Dittenberger, Wilhelm ; Purgold, Karl ; Curtius, Ernst [Hrsg.]; Adler, Friedrich [Hrsg.]
Olympia: die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung (Textband 5): Die Inschriften von Olympia — Berlin, 1896

Seite: 499_500
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[No. 398 — 3119]

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398. Profilierter Oberblock einer Basis aus
grobkörnigem grauem Marmor, peloponnelisehen
Ursprungs, 0,30 hoch, 0,79 breit, 0,62 ties, beides ohne
das Profil. Dieses tritt an den verschiedenen Seiten in
verschiedener Breite hervor, vorn 0,125, hinten 0,07;
an den Nebenseiten ist es an keiner Stelle mehr voll- ;
ständig erhalten, so dass die Breite der abgeschlagenen j
Teile der Schriftssäche nicht genau sestzustellen ist. Links '
liess lieh ein kleines Stück (a luv. 982. Gesunden 20. No-
vember 1880 im Pelopion) wieder ansügen, mit welchem
die Ausladung des Profils lchon 0,18 betragt, so dass hier
nur ganz wenig sehlen kann. Von den Inschriften ist die
des Künstlers am Hälse des Blocks vorzüglich erhalten,
in der oberen dagegen die erste Zeile sast ganz verlöscht, 1
so dass sie bei der ungünstigen Lage des Steines nur
sehr schwer erkennbar ist. Die Schrift ist hier so seltsam
verteilt, dass sie ohne ersichtlichen Grund das letzte
Viertel der vorhandenen Flache ganz frei liess. Die

Künstlerinschrift weicht in der Form mehrerer Buch-
staben (α ξ τ) von der oberen ab und scheint vom Bild-
hauer eigenhändig hinzugesetzt zu sein. -- Inv. 185. Ge-
funden 21. April 1877 in der byzantinischen Kirche, wo
der Block mit umgekehrter Schrist als Unterlage sür die
nördlichste Säule der Vorhalle verwendet ist. — Heraus-
gegeben (ohne Fragm. a) nach G. Hirschfeld's Abschrift
von W. Dittenberger, Arch. Zeitung XXXV (1877) S. 96
No. 61; einige Verbellerungen nach nochmaliger Ver-
gleichung des Steins mitgetheilt von A. Furtwängler,
Arch. Zeitung XXXVII (1879) S. 142 (danach G. Kaibel,
Epigr. Gr. praes. p. XXIII No. 1100 a. Nur die Künstler-
inschrift, E. Cougny, Anth. Pal. III, p. 21 No. 1331. Aus
der Arch. Zeitung wiederholt und Z. 4 nach eigenem
Abklatsch facsimiliert von E. Loewy, Inschristen griech.
Bildhauer S. 191 No. 272. Das Ganze sacsimiliert von
Purgold. Vergl. die Bemerkungen von Gurlitt über
Paulanias S. 367 ff.



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[Ά πο?Μ ά Τί•γΐ«-]«ΐ' ΔαμάβκΓτοι/1 [Τι]μαιφ'τ]ου Αλεϊου, der Schrittzüge, die auf keinen Fall auf eine verschiedene
tci' αυτας πρόξενου \ [x]«i ενερ[<γ]ΐταν, ΐλλανοδικοΰντα, Αιϊ ι Entstehungszeit gedeutet werden darf. Das Ethnikon
1 Ζ. ι ist nicht sicher zu ergänzen, doch entsprieht das
beispielsweise gesetzte ungefähr den Raumverhältnissen.
Ein Hellanodike Timainetos kommt No. 44, 7 vor. doch

Ολυαπιω.
Ύενξεν \ριττομενΥις Μεο-ΟΊχνιος l\yi(t υιοί.

Über den Bildhauer Aristomcnes s. zu No. 397. Der
Vers, in dem er lieh nennt, ist wohl von ihm mit eigener
Hand eingehauen und es erklärt lieh daraus die Differenz

gehört dieser einer viel älteren Zeit an, als der hier ge-
nannte Vater des Damaristos; wahrscheinlich ist es ein
Vorfahre von ihm.

399. Basis block aus parisehem Marmor,
0,40 hoch, 1,275 breit, 0,57 ties. Oben schmaler Profil-
rand, der nur auf der linken Nebenseite erhalten ist, auf
den anderen abgeschlagen; rechts Anschlulsfläche. Auf
der Oberfläche zwei Fussspuren von etwa 0,21 Länge;
links neben dielen Vertiefung für eine rechteckige Bronze-
tasel (0,25 lang, 0,6 hoch), welche beim Herausreifsen
der Tasel stark abgestossen wurde, doch sind die beiden
viereckigen Zapfen, mit denen die Bronze befestigt war,
noch zu erkennen. — Inv. 622. Gefunden 30. April
1879, im Nordbau des Buleuterion verbaut. — Heraus-
gegeben von A. Furtwängler, Arch.Zeitung XXXVII (1879)
S. 148 No. 294. Danach das Ganze wiederholt und ausser-
dem die Anfänge der Zeilen 1 — 2 und 4 nach eigenem
Abklatsch facsimiliert von E. Loewy, Inschriften griech.
Bildhauer S. 192 No. 273. — Verglichen von Purgold.

ΗΤΤοΛΙΣΗΤΩΝΗΛΕΙΩΝ
μΑΛιΑΔΑνχΑιροΛΑηΛειον
ΑΡΕΤΗΣΕΝΕΚΕΝΚΑίΕΥΝΟΐΑΣ
ηςεχωναιΑτεΛειειςεαυτη Ν
ΑΓΙΑΣΑΡΙΣΤΟΜΕΝΕ

'Η 7rc/.ic η τμ• ΤΛλειων | Μαλικδαν Χαιρολα ΗλεΤο^ |
αρεττ,ς ένεκεν και εύνοιας Ι rc ε%ων σιατε'λεΊ εις εαυτή*.
^ 'Ayiai Άριττομ,ενε[θΡ Msttiivioc επογρενΛ.
Ob Agias der Vater oder der Sohn des No 397. 398
genannten Aristomenes ist, lässt lieh zwar nicht mit ab-
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