Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
1317 249

uns dez stunde und zil zu betrahtende zu dem minsten aht dage oder vierzehen
dage, ez enwere denne notdürftig e zu tüne. Und waz wir och machent zu satzünge
und einünge, daz sollen wir och also besniden und besinnen, daz wir ez stete
haben mügenl, und sollent och daz uf unsern eit stete halten, wan man uns dest
5 unwerder hat, daz wir vil gebietent und lützel haltent. Wir sollent och allen unsern
burgern, armen und riehen, zu ir rehte getruwelich beholfen sin, und eb eime
gutem manne dehein übergriffe geschehe, daz im daz gebezsert werde, und wollen
in usrihte geben alle wochen an der mittewochen uf der münzse, und sollent nit
anderz angriffen, ez si denne gar notdürftig unser stat,' so sollen wir aber ez dez

io andern dages dün, ane alle geverde. Wer ez och ein heilig dag, so sollen wir aber
dez andern daz dages tön, daz geloben wir zu tüne uf ein Schilling hellere den zu
gebene, wer zu der andern prime glocken nit da ist, also wir daz vor lange hant
gehalten. Gehütet aber der burgermeister an ein ander stat, dar sollen wir alle
kumen, bi der selben penen. Wenne uns och zu samene gebotten wirt uf den eit

is oder an eit, so sollen wir vürderlich zu samen kümen und bi einander bliben, biz
daz die burgermeister uns urlob gebent. Wer aber daz ieman under uns ernstelich
zu tüne hete, ane geverde, dem mag der burgermeister wol urlob geben. Einre
mag och zu gerihte in sinez selbez sache und zu brüten und zu liehen und zu iar
gezitten1 wol sin, aber so daz geschiht, so sol er zu uns gen in den rat. Wer

20 och siech ist oder geritten ist oder riten wil, ane geverde, dem schadent die gebotte
nit. Wir hant groszen gebresten och under uns, so wir bi einander sin, daz einre
den ander nit reden lat, dar umbe so wollen wir uns also halten, ane geverde,
wenne wir bi einander sitzen. Wil ieman danne der stette ding reden, daz sol man
zu dem ersten verhören, hat da nach ieman anderz iht zu reden, der sol e heischen

25 urlob von dem burgermeister oder ir eime, und sol denne reden, und nieman in
irren, dem sol man och ende geben zu hant mit umbefragende und mit der meisten
mennige. Wir gelobeht och uf unsern eit, daz unser deheinre die wil er ratman ist
und im deme rate ist, kein miete von ieman, er si phaf oder leye, frowe oder man,
iude oder kristen, neme oder ieman von sinen wegen lauz oder heizse nemen gegen

m dem rate und der stat, und da ez ein burger rüret gein eime andern burger, da
mit der stette ding mag gesumet werden oder geirret, ane alle geverde. Wir gelobent
och, daz wir disen brief und alle die satzünge briefe, die wir durch daz iar machent,
und och die briefe, also man den rat sweret alle iar nach iegelicher vronevasten
oder nach iegelicher rechenünge, wenne uns die burgermeister uns heissent gebieten

m uf ein dag, den man uns nennen sol, sollent zu samen kümen uf die münzse oder
war uns die burgermeister gebietent und die briefe uns heissent lesen und die
hörent durch daz, daz wir deste baz gedenkent und wizsent, waz wir gesworn,
gelobet und gesetzet habent. Und sollent die burgermeistere iegelichem der dar
kümet und da blibet funhf Schillinge heller geben, welher aber dar nit enkümet, in

4o irrent denne die vorgenanten sachen, dem git man nitznit, und git er och zu einre
penen fünf Schillinge hellere, und sol niemer in den rat gesitzen uf sin eil, er

1 und zu iar gezitten ist am Sande van späterer Hand beigefügt.
Sp. 32
 
Annotationen