Bröndsted, Peter Oluf
Reisen und Untersuchungen in Griechenland: nebst der Darstellung und Erklärung vieler neu entdeckter Denkmäler griechischen Styls, und einer kritischen Übersicht aller Unternehmingen dieser Art, von Pausanias bis auf unsere Zeit (Band 2) — Paris, 1826

Page: 198
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198 zweites buch. DER PARTHENON. südliche seite. vii.

VII.
DIE SÜDLICHE SEITE DES TEMPELS

muss zuerst und genau betrachtet Averden, weil wir von allen zwei unddreissig
Metopen ihres äusseren Frieses zuverlässige Runde haben. Alle Metopenskizzen
Carreys stellen gerade diese 3 2 Platten vor; alle sechzehn'nach unseren Mu-
seen gebrachte Originale aus der Metopenreihe des Parthenons, sind von die-
ser Seite des Tempels herabgenommen; und von achtzehn, im Stuart-Revett-
schen Werkein Kupfer gestochenen Metopenzeichnungen, sind siebzehn nach
Originalen aus dem südlichen Friese gemacht.

Die Ordnung der Carrey'schen Skizzen befolgend, fangen wir von der süd-
westlichen Ecke des Tempels an :

Die erste Metope ist noch am Tempel (s. unsere xxxvme Tafel); in Kupfer-
gestochen im Stuart-Revett'schen Werke, the Antiquities of Athens, etc.1,
Vol. ii, chap. i, pl. x, oben; in kleinerem Umrisse, nach jenem, in der franzö-
sischen Ausgabe des Stuart-Revett'schen Werks, les Antiquites d Athenes, etc.2,
Tom. ii, chap. i, pl. iv, fig. 3 (der erste Umriss der oberen Reihe) und auf
unserer Bildtafel xlvi , n° i .

Centaur mit einem Griechen kämpfend; jener ist im Vortheil; er scheint
seinen Gegner, den er mit seinem linken Arme' um den Hals gefasst hat, er-
drosseln zu wollen, und ihm zugleich mit einer Waffe, die man nicht mehr er-
kennt , die der Centaur aber in seiner hoch erhobenen rechten Hand hält, einen
Schlag zu versetzen, den der Grieche mit seinem linken, nicht sichtbaren
Arme abwehren will, während er mit seiner rechten Hand, in welcher vielleicht
ein Schwert war, seinem Feinde einen Stich beizubringen sucht. Ein Gewand
fällt, natürlich und vermöge der Bewegung selbst, zwischen beiden Figuren
und hinter dem Rücken des Griechen hinab.

Die Figur des Griechen ist hier, wie immer in diesen Gruppen, sehr jugend-
lich gehalten, wohl vorzüglich um einen, der Vorstellung günstigen Gegensatz
gegen den wilderen und bejahrteren Thiermenschen zu bilden. Diese Metope

Wir werden dieses Werk in der Folge also * Dieses Werk wird in der Folge immer also

bezeichnen: Ant. of Ath. bezeichnet werden : Ant. d'A.
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