Dittenberger, Wilhelm ; Purgold, Karl ; Curtius, Ernst [Editor]; Adler, Friedrich [Editor]
Olympia: die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung (Textband 5): Die Inschriften von Olympia — Berlin, 1896

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[No. 293]

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VI. INSCHRIFTEN VON EHRENDENKMÄLERN.

GRIECHEN DER VORRÖMISCHEN PERIODE.

293. BathronausschwarzemKalkstein,ca. 0,44
hoch, 0,60 breit und tief. Der Stein, nach Art der älteren
Statuenbaien unprofiliert, ist durch Verwitterung stark
zerfrelTen und von Rillen durchzogen. Die in kleinen,
breiten Buchitaben ausgeführte Schrist ist daher schwer
erkennbar geworden und an manchen Stellen ganz ver-
schwunden. — Inv. 101. Gesunden 16. Dezember 1876,

zehn Meter nordöstlich von der Nordoftecke des Zeus-
tempels. — Nach Abklatfch und Abschrist G. Hirschseld's
herausgegeben von M.Frä'nkel, Arch.Zeitung XXXV (1877)
S. 43 No. 54 (danach G. Kaibel, Epigr. Gr. Add. p. 534
No.875a. E. Cougny, Anth. Pal. III p. 10 N0.72. E. Hoss-
mann, Sylloge epigr. Gr. p. 84 No. 357). — Facfimiliert
von Purgold.

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Χαομαυτώου TopyictG Χεοντ7ΐΌς.
Ύυ\ιχ ixtv άλελ[φ]γ;υ Αψκρατης Try Togyiov ετγεν,
εκ ταύτης δ ίίυ[τ](Λΐ ytyi'srai Ιπποκράτης,
Ιπποκράτους b Κυιχολπο[ς, ος εΙ\κο\•α rrvo ανε&ηκεΐ'
5 oittüüv, παώειας κ\α\ι φιΚι\ας ε\νεκα.
Vopyiov ατκγται ψυγνί' αρετής ες (Γγιι^ΐ'ας
ουδείς -πω Βουητών καλλιον ηύρε T';yvr,v
ου και Άπολ?>ωΐΌς yυaλotς είκωι> ανακειται
ου πλούτου παραδειγμ , ευτεβιας οε τροπών.
S. Paus. VI, 17, 7• κνοριαντας bs ccvatJtesjuyiAiiOvc. ουκ
επιφανεο-ιν ayav αναΒ"ήματίν, ΆΧε^ινικον τε Ηλείοι1, Ttyj'Yy
του -.ικυωνιου Καυ<?αρου, πάλης ίν παιτιν αΐ'γ,ρηιχενοι' νικην, και
τον ι\.ερντινον Yooytav iöstv εττιν avaS'stvai bε Tri' εικόνα !c
Ολυιχπιαν φηο-ιν Ευ/Λολττο? aπoyovoς τρίτος Αηίκρατους α-υνοι-
κήταντος άδελψίί τίί l'opylov. Diefe Angaben sind ersicht-

lich aus unterem Epigramm entnommen. Die Errich-
tung der Statue kann, da Eumolpos bereits erwachten war
und nach Z. 5 den Unterricht seines Grossoheims genossen
hatte, aus keinen Fall srüher als 400 v. Chr. sallen; wahr-
seheinlich ist sie noch erheblich weiter herabzurücken; mit
welchem Rechte aber Fra'nkel annimmt, Eumolpos könne
das Denkmal aus keinen Fall bei Lebzeiten des Gorgias,
der erst um 376 v. Chr. (s. Zeller, Phil, der Griechen I, 2
S. 1056 Anm. 1) starb, errichtet haben, ist nicht abzufehen.
Der Schristcharakter weist die Infchrift in das vierte Jahr-
hundert vor Christus, ohne sür eine genauere Beftim-
mung hinreichenden Anhalt zu bieten.
Die erfte Zeile beweist, dass man mit Recht der von
Suidas Γοργίας gebotenen Form des väterlichen Namens
vor der leicht korrumpierten ΚαρμαντίΒον des Pausanias den
Vorzug gegeben hat. Hinter der ganz ungebräuchlichen
Voranftellung des Patronymikon fleckt, wie schon Kaibel
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