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Vorwort des Grabungsleiters

Die von Hermann Vetters initiierte Bearbeitung der Glasfunde beider Hanghäuser in Ephesos sah ursprüng-
lich eine typologische Gliederung und Analyse unter Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden Informa-
tionen bezüglich Stratigraphie und Fundumständen vor. Geänderten Bearbeitungsstrategien folgend flössen
die Ergebnisse der Glasforschung für das Hanghaus 2 in die kontextorientierten Publikationen ein, während
jene des Hanghauses 1 nun von B. Czurda-Ruth monographisch vorgelegt werden. Das Material datiert vom
späten Hellenismus bis in das beginnende 7. Jahrhundert n. Chr. und umfaßt somit die gesamte Besiedlungs-
geschichte des Areals. Zwar folgt die Arbeit einer typologischen Anordnung, jedoch wurde auf eine Einbettung
in die Baugeschichte nicht verzichtet, sondern repräsentativ aussagekräftige Fundkomplexe zusammengestellt
und diskutiert. Dem archäologischen Teil sind chemische Analysen angeschlossen, die unter der Leitung von
M. Schreiner von K. Uhlir im Rahmen einer Dissertation am Institut für Wissenschaften und Technologie
in der Kunst, Akademie der bildenden Künste Wien, durchgefiihrt wurden. Sie dienten zum einen einer Her-
kunftsbestimmung gewisser Glasformen, zum anderen einer Charakterisierung der ephesischen Produktion.
Es ist dem Verantwortungsbewußtsein der Autorin zu verdanken, daß sie trotz zahlreicher anderer Verpflich-
tungen dieses Manuskript abgeschlossen und zum Druck gebracht hat. Großer Dank gebührt auch C. Lang-
Auinger und S. Ladstätter für die Zusammenstellung der Fundkomplexe sowie deren zeitliche Einordnung
basierend auf den Keramikfunden. Die dem Druck vorausgehenden Arbeiten erfolgten über das Institut für
Kulturgeschichte der Antike an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Koordinationsarbei-
ten übernahm dankenswerter Weise S. Ladstätter, die Redaktion oblag F. Jaksche. N. Math und N. Gail
zeichnen für den Abbildungsteil verantwortlich.
Es bleibt zu hoffen, daß mit dem vorliegenden Werk eine Basis für weitere Detailstudien auf dem Gebiet der
Glasforschung geschaffen wurde.

Wien, Jänner 2006

Friedrich Krinzinger
 
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