefässgattungen
ihre Herkunft festzustellen, um so aus dem grossen Material ein Stttck Handels-
und Kulturgeschichte herauszuarbeiten. Hier stecken wir, wenn man von der
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