Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst [Editor]
Die Graphischen Künste — 15.1892

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(>N NEUEM, Staunenswerthem und Grossem
! den noch Uneingeweihten Kunde geben zu
können, erweckt Empfindungen, die innig
beglückend sind, wie wenige andere. Aus
einer tiefen, ernsten Erregung erwächst unaufhaltsam sich
verstärkend der Drang, sie Anderen mitzutheilen, in gemein-
iamem Verständniss jene Befriedigung zu finden, die einzig
durch das Aufgehen der individuellen Empfindung und
Meinung in eine grosse und allgemeine erreicht werden
kann. Auf mehr Lohn als freundliche Aufmerksamkeit darf
der Bote freilich nicht rechnen. Glauben zu erwecken, ja
Überzeugung zu begründen, wird ihm wohl Herzenssache
sein, um lb stärker und lebhafter, je mehr erfüllt er von der
Bedeutung seiner Botschaft ist, doch sollte er sich bescheiden,
weislich nicht von den Anderen, an die er sich wendet, in
einem Augenblicke zu verlangen, was er selbst in einer
längeren Zeit wachsender Einsicht und Vertiefung in das
Wesen des von ihm Mitzutheilenden, zunehmender Be-
geiferung und Freudigkeit zu voller, lebendiger Kraft ent-
wickelt fühlt. Die freudige Erregtheit gerade, in der er
selbst sich befindet, wird ihm zu oft nur wehren, die Wirkung
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