Fliegende Blätter — 68.1878 (Nr. 1693-1718)

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Du wohnscht in meiner Brnscht/
Du guter, holder Geischt,

Der mir zur höchschten Luscht
Den Weg zum Himmel weischt.

Du bischt es, Allerbcscht'!

Die jeder Dichter preischt,

So wie ein sanfter Wcscht
Gern um die Rose kreischt.

Ich Hab' uit Ruh' noch Nascht,

Wenn Du uit bei mir bischt;

Ich wcrd' mir selbst zur Lascht,

Wo uit Dein Wesen ischt.

Vor Deinem Fenschter fescht
Gefroren steh' ich fascht;

Darum laß' ein, Du Bcscht'!

Den halberstarrten Gascht! §. K.

14,615 Gulden.

(Schluß.)

Die Frau fühlte, ihrem Manne zur Last zu sein und ent-
fernte sich betrübt in's andere Ziinmer zu ihren Kindern. Eine
traurige Ahnung beschlich ihr Herz, als stände ihr häusliches
Glück jetzt aus seinem Wendepunkte.

„Und nicht einmal die Kleinen hat er geküßt," sagte sie
traurig zu sich. „Das hat er sonst niemals versäumt, wenn er
nach Hause kam. Welch' heitere Laune hatte er dagegen heute
Morgens — er scherzte noch von einem Mantel und vom Theater."

Gabor überließ sich ungestört seinen Grübeleien; in seinem
> Hirne spukte eine ganze Reihe von Möglichkeiten und Unmöglich-
keiten. In einem Augenblick hielt er sich für einen überaus
biedern Menschen, der sich ans seinem Glücke kein Gewissen
l mache, im nächsten Augenblicke konnte er sich selbst wieder
die bisherige Sänmniß nicht verzeihen.

„Und wenn ich es anmelde, wird mir der Beschädigte
zwei- bis dreihundert Gulden geben? Erbärmlichkeit! Im
Uebrigcn nehme ich kein Almosen an."

Er war ganz die Beute seiner Unschlüssigkeit.

Nachdem sich seine Frau entfernt, hatte er das Geld

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"Schwäbische Serenade"
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Fliegende Blätter
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Universitätsbibliothek Heidelberg
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G 5442-2 Folio RES

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Entstehungsort (GND)
München

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Sammlung Eingang

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Fenster <Motiv>
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Werbungslied
Romantische Liebe <Motiv>
Kälte <Motiv>
Sänger <Motiv>
Karikatur
Akkordeon
Satirische Zeitschrift

Literaturangabe

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Universitätsbibliothek Heidelberg
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Fliegende Blätter, 68.1878, Nr. 1698, S. 41 Universitätsbibliothek Heidelberg
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