Kladderadatsch: Humoristisch-satirisches Wochenblatt — 47.1894

Page: 175
DOI issue: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1894/0175
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
fiedin, den 6. Mai 1894.

Ar. 18.

XLVII. Jahrgang.

iSoSmhSmia.

Montag, brn 7. Mai.

Dir ZianrTfanbc gebt durchs Saab:
Herr Miguel ist neroös.

Srwailci stuv di- S-is'o- Hand:

Di- büche scheint Ich- böi,

Z»!rnkag, den 8. Mai.
bekümmert fragt da j-d-rruauu:

So treibt das btaalkichiff hin?

Das Miguel nicht »ehr steuern kann

Mittwoch, bcn S. Mai.

O wch d-S rrichlicheu Gewinnst
Seufzt trüben LngestchtS
Der Jobber und bauet Zin, auf Zink.
Und Miguel nimm! ihr» nichts

lllokkenkasencker.

Doaarrgag, den 1«. Mai.

War fchiert »ich Reich und Larferurunb
Cingt Bruder Erndio; #

Venu uubest-u-rt bleibt der Trunk.

Nie wcrd' ich wieder froh.

Freitag, den It. Mai.

O xfni! Wie di- Sigarrr ich»-«.

Tie nun f- billig bleibt.

Ser weis, sak in den, Sein- steckt.

Ten «an sosbillig kneipt 1

Sonuakrub, bcn 12. Mai.

Ta aus de« S-we- Höhle »an
Doch denrlich töul das Wort:

Serfpcist er schon poei Lämmer hat.

Tee veffrnug schreitet fort.

Kladderadatsch.

Kumorißislli-saimsljies iDorftenßfaff.

Dieses Blatt erscheint täglich mit Ausnahme der Wochentage.
Mao abouuirl bei dcu Postaostaltcu des Jo- und AoslaodeS,
sowie io deo Bochhaodloogcil.

Der vierteljährliche Aboooemeots-Preis auf dieses Blatt mit
sämmtlicheo Bcllageu beträgt für Jo- ood Aoslaod 2 M. 25 Pf.
ohne Porto. Eiozeloe Rommer 20 Pf.

enaht ist, unter dessen Küßen
Die cfirbe lieblich grünt und klüht.
Wie kann ich kesser wohl begrüßen
Jen Was als durch ein hohes Lied?
Waldmeister schwimmt, der dnstigcholde,
In Weines Wellen, kühl und klar.

Ich füss das Klas mit lanterm Holde
Wnd dir, o Ireiheit, bring ichs dar.

Wer da bestrebt, sich wohl zu betten,
Sieht eifrig nach dem Wlah sich UNI,

Wo Kunst, vertheilend goldne Ketten,
Kefügig macht und stil und stumm.

Wir reden frei weg von der Leber,

Wicht Wo» noch Wücksicht ficht UNS an.
Lin Wereat dem hohlen Streber!

Lin Koch dem festen deutschen Wann!

Hb sie auch gern uns sangen möchten
Wnd binden uns, die frommen Kerrn,
Wir taugen nicht zu ihren Knechten
Wnd bleiben ihrer Weisheit fem.

Won ihren Achen, ihren Schlingen
Lrhalten wir die Seele frei.

Lin Wereat den Finsterlingen!

Lin Wereat der Keuchelei!

Frei fühl ich mich vom Jruck der Jesses
Jen o so mancher seuszend spürt.

In meinem Wappen steht die Wesses
Iie straflos keine Kand berührt.

Jer Wacht zu schmeicheln, lass ich andern,
Wnd sich zu beugen der Wartei.

So. wist den Weg ich weiter wandern,

Jen ich erwähls furchtlos und frei.

Kladderadatsch,
loading ...