Meinert, Friedrich
Die schöne Landbaukunst oder neue Ideen und Vorschriften zu Landgebäuden, Landhäusern und Oekonomie-Gebäuden ... in Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten: dargestellt durch Kupfertafeln von einigen der besten Baumeister und Conducteure in Sachsen (Band 1, Abtheilung 2) — Leipzig, 1798

Page: 46
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/meinert1898bd1_2/0018
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
46

XVII.

Ein kleines Landgebäude.

Dieses kleine Landgebäude hat aufser den meist in der Erde liegenden
Kellern eine Etage oder ein sogenanntes Parterre mit einem auf des Ge-
bäudes Mitte darüber befindlichen halben Stockwerke oder einer Art von
Attique.

Die Zeichnungen enthalten den Grund - und Aufrifs.

Der Grundrifs zeigt in A ein kleines Vorsälchen, welches rechter
Hand mit einem Ofen versehen ist. Zur Linken, der Ofennische entge-
gengesetzt, ist ein Kamin zur Heitzung des Zimmers B angebracht.

C ist ein Schlaf kabinet mit einer an der einen schmalen Seite be-
findlichen Nische, in welcher die Bettstelle stehet. -

Aus diesem Kabinette, welches durch Thüren mit den Zimmern B
und D konnektirt, kommt man durch eine Glasthüre, der Nische entge-
gengesetzt, in den Garten. Auch ist diese Glasthüre zugleich das Mittel?
dem Kabinette Licht zu geben, weil es an seinen übrigen Seiten verbauet
ist; im Sommer dient es zu einer Gartenstube.

D ist ein Wohnzimmer und E ein Gang, durch welchen man eben-
falls durch eine Glasthüre in den Garten kommt.

F ist das allgemeine Wohnzimmer. Die Küche G, worin die
Einheitzung ins Wohnzimmer F, und der Heerd liegt, hat auch eine Glas-
thüre, durch welche das Gesinde FIolz, Wasser und andere Bedürfnisse
an, und andere Dinge wegschaffen kann. Diese Thüre führt entweder auf
einen wenig benutzten Ort des Gartens, oder auf eine Art von Hof.

H ist die Bedientenstube; I die Treppe, welche in das halbe
Stockwerk oder auf die Attique führt. Beleuchtung der Treppe verschaff
loading ...