Furtwängler, Adolf
Beschreibung der geschnittenen Steine im Antiquarium — Berlin, 1896

Page: 67
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Durchbohrte Steine.

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1001 (R. 20. Tölken, Metallarb. 209.) Gold.
Kaum kenntliche Inschrift VNIA

Elf

1002 (R. 139.) Silber. S.
) beistehende Abbildung der

Form.

Inschrift IKI (vollständig).

1003 (R. 134-) Silber.
Xanten.

Aus dunklerem Metall eingelegte Wellen-
verzierung; graviert VICI

1004 (R- r42. Tölken, Metallarb. 248.) Silber.
Inschrift III

1005 (R. 13s. Tölken, Metallarb. 247.) Silber.
Inschrift I • O • M

1006 (R. 133.) Silber. Palermo. Samml.
Friedländer.

Inschrift in sehr späten Buchstaben KG R

OH0HNH

KHTANO

TAP7

1007 (R. 137.) Bronze. Samml. Gerhard.

PRIML
VIVAS

IL St

eine versc

hiedener älterer Formen mit Durchbohrun

g-

1008 (S. 4639.) Karneol. Aus Athen erw.
Skarabäoid; die Bildfläche etwas konvex.

Springendes Pferd, das sich losgerissen hat;
vom Kopfe hängt das Leitseil herab. Wol
noch vom Ende des 4. Jahrh.

1009 (w- IV, 332; T. V, 220.) Heller gelb-
brauner Sard mit eingesprengtem gelbem Jaspis.

Skarabäoid; Bildfläche ganz wenig konvex.
Porträtkopf eines Griechen der Alexander-Zeit;
bartloser nicht mehr junger Mann mit kurzem
Haare; Spur von Barthaaren vor dem Ohre.
Stark vortretende Unterstirn; lange gekrümmte
Nase; grosses weit offenes Auge, dessen Pupille
und Iris plastisch angedeutet sind (am inneren
Augenwinkel ist der Stein verletzt); geschwun-
gener Brauenbogen. — Auf der konvexen
Oberseite des Steines ein runder Schild mit
einem flüchtig gearbeiteten Gorgoneion, das
von zwei unter dem Kinn geknoteten Schlangen
umgeben ist und Flügel zeigt (deren einer sehr
tief eingearbeitet ist).

1010 (S. 2640.) Karneol von besonderer
Klarheit und Schönheit. . Aus dem Orient.
(Samml. Petermann).

Skarabäoid. Das Bild befindet sich aber
3-uf der konvexen Oberseite. — Eine einge-
hüllte weibliche Figur sitzt vorgebeugt auf einem
Felsen und fasst mit der R. an die Fussspitze.
Flüchtig.

1011 (Inv. 8082.) Bergkristall. Aus Indien
(aus Rawalpindi) erworben.

Weiterbildung der Form des vorigen Steins;

die Seitenwand fällt weg und die konvexe
und ebene Fläche stossen direkt an einander;
doch ist die Längsdurchbohrung noch beibe-
halten. Bild auf der konvexen Seite, etwas
beschädigt. Athena (Helm, Schild, Lanze) und
ein jugendlicher nackter Gott
(Ares?) oder Held (Helm, ,
Schild, hohe Stiefel, Gewand
über 1. Arm) reichen sich die Rechte (die
Hände nicht erhalten, das Motiv aber sicher);
zwischen ihnen eine dünne Säule mit Kapitell,
auf dem etwas stand (jetzt weggebrochen).
Sehr flüchtig.

1012 (S. 4525.) Karneol. Lakonien.
Skarabäoid ähnlicher Form, doch kreisrund;

Ober- und Unterseite beide flach konvex. —
Löwe, der einen Hirsch zerfleischt. Flüchtig.

1013 (S. 160.) Amethyst. Samml. Uhden.
— Vgl, Stephani, Compte rendu 1866, S. 91
Anm. 2.

Aehnliche Form, doch oval. Auf beiden
Seiten, der oberen und unteren ist dieselbe
Figur wiederholt: knieende Amymone, den
Dreizack in der L., im Begriff mit einer Hydria
in der R. Wasser aus der Quelle zu holen.
Flüchtige Nachahmung eines Werkes strengen
Stiles, aus römischer Zeit.

1014 (S. 4407.) Karneol. Aus Triest erw.,
in Aquileja gefunden.

Aehnliche Form. Auf beiden Seiten ein
Bild mit flüchtigem Strichrand.

a. Silen mit Thyrsos und Mantel streckt

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