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Ebers, Georg [Honoree]
Aegyptiaca: Festschrift für Georg Ebers zum 1. März 1897 — Leipzig, 1897

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https://doi.org/10.11588/diglit.7#0016
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6 Bondi, Gegen* κ ¡lige Enltareinflüsse .ter Ägypter und Semiten.

Recht das Prototyp von [IjUÎ bei Teti und ¡tiPLJlk^î l>«
Anastasi {und ebenso den Formen mit ¿Ì) in einem Substantiv *ìjeìd
sehen und das ägyptische "Wort als Entlehnung aus dem Semitischen
ansprechen. Entsprechend den Erfahrungen, die bisher mit den
semitischen Lehnwörtern gemacht wurden (vgl. Müller, 1. c, S. 86).
dürfte die Quelle auch dieser Entlehnung das Kanaanaische sein. Das
Hebräische weist allerdings das Substantiv nicht mehr auf, wohi aber
das Verb ψΏ. Jenes ist durch 11J) ersetzt.

Die Form des Wortes bei Sallier ñ iti Π [_J ^\ ? ist *^tfo« zu
transscribieren, also mit prostbet. S. Damit dürfte ein leichter Vokal-
anstoss angedeutet .sein, etwa emsk. Nach Analogie des Koptischen
(vgl. Πυοττ, s. Steindorff, Kopt. Grammatik, § 19) wäre hier der Vokal
nach dem zweiten Stammbuchstaben zu lesen. Das erlaubt natürlich
keinen Eückschluss auf die Vokalstellung im semitischen Prototyp, da
die Beobachtung lehrt, dass bei Entlehnungen ins Ägyptische der
Vokal häufig umspringt.

In Rücksicht auf diese Schreibung des Wortes erfordert noch
ein anderes Lehnwort kurze Betrachtung, das ganz die gleiche Ge-
stalt aufweist. Anast, 4, 15, 8 erscheint unter einer Reihe von
Fischen in einem Text, der auch sonst semitische Lehnwörter enthält
(z. B. das bekannte nfyr ibid. 7 = *?m „Bach", zu dessen scharfem h.
das assyr. nahlu gut stimmt), fllflplt'ti, ^-Ιδ*-^^. Es liegt
nahe, auch dieses Wort *^tfON zu transscribieren (das l Hesse ja noch
andere Möglichkeiten zu). Dass man einen Nilfisch im n. R, nach dem
Idiom in Ägypten sesshafter semitischer Fischer benannte, ist an sich
nicht ausgeschlossen (vgl. Nun). 11, 5; s. auch Jes. 19, 8). Einen Fisch
dieses Namens weist aber das Semitische nicht auf. Man möchte bei
seiner Bestimmung an eine Beziehung zu K3ßto „Haut'- (auch „Leder-')
denken. Eine Parallele dazu (sachlich suche ich, wie ich ausdrück-
lich hervorhebe, hier nicht zu identificieren) scheint das Aramäische
durch einen Fisch sülbi (sil^J) zu bieten. Nach BB. ist der bei den
1*ώϊί heimische i>p^— *a*jeu• i. e. μαίνις, μαίνη, maena1 (PSm. s. v. **
Duval 1023; μαίνη bei Passow „ein kleiner Meerfisch, der wie der Hering
eingesalzen ward"). Nach dem Talmud ist K3"6j ein geringer Fisch
(Kerith. 6a, Hör. 12a), von dem zwei Arten erwähnt werden, eine in

1 Vgl. Cuvier, Histoire naturelle des poissons. Paris 1830. S. 381 ff.; Bitter,
Erdkunde. IX. and X. Teil (Westasien), S. 997 bezw. S. S02.
 
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