Hübsch, Heinrich
Bauwerke: Text zum ersten und zweiten Heft — Karlsruhe und Baden, 1838

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DIE KATHOLISCHE KIRCHE ZU DÜRRHEIM,

einem auf dem Schwarzwalde nächst Donaueschingen gelegenen Dorfe, ist im Bau begriffen.

Die Umstände gestatteten hier und hei den drei übrigen auf dieser Platte enthaltenen
Kirchen die Ausführung der schichtenweisen Mauerung nicht, so dass sich diese Facaden mit
einem Spritz-Bewurfe begnügen müssen.

Die Gemeinde zu Dürrheim verlangte ausdrücklich eine vergypste Decke, welche ich
dann in der auf der perspectivischen Ansicht des Innern dargestellten Weise projectirte,
so dass die eigentlichen Trag-Balken sichtbar bleiben, und die dazwischen befindlichen
Decken-Felder mit Stuccatur-Arbeit verziert werden.

Wenn man in einer Kirche den Boden der Orgelbühne zu niedrig anbringt, so wird
der darunter befindliche Vorplatz gewöhnlich zu gedrückt. Wenn man dagegen diesen
Boden zu hoch anbringt, so durchschneidet er die vordersten Seiten-Fenster, welche
hier — wenn auch nicht geradezu unentbehrlich — doch selten wegbleiben können, ohne
die Harmonie der Seiten-Facade zu zerstören. Ich versuchte daher diese Schwierigkeit
bei vorliegender Aufgabe in der Weise zu beseitigen, dass ich die in den Seiten befind-
lichen Enden der (bis zum vordersten Pfeiler reichenden) Orgel-Bühne etwas tiefer legte,
als den in dem Mittelschiff befindlichen grössern Theil derselben. Ich inuss hier bemerken:
dass die beiden kleinen im Mittel-Schiff befindlichen Pfeiler, welche, eine kleine Quer-
Bogen-Stellung bildend, den Boden der Bühne tragen, aus Versehen nicht eingezeichnet
wurden.

Den Entwurf zur

KIRCHE FÜR DIE KATHOLISCHE GEMEINDE ZU ROTHWEIL,

einem ohnweit Freiburg gelegenen Flecken, arbeitete ich schon im Jahr 1829 aus.
Indess fanden hei der erst in den letztern Jahren erfolgten Ausführung dieser Kirche
viele Abweichungen statt.

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