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Verlag von Gustav Fisclier in Jena.

Opl-, -jY'i Äl p J., Dr. phil., Privatdocent a. d, XJuiv. Greifswald, Die sozial-
k3ul-J.liUxc, d( ini0lii’iitisclien Gewerkseliaften in Deutschland seit dem
Erlasse des Soeialistengesetzes. Erster vorbereitender Tei 1. 1896:

Preis;: 4 Mark 50 Pf. . • _

Der zweite Teil befindet sich unter der Presse.

Litterarische Beilage der Deutschen Evangel. Kirchenzeitung Nr. 12, 1896.

Wir haben liier den Anfang einer Arbeit vor uns, die einen selir wert-
'vollcn Beitrrg zur Kenntnis der sozialen Bewegung zu bringen verspricht. Wer
die Bestrebungen der arbeitenden Klassen in den letzten Jahrzehnten verfolgt,
der weiss, wie neben der politischen Agitation der Sozialdemokratie die Gcwerk-
schaftssache nebenher geht und, obwokl oft zu Zwecken der Umstiirzenden bc-
nutzt oder mit ilinen verbunden, doeh auc'h vielfach ein eigenes Leben führt,
das sozialpolitisch gesund ist. Es ist schwierig, diese Bewegung richtig zu
wiirdigen; wir finden deshalb auch cin erklärliches Schwanken sowohl in der
öffentlichen Beurteilung wie in der Behandlung derselben seitens der Itegierung
und der Gerichte. In diesem einleitenden Band empfangen wir nun zum
ersten Mal einc eingehende und mit Dokumenten belegtö Vörgeschichte. Die-
selbe enthält die erste Entwickelung der Gewerkschäftsbewegung vom Ende der
60er Jahre bis' zur Wirkung des Sozialistengesetzes, das Wiederaufleben der
Bewegung während dieser Gesetze, und nach denselben die Bechtsprechung
in dieser Angelegenheit. Es leuchtet ein, wio sehr geräde die Christlich-Sozialen
mit ihrer Betonung der FächgenosSenschaften an Forschungen dieser Art
intereSsiert sind.

Der ßeichsbote Nr. 271, 1896:

Der Verfasser bietet hier einc ungemein fleissige und sorgfältige Unter-
suchung und Darstellung der Entwickelung der Gewerkschaften, welche bekannthch
die thatsächliche Grundlage der Sozialdemokratie und ihrer Organisation, bilden.,
Wer sich über diese bedCutungsvolle Entwickelung unterrichten will, der darf
dieses Work nicht unbeachtet lassen; deshalb ist auch das Buch für dic Reg'ierung
und die Parlamente f'iir die Beurteifung der Berufsorgamsation von grossem Wert.

Vorster,;

Julius, Die Grossindustrie, eine der Grnndlagen nationaler
Sozialpolitik. Ein Vortrag, gehalteü in der sozialwissenschaft-
lichen Studentenvereinigung in Hallo a. S. Zweite umgearbeitete Auf-
lage. 1896. Preis: 60 Pf.

Stalil und Eisen, Düsseldorf 1896, Nr. 11:

IJer als Schriftsteller durch sein Buch iiber den „Sozinlismus def gebil-
deten Stände“ bestens bekannte Verfasser hat in dem obigen Vortrag einen
ausserordentlich schätzenswertcn Beitrag zur Sozialpolitik gcliefert. Er hat im
Gegensatz zu manchcn Theoretikern, die auf diesem Gcbiete tnit der hoch-
tönendcn Phrase dominiren, Stift und Kechenpnpier zur ITand genommen und
ai,f Grund zuverlässigsten Materials deu Nachwcis geliefert, welchcn be-
deutsamen Faktor für das Volkswolil in unserem Vaterlande dic Grossindustrie
bildet und wie traurig es um weite Schichten des Volkes bestellt sein würde,
wenn wir dicselbe nicht hätten . . . Wir empfehlen die Lektiire dieses Vortrags,
der die Phrase bekämpft und sieh selbst in gliickiichstcr Weise von ihr freihält,
aus Ueberzeugung dcn weitesten Kreisen. Dr. W. Beiimer.
 
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