Dittenberger, Wilhelm ; Purgold, Karl ; Curtius, Ernst [Editor]; Adler, Friedrich [Editor]
Olympia: die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung (Textband 5): Die Inschriften von Olympia — Berlin, 1896

Page: 641_642
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ΓΝο. 629—630]

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VIII. KÜNSTLERSIGNATUREN.

629. Bronzegefäss in Geltalt eines mit einem
Helm bedeckten Hauptes, von Leake in Pyrgos erwor-
ben, nach seiner wahrscheinlichen Vermutung in Olympia
ausgesunden, jetzt im Museum zu Cambridge. Die In-
schrist auf dem Rande in lehr verwischten Zügen. —
Herausgegeben von Walpole, Travels in various countries
of the east p. 597 No. LXII (danach Boeckh, C.I.G. 31 mit
Add. p. 886. Franz. Elem. epigr. Gr. p. 73. Rose, Inscr.
Gr. vett. p. 20, tab. III, 1). Leake, Travels in the Morea I
p. 47 (C. Daniel in Bezzenberger's Beitr. VI S. 271 Anh.
No. 1. Roehl, I.G.A. 557. F. Blass in Collitz'Sammlung
griech. Dialektinschristen I S. 334 No. 1176. E. S. Roberts,
Introduction to Greek Epigraph)' I p. 254 Note 1). S. die
Bemerkungen von Greenwell, Journal osHellenic studies II
(1881) p.6gS.

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Am Schluss ilt das "Λ durch Korrektur an Stelle eines
anderen Buchstaben, wahrscheinlich eines 9, getreten.
Es scheint, als habe der Graveur eilt von links nach
rechts schreiben wollen. Das Β sür 3 an der vorletzten
Stelle beruht gewiss auf Verleiten. Der Verfertiger kann,
wie Roehl bemerkt, auch 'iuJoc geheissen haben, denn
als Individualnamen verwendete Ethnika lind seit den
a'ltelten Zeiten lehr häufig gewesen. Das « sür ε als
syllabisches Argument deutet auf eleischen Ursprung.
Andere Beispiele (ctSstgev ΐδιψν. aßgayjsv υ'/υ,-η>) führt
Ahrens, de dialectis I p. 229 aus Hesychius an, der aller-
dings den Dialekt nicht nennt.

630. Linker Eckblock des Praxiteles-Ba-
thron (s. zu N0.266). Inv.463. Gefunden am 27.Novem-
ber 1878 über der byzantinischen Oitmauer, 10 Meter vor
der Altis in spä'ter Mauer verbaut. — Nach einem Papier-
abklatsch in vierfacher Verkleinerung Photographien und
danach in Holzschnitt herausgegeben von E.Curtius, Arch.
Zeitung XXXVI (1878) S. 181 No. 220 (danach H. Roehl,
I.G.A. p. 18 N0.41. Imagines ed. 1 p. 56 No. 10. ed.2 p.67
No. 11 P. Cauer, Delectus Inscr. Gr. ed. 2 p. 43 No. 54).

Nach eigenem Abklatsch in'/ssacsimiliertvon E.Loewy, In-
schriften griech. Bildhauer S.24^.30*1 Ε.S.Roberts, In-
troduction to Greek Epigraphy I p. 114 N0.80. W. Prell-
witz in Collitz' Sammlung griech. Dialektinschriften III
S. 124 No. 3270. E. Cougny, Anth, Pal. III, p. 10 No. 67.
E. Hofsmann, Sylloge Epigr. Gr. p. 221 N0.401. Vergl.
auch die zu No. 266 und 631 angesührte Litteratur). —
Photographien nach dem in Berlin befindlichen Gyps-
abguss.

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Unter den Schülern des Polykleitos nennt Plinius N.h.
XXXIV, 50 an zweiter Stelle 11. zu N0.631) einen Asopo-
doros, dann nach mehreren anderen Namen Athanodoros.
Roehl will dieselben Künstler hier wiedererkennen, muss
dann aber, da ein Schüler des Polykleitos unmöglich
mit einem Sohne des Hagelaidas (No. 631) gleichzeitig
gearbeitet haben kann, der Angabe des Plinius über
dieses Schülerverhältnis den Glauben versagen, wozu
Olympia V.

1'onst nicht der geringlte Grund vorliegt. Die ausser-
ordentliche Häufigkeit des Namens Athanodoros la'sst es
schon an lieh ganz unbedenklich erscheinen, den Schüler
des Polyklet von dem Mitarbeiter an dem Anathem des
Praxiteles zu unterscheiden; überdies wird, worauf Loewy
ausmerksam macht, von Paul". X, o, 8 ein Bildhauer
Athenodor genannt, der den Zeitverhältnilsen nach lehr
wohl ein Schüler des Polvklet gewesen sein kann, aber
ein Arkader aus Kleitor war und allo von dem unseren
sicher zu unterscheiden ilt. Für Asopodoros werden wir
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