Winkelmann, Eduard [Editor]
Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg (Band 2): Regesten — Heidelberg, 1886

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320 MAXIMILIAN IOSEPH.

fonds überlastet sei. Sie bittet deshalb um anderweitige ausserordentliche Unter-
stützung. Orig.: München, R.-A., Churpf. geh. rath, univ. Heid. nr. 257. — Es liegt
eine nacbweisung der rückständigen besoldungen bei, nämlich in baar nov. 1798:
2993 fl. 45 kr., febr. 1799: 3832 fi. 15 kr.; körn für 22. febr. 1798—99: 331
malter |== 1986 fl.], wein für 22. febr. 1796-99: 48 fuder 4 ohm f= c. 7200 fl.],
wein der subalternen 1796 — 99: 9 fuder 5 ohm [= c. 1350 fl.], zusammen also
c. 17 500 fl. Nach einer andern aufstellung waren die rückstände in baar und natu-
ralien bis zum 22. Aug. 1799 auf 22957 fl. gewachsen. 2512

lliärz 21. General Bernadotte, Oberbefehlshaber der observationsarmee, «membre
honoraire de l'universite de Giessen», ertheilt der Heidelberger univ. einen schutzbrief.
Abschr.: Ann. GVI, 97. — Senat ordnet den rektor geh. rath Mai nach Mannheim
in das hauptquartier ab, um Bernadotte «für die grossmüthige und sehr beruhigende
Schutzversicherung und besondere achtung für die Wissenschaften und künste zu
danken, welche für die univ. um so mehr werth hätte, als er selbe aus eigener
bewegung ertheilt habe». 2513

märz 24. Univ. wird beauftragt, das professorengehalt des bei dem geistlichen
ministerialdepartement mit 3000 fl. vom 1. april als geh. referendär angestellten
[Georg Friedr.] von Zentner von diesem tage an zu sisi,;ren. Cod. Heid. 386, 6
(käst. 116) B; Ann. CVI, 103. — Z. wurde iuli 2. zum wirkl. geh. referendär im

departement der auswärtigen angelegenheiten ernannt. Ibid. sub A; Ann. f. 220.

2514
mäl'Z 25. Univ. bittet sehr schmeichlerisch den general Bernadotte um ver-
schonung mit einquartirung. Konzept von Mai: cod. Heid. 386, 17 (käst. 128) F.
[Vgl. Ann. CVI, 160]. — Sowohl durch den in Heid. stehenden brigadegeneral als
auch in einem eigenhändigen briefe 1. germ. l'an VII. (orig. ibid.) gab Bernadotte
wohlwollende Zusicherungen. Die univ. Hess darüber eine notiz in die Mannh. zeitg.
1799 märz 26. einrücken und schickte an B. eine deputation. 2515

april 7. Zentner schreibt aus München dem rektor Koch u. a.: «Die ange-
legenheiten der univ. werde ich gewiss mit besonderer theilnabme besorgen, soweit
die iezige läge und übrigen Verhältnisse es erlauben, indessen hoffe ich doch dem
senat nächstens bei meinem abschiede etwas tröstliches melden zu können.» Orig.:
cod. Heid. 386, 1 (käst. 101) O. 2516

april 10. Zentner spricht dem univ.-kollegium seinen dank für die beglück-
wünschung zu seiner ernennung und für die 20 iuhre lang bewiesene freundschaft
aus; er wünscht mit demselben auch ferner «zu dem nämlichen edeln zwecke zu
arbeiten» und beweise der aufrichtigen freundschaft geben zu können. Orig.: cod.
Heid. 385, 15 (käst. 35) F. Weiter auch das ko'nzept des glückwunsches vom
4. april. — Zentner hat die Zusicherung reichlichst erfüllt. 2517

april 20. Kurf. hebt das reskript vom 12. febr. auf; um aber den drin-
gendsten bedürfnissen der univ. abzuhelfen, wird die aufnähme von 14000 fl. auf
den ehemaligen Lazaristenfonds und die Verwendung derselben namentlich zur Be-
zahlung der rückständigen besoldungen angeordnet. Orig.: Karlsruhe, G. L- A.>
univ. Heid. nr. 237; konzept: München, R.-A., Churpf. geh. rath, univ. Heid. nr. 2o7;
ausfertigung an die oberkuratel mai 4. und von dieser mai 16. an die univ.: cod.
Heid. 386, 18 (käst. 130) D; Karlsruhe nr. 409; abschr.: Ann. CVI, 169. — Der erlass
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