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Sechstes Kapitel
Inschriften

Die epigraphische Ausbeute ist bescheiden. Neben einem kurzen, vollständig erhalte-
nen Text (Nr. 4) sind auf den Bauteilen des Tores nur noch die Fragmente dreier weiterer
Inschriften erhalten, Nr. 3 ist hier erstmals publiziert1.

1. Fragment der Bauinschrift
116/117 n. Chr. (?)
Inv.-Nr. HT 23. Gefunden 1904 beim Nymphaeum (Heroon) neben dem Oktogon; 1987
auf dem kleinen Platz südlich des Tores gelagert.
Architrav des Bogengeschosses; s. Katalog L 1. Der Block ist rechts und links gebrochen,
seine Rückseite ist als Stoßfläche ausgebildet. Der Architrav hat drei Faszien, die oberste
trägt die Inschrift. Darüber folgt ein Kopfprofil mit einem Rundstab, einem ionischen
Kyma und einer Leiste.

Erh. L 102 cm, T 65,5 cm, H 36,2 cm, Buchstaben H 6,5 cm.
Skizzenbuch 1193 (Keil).



Ed.: IvE II 329(3). Abb.: u. Taf. 32, Abb. 72.

Taf. 32, Abb. 72

-]vöi Kaic[api-
Trajan oder Hadrian? Die Reihung des Caesarnamens nach Traianus oder Hadrianus
ist zwar selten, aber belegt2.
1 Den Epigraphikern der Ausgrabung Ephesos, Univ.-Prof. Dr. D. Knibbe und Univ.-Doz. Dr. H.
Engelmann bin ich für hilfreiche Diskussion und zahlreiche Hinweise zu großem Dank verpflichtet.
2 Trajan: IvE II 422 (Architrav eines Propylons; s. u. Anm. 4), 421 (Wandarchitrav aus dem Variusbad),
424 (Architrav des Traiansnymphaeums), 509 (Basis einer Statuengruppe, s. Keil, ÖJh 39, 1952, 43f.; A.
Betz, Klio 52, 1970, 28f.; vgl. auch IvE II 517); Hadrian: IvE VII,1, 3271 (gefunden in der Umgebung von
Ephesos, Güzelim Tepe). Die zeitlich noch mögliche Ergänzung auf Domitian scheidet aus, weil der Name nicht
eradiert ist; vgl. IvE II 232-242.
 
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