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ein junger Krieger mit zugespitztem Helm und braunen Schnürstiefeln, auf die Lanze gestützt, und
trägt auf dem Finger einen kleinen Vogel, während ihm gegenüber ein Jüngling mit einem rothen
Mantel, seine Hand hinhaltend, des Vogels Stimme und Bewegung beobachtet.

2. Todtenopfer. Bei einer mit blauen Binden umschlungenen, braun und roth bemalten, Giebel-
Stele sieht man zwei Frauen zusammentreffen, von denen die eine in weiten blauen Mantel gehüllt,
die andere mit einem gelb verzierten kurzen purpurfarbenen Kleide angethan ist, und diese bringt
in ihren Händen Tauben, als der Pherephatta geweihte Thiere. Farbe und Zeichnung beider Gemälde
hat an manchen Stellen viel gelitten.

Taf. XLYII.

Gemälde eines ganz ähnlichen Lekythos aus Athen.

Der bärtige Hermes mit Flügelhelm, hochgelbem Mantel und Stiefeln geleitet die in einen
Purpurmantel gehüllte Persephone zu ihrem Gemahl in die Unterwelt zurück und nöthigt sie, in des
mit Pelzmütze und kurzer brauner Tunica bekleideten heranfahrenden Charon Nachen zu steigen,
an weichem die Prora wie ein Fischkopf gestaltet und mit einem Auge bezeichnet ist. Die Farben
sind schwach erhalten.

Taf. XLYIII.

Gemälde von einem andern ähnlichen Lekythos aus Athen.

Charon, die purpurrothe Schiifermütze und einen grauen Chiton tragend, landet mit einem gelb
und violett bemalten Nachen, das Ruder anstemmend, um die Schatten eines in Purpurmantel gehüll-
ten Mannes und einer mit gelbem Chiton und scharlachnem Obergewand bekleideten Frau überzu-
fahren, indefs neben ihnen drei Seelen, welche in Farbe und Gestalt als geflügelte Luftgenien er-
scheinen, von der Ueberfahrt zurückgewiesen, umherschwirren. Die Farben dieses Gemäldes sind
ziemlich wohl erhalten.

Gefäfse mit polychromen Bildwerken.

Taf. XLIX.

1. Eine kleine Oenochoe aus Athen mit der Vorstellung einer bemalten, mit Weintrauben und
Epheu-Blättern und Blüthen geschmückten, Grotte, in welcher ein von rother Mitra und Epheukranz
umwundener nackter bacchischer Genius sich gelagert hat und im Begriff ist, aus einer Oenochoe
eine Libation zu giefsen.

2. Profilansicht des Gefäfses.

3. Eine athenische Vase in Gestalt einer waschenden Mohrin.

Taf. L.

Drei Oenochoen aus Athen, von denen der Farbenanstrich fast ganz verlöscht ist, mit folgen-
den plastischen Vorstellungen:

1. Entführung der Europa durch den als Stier verwandelten Zeus, wobei der vom Winde
aufgewehte Mantel der Jungfrau bogenförmig die Gruppe umschliefst. Im Besitz des Herrn Burgon.

2. Palämon oder Portumnus, Hafengott, der Meeresgenius in Jünglingsgestalt, mit grofsen auf-
geschlagenen Flügeln, sitzt seitwärts auf einem Delphin, dem Zeichen glücklicher Fahrt über empör-
 
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