Kladderadatsch: Humoristisch-satirisches Wochenblatt — 27.1874

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Berlin, den 1. März 1874.

XXVII. Jahrgang.

Lffnssischer

Montag, den 2. März. Simpiieius.
Gcuß, H-it’g-r, deines Zorns Gesgß,

Jetzt über de» deutschen Vischos Ratz! -
So sicht z» dir, Simpiieius,

Dienstag, den 3. März. Kunigunde.
Will er einst gehn zum Himmel ein,

Srerr’ ein die elstausend Juugfraulein,
Aus daß er droben im himmlischen Ban
Nicht eine der heii’gen Jungsein schau’!

Mittwoch, den 4. März. Casimir.
Berschleuß, du Heil’ger der Polak ei.
lind wende alle Gnaden du

NsochenKalonder.

Donnerstag, den 5. März. I'iiodericl
Weh! Raß bat unterworsen sich
Dem Staat des .großen' Jriedcrich!

Noch größer als tcr .Große" bist!
Freitag, den 6. März. I'erpotua.
Mit immerwährend großem Leid
Straf du den Sünder in Ewigkeit,

Aus daß dich preisen die Schäscli,

Sonnabend, den 7. März. Thomas

Du heiliger „Vater der Moral,"

Schau R a b und all’ die Sünder zumal!
?tm' aus die Augen, zerschmettrc sie;

Denn morgcii haben wir 0 c n 1 i.

Kladderadatsch.

jjnnuirtnnrQ=faflrifcljcs Wodjmöfoft.

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Bts Km Teutslb in „fmuiftr Sjiratfir"
Zeclainirte feine Srfimerjm,

Kliebeu ungmifirf (fer (feufftfieu
iicirfisOarfiatfii starre Kerze».

Kmt nii Steffen, wo iler Gute
Kelbt iiarfi Jlraffcii lainenlirte,

Kam es, ilaß, anstatt iler Kerzen,

Kur itas Zweilbfett reagirke.

Einer nur von Uffeit sübrte
Zu ©emütfi fitfi ilie Cuerele:

Er, lter mit ifes Greises flnttif;

Eint (fcs Kiiutes reine Seife.

Sefif, iii Eniatils trüben Zügen
3ucfit empor ein lieffes Keuditen,
IWiteiut beiße Kübrungszäbren
Wangeil ibm »ml Weste feuififeu!

ilmt er fflufdif gespilzlen Obres:
„Kliff ein Trugbitit midi belbören?
<Ki lten Worten (tiefes Elften
Glaub' itfi fast midi selbst zu bören!

Kiese Klagen unit Proteste,

Sinlt es nilbt itieselben Kiuge,

Nie ilb nun slbon sieben ^abre
Stanlfbast bier zu Warbte bringe?

Nullt' es, Eitler, ilaß ilb Knut er
Nilb zu neunen initfi erifreiffe;

Nu bist Kein von meinem Keine,

Nu bist Geist von meinem Geiste!

Saiutte ltoib Mimmfi's Katbslbtuß
Kfeilbes Kerzeleill uns Keilten!

Ner nur, lten man anneetirte,
Wag ermessen, was wir teilten!

Niete weibevolte Sfuntfe
Sei mir immeritar gesegnet,

Wo ilb unter aff’ lten Kurven
Einer Frenintesbrust begegnet!" —

Als ifer Franzmann lfeutslben Kamms
Wit item Slbriststülb war zu Einte,
Nrülbke ibiil iler fromme Keinricb
Unnig ltie erregten Kämte.

Nurdi iter Polen ltnnbte Wenge
Siebt er fort ibn zu iler Tbüre,

Naß vor liberate» Augen
Er sein Kerz nilbt prosanire.

Nraußen stiul ltie beilten Dutiler
fl» ltie Arme stlb gesunben,

Kabeil am Kuffet mit Tbränen
Krülterslbast — in Willb getrunben.

Atnddeiadallch.
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