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RELIGION UND MYTHOLOGIE
I. NACHLEBEN ANTIKER KULTE
Vgl. Folklore, Abteilung ,,Riten, Kulte und Feste" (Nr. 64—83).

84 WEBER, LEO, Svantevit und sein Heilig-
tum. In: Arch. Religwiss. 29, S. 70—78,
207—208.
W. sucht, den Ausführungen Noacks fol-
gend, einen Zusammenhang zwischen der
Bauweise des slawischen Heiligtums auf
Rügen und der des Mysterientempels von
Eleusis nachzuweisen. F. P.
Mysterienkulte siehe Nr. 544—.549.
85 CUMONT, FRANZ, L'archeveche de Pe-
dachtoe et le sacrifice du faon. In: By-
zantion 6, S. 521—533.

Fortleben antiker Opferbräuche im
armenischen Christentum; der Prophet
Elias an Stelle des Zeus Stratios. R. S.
DE BRUYNE, O. S. B. D., Un texte de 86
S. Augustin sur le culte de Cybele. In:
Theol. Rev. 30, Sp. 227—228.
De Bruyne geht auf Dölgers Ansicht
ein, daß Augustin im Tractatus VII in
Evangelium Johannis n. 6 ein Fest der
Kybele beschreibt. Er zeigt an Hand dieses
Textes, daß das Fest z. Z. Augustins schon
so weit christianisiert war, daß es dem
Christentum nicht mehr gefährlich werden
konnte. H. S.

II. NACHLEBEN ANTIKER MYTHEN

1. Mythographische Traktate
und Bildbeschreibungen
87 FREY-SALLMANN, ALMA, Aus dem
Nachleben antiker Göttergestalten. Die
antiken Gottheiten in der Bildbeschrei-
bung d. Mittelalters u. d. ital. Früh-
renaissance. Leipzig: Dieterich. XVI,
184 S. Das Erbe der Alten. 2, 19.
Eine Geschichte der Ekphrasis von
Homer bis zum Ausgang des Quattrocento
(Sannazaro). Es wird nachgewiesen (S. 138),
„daß die Ekphrasis, weil sie eine Brücke
für die alten Götter und den antiken Geist
vom Mittelalter in die Renaissance hinein
bedeutet, in höchstem Maße auf die bil-
dende Kunst eingewirkt hat". Dabei wer-
den den Beschreibungen im Laufe der Ent-
wicklung verschiedene Inhalte entlehnt:
in der frühchristlichen Kunst einzelne
Göttertypen „als Symbole oder auch nur
als Ornament", im 12. und 13. Jahrh. vor-
nehmlich die Typen der Planetengötter und

erst seit Petrarcas Zeit die Kenntnis „der
freien Entfaltung antiker Götterherrlich-
keit". Die Schicksale einzelner Bildtypen
(Grazien, Trionfi) werden geschildert, die
Priorität der Beschreibung gegenüber dem
Bild festgestellt, die methodisch wichtige
Frage nach der „Eigenentwicklung“ der
Ekphrasis dagegen wird nur gestreift.
E. K.
MOORE, JOHN RICHARD, Literary Pa- 88
ganism in the Poetry of France and Eng-
land from Hildebert of Tours to Chaucer.
In: Harvard Univ. Summ, of Theses,
S. 235—239.
„Literary Paganism may be defined as
an author’s adopting a pagan point of
view in his work for literary purposes. After
he has assumed this attitude, his work
shows a seeming reverence for pagan gods
and religious rites.“ Diese Problemstellung
verspricht viel für die Durchführung, deren
Wert sich allerdings nach einem Abriß von
 
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