Wiegand, Theodor
Siebenter vorläufiger Bericht über die von den Königlichen Museen in Milet und Didyma unternommenen Ausgrabungen — Berlin, 1911

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Siebenter vorläufiger Bericht über Ausgrabungen in Milet und Didyma. 25

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und Vögel dargestellt, die an den
Früchten der Girlanden picken.
Fragmente des Giebeldaches zei-
gen reiche Eckakroterien. Nach
dem Ausgrabungsbefunde besteht
kein Zweifel, daß der Sarkophag
auf dem altarförmigen Unterbau
geruht hat. Es war also der Heros
selbst, dessen sterbliche Reste auf
dem Opfertisch seines Temenos
niedergelegt wurden, gemäß den
für den Osten der antiken Welt
so besonders typischen Inschriften
mit dem Beginn: ö bcomöc kai h en
aytö copöc kta. und dem nach-
folgenden Namen des heroisierten
Besitzers (vgl. ähnlich Ditten-
berger, Or.GIS.526); hier haben
wir dafür ein besonders monu-
mentales Beispiel. Da keinerlei
Inschrift gefunden wurde, kennen
wir den Inhaber des Heroon nicht.

VIII. Das Stadion.

Bisher war vom Stadion nur
die etwa 73 m breite östliche
Schmalseite ausgegraben worden.
Die Parodoswand war jederseits
mit 21,93 m Breite ermittelt, und
im Zwischenraum hatte sich ein
16 säuliger, spätrömischer Ein-
gangportikus von 22,75 m Breite
gefunden. Die Achsweiten seiner
korinthischen Säulen betragen
2,88 m; nur die mittlere Achs-

Phil.-hist. Klasse. 1911. Anhang. Abh. I.



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