Hugo Helbing <München> [Editor]
Sammlungen Direktor R. Zahn, Plauen: Versteigerung in der Galerie Helbing in München (Band 1): Antiquitäten: Porzellane, Arbeiten in Glas und Glasgemälde, Arbeiten in Edelmetall, Bronze, Email, Terracotta und Holz, Miniaturen und Farbstiche, Textilien usw. ; Dienstag, den 20. November 1917 — München, 1917

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und Flußgöttin; zwischen ihnen eine weitere Flußgottheit, die erstaunt
zu der sich oben abspielenden Szene aufschauen. Außenseite: Reiche
Grotesken, Lilagrau und Grün auf Schwarz. Schaft und Fuß mit
ornamentalem Muster geschmückt.
Limoges, 16.—17. Jahrhundert.

Höhe 12,5 cm, ob. Durchm. 19,7 cm.

Abbildung Tafel XXVII.

131 Schale. In Sechspaßform mit zwei Volutenhenkeln. Die Wandung
dekoriert in farbiger Emailmalerei mit gelben und blauen Blumen,
grünen Blättern und rotbraunem Rankenwerk auf weißem Grund.
Im Spiegel im Sechseck der jugendliche Johannes, das Lamm auf dem
Arme tragend. Außenseite: Auf schwarzem Grund in reichem Gold-
rankenwerk bunte Vögel und Blumen in Dunkelblau, Grün und Himbeer-
farben. Am Boden auf gleichem Grund: S. Elisabeth R(egina) in
Nonnentracht, in der Rechten Buch mit Krone haltend, von goldenen
Sternen umgeben.

Limoges, 17. Jahrhundert. Höhe 3,4 cm, Breite 15,5 cm.

Email am Henkel abgesprungen.

Abbildung Tafel XXVII.

132 Heiliger Mönch. Auf leicht gewölbter Platte, Hochrechteck mit ab-
geschrägten Ecken. Der schmale Rand mit erhöhten, weiß emaillierten
Ranken auf schwarzem Grund mit Goldranken umrahmt das Bild. Der
Heilige in E/anziskanertracht schaut in Ekstase empor, das Haupt
umstrahlt von der Gloriole, die Linke legt er auf die Brust, die Rechte
faßt den Totenkopf. Felsen mit Strauchwerk als Umgebung. In den
üblichen Emailfarben, teilweise mit Goldhöhung gemalt. Bezeichnet
rechts unten mit dem Monogramm NL, voll auf der Rückseite im
schwarzblauen Kontreemail: N Laudin emailleur pres les iesuistes a
Limoges. — Email auf Kupfer.

Limoges, Arbeit des Nicolas Laudin d. Ä. (1628—1698).

Höhe 21 cm, Breite 19,5 cm.

Am oberen Rand und Mitte des unteren Randes Email ausgesprungen.

Abbildung Tafel XXVII.

133 Der Frühling. Auf felsigem begrüntem Gestein sitzt eine Frauengestalt
mit lachsfarbenem Obergewand und blauem Untergewand. Sie hält
zwischen den Händen eine Blumengirlande und schaut zu einer von
rechts herabschwebenden Amorette mit einem Blumenkorb empor.
An ihrer rechten Seite sitzt eine zweite Amorette mit hellpurpurnem
Überwurf. Wolkenhimmel. Kontreemail blau. Geschweifter Rand
mit Metalleinfassung. Farbige Emailmalerei auf Kupfer.

Augsburg, um 1700. Höhe 21 cm, Breite 18 cm.

Gehört mit den folgenden Nummern zu einer Serie der vier Jahreszeiten.

Abbildung Tafel XXVIII.
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