Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1916

Zusammengesetzte Handschrift

Papier · 1, 591, 1 Bll. · 32,2–33,4 × 19–21,5 cm · Heidelberg / Augsburg · kurz nach 1617 / 1594 / 1575 / nach 1580 / wohl Ende der 1550er oder Anfang der 1560er Jahre / wohl um 1560


Schlagwörter (GND)
Bibliothekskatalog.
Typus (Überlieferungsform)
Codex.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
1, 591, 1 Bll.
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
Hs. besteht aus sieben Faszikeln (I. Bl. 2–330; II. Bl. 331–408; III. Bl. 409–418; IV. Bl. 419–528; V. Bl. 529–552; VI. Bl. 553–568; VII. Bl. 569–590). (I-1)1a + … + (I-1)591*. Vorderer Spiegel Gegenbl. von 1a, hinterer Spiegel Gegenbl. von 591*.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
Gestempelte Blattzählung (1–590) unten rechts aus römischer Zeit. Bei der Beschreibung wird die Zählung des Digitalisats übernommen.
Zustand
Hinterspiegel durch Risse stark beschädigt. Loch in Bl. 1a, Bll. 590 und 591* durch Risse an der Bindung beschädigt. Papier teilweise bräunlich verfärbt, besonders die ersten und letzten Blätter der einzelnen Faszikel, außerdem an den Rändern stellenweise dünn, porös oder rissig, manchmal kleinere Löcher. Schrift leicht durchs Papier durchscheinend.


Einband
Römischer Einband des 18. (?) Jhs.: helles Pergament über Pappe, durchgezogene Bünde aus hellem Leder; auf Rücken aktuelle Signatur in brauner Tinte sowie sehr verblasst in Blei: Catalogi.
Provenienz
Augsburg / Heidelberg.
Geschichte der Handschrift
Die Kataloge unterschiedlicher Herkunft und Entstehungszeit wurden vermutlich erst in Rom zusammengebunden.

Faksimile
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_lat_1916
Literatur
Umberto Cassuto, I manoscritti palatini ebraici della Bibliotheca Apostolica Vaticana e la loro storia, Città del Vaticano 1935, S. 7–9, S. 98–103; Christ, Handschriften, S. 13, Anm. 1; Karl Christ, Zur Geschichte der griechischen Handschriften der Palatina, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 36 (1919), S. 8f. mit Anm. 1, S. 14–17; Lehmann, Fuggerbibliotheken 1, S. 96-100, S. 102f., S. 116, S. 122, S. 140–145; Lehmann, Fuggerbibliotheken 2, S. 454f.; Karl Schottenloher, Pfalzgraf Ottheinrich und das Buch. Ein Beitrag zur Geschichte der evangelischen Publizistik. Mit Anhang: Das Reformationsschrifttum in der Palatina (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 50/51), Münster 1927, Nr. 50, S. 123f.; Stevenson, Graeci, S. XXXf.
Verzeichnis der im Katalogisierungsprojekt abgekürzt zitierten Literatur

Faszikel I (Bl. 2–330)

Sachtitel / Inhalt
Katalog der Bibliotheca Palatina.
Entstehungsort
Heidelberg.
Entstehungszeit
kurz nach 1617.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
329 Bll.
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(XXVI+III)57 (mit Bl. 2a) + XXV107 + (XX+1)148 + 7 III190 + IV198 + 7 III240 + II244 + IV252 + 13 III330.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
Zusätzlich zur gestempelten Blattzählung ist auf den Bll. 165–329 auf der Versoseite jeweils die Blattzahl des folgenden Blattes vermerkt, allerdings nicht durchgehend.
Wasserzeichen
Bl. 2-148 zwei Varianten ganze Figur eines freistehenden Löwen mit Reichsapfel, laut WZIS vergleichbar mit Wz., die 1610/1611 in Heidelberg Verwendung fanden WZIS DE8085-PO-85337. Bl. 150-243, 280-318, 325-328 zwei Varianten eines heraldischen Adlers mit Buchstaben HB im Herzschild und Nimbus, laut WZIS ähnlich Wz., die 1616 im Wimpfen Verwendung fanden WZIS DE4215-PO-30761. Bl. 246-276, 319-322 zwei Varianten eines heraldischen Adlers mit Buchstaben HB im Herzschild und Krone, laut WZIS vergleichbar mit Wz., die 1613 in Heidelberg WZIS DE4215-PO-162271 bzw. 1618 in Heilbronn WZIS DE4215-PO-162272 Verwendung fanden.

Schriftraum
2–28 × 11,5–16,5 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
variierend zwischen 6 und 36 Zeilen.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Zwei Schreiber. Von der Haupthand stammen auch die Nachträge; von der zweiten Hand, bei der es sich möglicherweise um Jan Gruter handelt, stammt nur ein Teil der Seitentitel, etwa 8r, 24r. Einzelne Wörter griechisch geschrieben.
Buchgestaltung
Innerhalb des Katalogs Seiten- und Zwischentitel mit Ordnungskriterien. In der Regel nur jede zweite Seite beschrieben, am Beginn des Katalogs die Rectoseiten, ab Bl. 150 die Versoseiten. Anfangs auf einigen Versoseiten Nachträge von der gleichen Hand. Auf 23r einige Wörter rot hinterlegt, 29r Korrektur mit rotem Stift, 66r und 67r neben einigen Titeln Lettern und Symbole in Rot. Schwarze Tinte.

Nachträge und Benutzungsspuren
Auf einigen leeren Seiten Nachträge von der gleichen Hand. Sehr wenige Korrekturen oder Ergänzungen in Rot.

Provenienz
Heidelberg.

1) 2r–330v Digitalisat

Beteiligte Personen
Jan Gruter (?) (GND-Nr.: 115672060).
Titel
Katalog der Bibliotheca Palatina.
Angaben zum Text
Verzeichnis von Büchern der Bibliotheca Palatina nach 1617. Die Werke sind grob nach Fachbereichen, teilweise auch Sprache oder Entstehungskontext geordnet, innerhalb dessen wurden sie meist alphabetisch verzeichnet. Neben Autor und/oder Kurztitel ist in der Regel auch Format, Druckort und –jahr (bis 1617), die Anzahl der Exemplare und ob das Buch gebunden ist oder nicht, teilweise auch Sprache und Anzahl der Bände angegeben, seltener Bemerkungen zum Zustand. Viele der verzeichneten Schriften sind mehrfach vorhanden, meist in zwei bis fünf, vereinzelt auch bis zu 280 Exemplaren. Verzeichnet sind neben lateinischen und deutschen auch griechische, hebräische, arabische, syrische, chaldäische, spanische, französische, italienische und englische Werke. Mehrere Bücher sind zwei- oder mehrsprachig.
1ar–1r leer (außer 1ar in Blei: Pal, 1r aktuelle Signatur) - 1v Notiz aus römischer Zeit mit älterer gestrichener und aktueller Signatur sowie kurzer Inhaltsbeschreibung.
Rubrik
2r ›Sacra‹.

Faszikel II (Bl. 331–408)

Sachtitel / Inhalt
Katalog der 1594 von Friedrich IV. aus der Schlossbibliothek der Bibliotheca Palatina in der Heiliggeistkirche übergebenen Bücher.
Entstehungsort
Heidelberg.
Entstehungszeit
1594.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
78 Bll.
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
6 VI402 + III408.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
Zusätzlich zur jüngeren gestempelten Blattzählung zeitgenössische Blattzählung (1–77) oben rechts.
Wasserzeichen
Bl. 333-357, 363-407 zwei Varianten eines Wappens mit Vogelkopf, Dreiberg und Kreuz sowie den Buchstaben FSR, laut WZIS vergleichbar mit Wz., die 1594 in Sankt Blasien WZIS DE4215-PO-162305 bzw. 1596 in Freiburg im Breisgau WZIS DE2910-PO-42037 Verwendung fanden. Bl. 361/362 Wappen mit Vogelkopf und Buchstabe F, laut WZIS DE2910-PO-41998 ähnlich Wz., die 1984 in Freiburg im Breisgau bzw. 1589 in Ebringen Verwendung fanden.

Schriftraum
2–28 × 11,5–16,5 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
stark variierend.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Ein Schreiber, bei dem es sich wohl um Paulus Melissus handelt (vgl. Christ, Handschriften , S. 13, Anm. 1) und von dem auch die Randbemerkungen stammen. Einzelne Wörter griechisch geschrieben.
Buchgestaltung
Titelblatt auf 331r. Innerhalb des Katalogs Seiten und Zwischentitel mit Ordnungskriterien. Auf vielen Seiten ist außerdem der Fachbereich der verzeichneten Werke in der oberen Ecke vermerkt. Auf einigen Seiten waagerechte Linien zwischen einzelnen Titeln, außerdem manchmal Randnotizen. Immer wieder leere Seiten mit Platz für Nachträge. Durchgehend schwarze Tinte.

Provenienz
Heidelberg.

2) 331r–408v Digitalisat

Verfasser
Paulus Melissus (GND-Nr.: 118580558).
Titel
Katalog der von Friedrich IV. aus der Schlossbibliothek der Bibliotheca Palatina in der Heiliggeistkirche übergebenen Bücher.
Angaben zum Text
Verzeichnis der Bücher, die 1594 von Friedrich IV. aus der Schlossbibliothek Paulus Melissus für die Bibliotheca Palatina in der Heiliggeistkirche übergeben wurden. Die Werke sind geordnet nach Fachbereich und Format, teilweise auch nach Sprache oder Verfasser. Angegeben ist meist nur Titel und/oder Autor, manchmal auch Sprache, Druckjahr, Anzahl der Bände oder wenn Bücher zusammengebunden wurden. In Randnotizen finden sich teilweise außerdem Angaben zur Anzahl der Exemplare, zu fehlenden Teilbänden, zum Einband oder dass es sich um eine Handschrift handelt. Verzeichnet sind neben lateinischen und deutschen auch griechische, hebräische, arabische, syrische, italienische und französische Bücher.
Rubrik
331r ›Catalogus.Verzaichnus der bücher, so von meinem gnedigsten herren, pfaltzgrafen Friderichen dem virten, kurfürsten etc. aus dem schlosse zu Haidelberg in di land bibliotheke zum hailigen gaiste mir Paulo Melißo überliferet worden. Anno 1594.

Faszikel III (Bl. 409–418

Sachtitel / Inhalt
Verzeichnis der griechischen Handschriften der Augsburger Stadtbibliothek.
Entstehungsort
Augsburg / Heidelberg (?).
Entstehungszeit
1575.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
10 Bll.
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
V418.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
S. auch zum Codex.
Wasserzeichen
Zwei Varianten eines Wappens mit ganzer Figur eines Löwen, laut WZIS DE4215-PO-85484 vergleichbar mit Wz., die 1593 im Kloster Schönau Verwendung fanden.

Schriftraum
2–28 × 11,5–16,5 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
variierend zwischen 15 und 21 Zeilen.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Zwei Schreiber. Bei der Haupthand handelt es sich wohl um den Schreibgehilfen Martin Gerstmanns, von dem auch die Fasz. V (Bll. 529–552) und VII (Bll. 569–590) sowie die Verzeichnisse BAV, Pal. lat. 1951, Fasz. III (Bll. 32–41) und IV (Bll. 42–47) stammen. Bei der zweiten Hand, von der das wohl später hinzugefügte Titelblatt auf 409r und Korrekturen innerhalb des Katalogs stammen, handelt es sich wohl um Paulus Melissus. In einigen Titeln einzelne Wörter griechisch geschrieben.
Buchgestaltung
Titelblatt auf 409r, weiterer Titel auf 410r. Innerhalb des Katalogs keine Zwischentitel. Alle verzeichneten Werke am Rand durchgezählt (1.-126.), einige Titel außerdem rot angestrichen. Auf einigen Seiten Korrekturen, Unterstreichungen oder Symbole am Rand. Schwarze Tinte; Korrekturen, Symbole und Unterstreichungen teilweise in roter Tinte.

Nachträge und Benutzungsspuren
Korrekturen, Ergänzungen, Unterstreichungen und Symbole von der zweiten Hand.

Provenienz
Heidelberg.

3) 409r–417r Digitalisat

Beteiligte Personen
Paulus Melissus (?) (GND-Nr.: 118580558).
Titel
Katalog der griechischen Handschriften der Augsburger Stadtbibliothek.
Angaben zum Text
Verzeichnis der griechischen Handschriften der Augsburger Stadtbibliothek, ohne erkennbare Ordnung verzeichnet. Angaben meist knapp, nur Titel und/oder Autor vermerkt. Die 126 Werke sind am Rand durchnummeriert.
417v–418v leer.
Rubrik
409r ›Catalogusgraecorum librorum manuscriptorum Augustanae bibliothecae, que mea res publ. ideo edendum curavit, ut eos vel viris doctis interpretandos, vel diligentibus typographis conferendos (modo de iis partis tectis (?) suo temporum restituendis caveant) ad augenda rei literariae commoda communicaret. Augustae Vindelicorum ex officia Michaelis Manglin, (?) anno MDLXXV.
Incipit
410r ›Index graecorum librorum Augustanae bibliotheca, quorum nonnulli antehac ex ea publicati sunt, nonnulli nec graece nec latine hactenus editi.

Faszikel IV (Bl. 419–528)

Sachtitel / Inhalt
Katalog der Handschriften und Drucke der Augsburger Bibliothek.
Entstehungsort
Augsburg.
Entstehungszeit
nach 1580.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
410 Bll.
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
3 III436 + (II+2)442 + 4 III466 + 2 IV482 + 3 III500 + IV508 + 3 III526 + I528.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
Neben der jüngeren gestempelten Blattzählung weitere Blattzählung (1–110; möglicherweise zeitgenössisch) oben rechts in Blei sowie zeitgenössische Lagenzählung (A/1-S/18) unten rechts auf der jeweils ersten Seite der Lage.
Wasserzeichen
Bl. 419-482, 510-527 zwei Varianten einer Krone mit einkonturigem Bügel und Zirbelnuss WZIS DE6300-PO-51869, laut WZIS vergleichbar mit WZ, die 1586 in Augsburg und Prag Verwendung fanden. Bl. 483-508 zwei Varianten eines Wappens mit Zirbelnuss und Buchstabe A WZIS DE6300-PO-129621, laut WZIS vergleichbar mit Wz., die 1588 in Augsburg Verwendung fanden.

Schriftraum
7–26,5 × 14 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
variierend zwischen 7 und 29 Zeilen.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Ein Schreiber. Manchmal ganze Titel oder einzelne Wörter griechisch geschrieben, 445r Titel hebräisch geschrieben.
Buchgestaltung
Titel auf 419r. Innerhalb des Katalogs Zwischentitel mit Ordnungskriterien. Schriftraum durch zwei waagerechte Tintenlinien begrenzt. Seiten verhältnismäßig dicht beschrieben. Erster Buchstabe jedes verzeichneten Titels ausgezeichnet. Durchgehend schwarze bzw. braune Tinte.

Nachträge und Benutzungsspuren
Bibliotheksort im Titel vermutlich von anderer Hand hinzugefügt.

Provenienz
Heidelberg.
Geschichte des Faszikels
415r Capsa-Nr. C. 135 mit Allacci-Signatur 824 (vgl. BAV, Pal. lat. 1949, 9r).

4) 419r–528r Digitalisat

Titel
„Indices librorum bibliothecae Augustanae“.
Angaben zum Text
Verzeichnis der Handschriften und Drucke der Augsburger Bibliothek, geordnet nach Fachbereichen, teilweise auch Entstehungskontext, Textgattung oder Sprache (s. Angaben zum Inhalt). Neben Autor und/oder Titel ist auch Druckort und –jahr (bei Drucken) sowie eine Blattzahl angegeben (wohl nicht um die Blattzahl der verzeichneten Schriften, evtl. Verweis auf ein anderes Verzeichnis), manchmal auch Sprache, Format oder dass es sich um eine Handschrift handelt. Verzeichnet sind hauptsächlich lateinische, aber auch deutsche, griechische, hebräische, arabische, chaldäische, französische, spanische, italienische und englische Bücher.
Rubrik
419r ›Indices librorumbibliothecae Augustanae.

Faszikel V (Bl. 529–552)

Sachtitel / Inhalt
Katalog der griechischen Handschriften aus der Sammlung Ulrich Fuggers.
Entstehungsort
vermutlich Augsburg / (Heidelberg).
Entstehungszeit
wohl Ende der 1550er oder Anfang der 1560er Jahre.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
24 Bll.
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
XII552.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
S. auch zum Codex.
Wasserzeichen
Zwei Varianten Buchstabe F im Kreis mit kurzem Mittelbalken WZIS DE6090-PO-27316, Variante 1 laut WZIS vergleichbar mit Wz., die 1585 in Münster Verwendung fanden, Variante 2 WZIS DE6075-PO-27319 vergleichbar mit Wz., die 1588 in Sassenberg Verwendung fanden.

Schriftraum
2–28 × 11,5–16,5 cm.
Spaltenanzahl
3 Spalten.
Zeilenanzahl
stark variierend.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Mindestens vier Schreiber. Bei der Haupthand handelt es sich um den Schreibgehilfen Martin Gerstmanns (529r Graec. m. scr. ab Amanuensi; vgl. Lehmann, Fuggerbibliotheken 1, S. 122), von dem auch die Fasz. III (Bll. 409–418) und VII (Bll. 569–590) sowie die Verzeichnisse BAV, Pal. lat. 1951, Fasz. III (Bll. 32–41) und IV (Bll. 42–47) stammen. Von mindestens drei weiteren Händen stammen zahlreiche Ergänzungen, Anmerkungen und Korrekturen. Bei diesen Schreibern handelt es sich wohl um die Bibliothekare der Bibliotheca Palatina Friedrich Sylburg, Paulus Melissus und Jan Gruter (vgl. Cassuto, Manoscritti, S. 8). In einigen Titeln einzelne Wörter griechisch geschrieben.
Buchgestaltung
Titel auf 530r, innerhalb des Katalogs keine Seiten- oder Zwischentitel. Seiten in drei unterschiedlich breite Spalten für Buchtitel, Standortnummer und Kürzel des Vorbesitzers unterteilt. Zahlreiche Ergänzungen, Anmerkungen und Korrekturen am Rand, zwischen den Zeilen oder am Ende der Seite, außerdem Unterstreichungen und Markierungen von Titeln durch Symbole oder Bleistiftstriche. Schwarze Tinte, Ergänzungen und Unterstreichungen auch in roter Tinte oder Blei.

Nachträge und Benutzungsspuren
Das Verzeichnis wurde mehrfach überarbeitet und ergänzt. 529r Notiz zu vermissten Büchern, 529v einige Autorennamen verzeichnet. Innerhalb des Katalogs zahlreiche in Heidelberg ergänzte Nachträge zum ursprünglichen Verzeichnis, Anmerkungen und Korrekturen zwischen den Zeilen, am Rand und am Ende der Seite, wohl von den Händen der Heidelberger Bibliothekare Friedrich Sylburg, Paulus Melissus und Jan Gruter.

Provenienz
Heidelberg.
Geschichte des Faszikels
Zur Entstehung des Katalogs macht Lehmann unterschiedliche Angaben, entweder ist er noch in Augsburg entstanden (vgl. Lehmann, Fuggerbibliotheken 1, S. 96) oder erst in Heidelberg (vgl. Lehmann, Fuggerbibliotheken 2, S. 454). Ersteres ist wahrscheinlicher, im letzteren Fall wäre er erst nach 1567 bzw. 1571 entstanden. Vermutlich stammen nur die zahlreichen Nachträge aus Heidelberg. Original des Verzeichnisses in BAV, Pal. lat. 1950, Fasz. VIII (Bll. 182–195), ein verkürztes Exemplar ohne Standortnummern und Kürzel der Vorbesitzer in BAV, Pal. lat. 1951, Fasz. III (Bll. 32–41).

5) 530r–551v Digitalisat

Beteiligte Personen
Friedrich Sylburg (GND-Nr.: 117391042) / Paulus Melissus (GND-Nr.: 118580558) / Jan Gruter (GND-Nr.: 115672060).
Titel
„Catalogus graecorum librorum“.
Angaben zum Text
Verzeichnis der griechischen Handschriften aus der Sammlung Ulrich Fuggers, alphabetisch nach Autorennamen bzw. Titel geordnet. Titelangaben in der Regel knapp, neben Autor und/oder Kurztitel auch Beschreibstoff, Standortnummer und Kürzel der Vorbesitzer angegeben (Auflösung der Kürzel: Wilfried Werner, in: Ausst.-Kat. Palatina 1, S. 380).
529r–529v Notiz zu vermissten Büchern und Aufzählung einiger Autorennamen.
552r-552v leer.
Rubrik
530r ›Catalogus graecorum librorum.
Edition
Lehmann, Fuggerbibliotheken 2, S. 79–105.

Faszikel VI (Bl. 553–568)

Sachtitel / Inhalt
Katalog der lateinischen Handschriften aus der Sammlung Ulrich Fuggers.
Entstehungsort
vermutlich Augsburg.
Entstehungszeit
wohl um 1560.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
16 Bll. (inkl. der Leerbll. 564/565, 567/568).
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(VII+2)568.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
S. zum Codex.
Wasserzeichen
Bl. 553 Buchstabe P in gotischer Form mit aufrechtem Wappen oben, Bogenende hinter dem Schaft und gebrochenem Schaftende WZIS DE7125-PO-115319, laut WZIS ähnlich Wz., die 1564-66 in Augsburg sowie 1567 in Öttingen Verwendung fanden. Bl. 556-565 zwei Varianten eines Wappens mit gespaltenem Schild mit Adler und Kreuz (Wappen Memmingen), Variante 1 laut WZIS DE5400-PO-25637 ähnlich Wz., die 1558 in Rottweil und 1559 (o.O.) Verwendung fanden; Variante 2 laut WZIS DE8085-PO-25650 ähnlich Wz., die 1557 in Memmingen Verwendung fanden. Bl. 566 ganze Figur eines freistehenden Löwen mit Reichsapfel (zum jetzigen Zeitpunkt keine Übereinstimmung in WZIS verfügbar).

Schriftraum
2–28 × 11,5–16,5 cm.
Spaltenanzahl
3 Spalten.
Zeilenanzahl
stark variierend.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Zwei Schreiber. Bei der Haupthand handelt es sich vermutlich um Martin Gerstmann (vgl. Lehmann, Fuggerbibliotheken I, S. 116), von dem auch die Verzeichnisse BAV, Pal. lat. 1925, Fasz. IV (Bll. 103–108), Fasz. V (Bll. 109–120) und Fasz. VI (Bll. 121–136), Pal. lat. 1950, Fasz. VIII (Bll. 182–195) und Pal. lat. 1951, Fasz. XI (Bll. 104–105) und Fasz. XIII (Bll. 142–149) stammen. Von der zweiten Hand stammen die wenigen wohl in Heidelberg ergänzten Nachträge und Anmerkungen.
Buchgestaltung
Titel auf 554r, innerhalb des Katalogs keine Seiten- oder Zwischentitel. Seiten in drei unterschiedlich breite Spalten für Buchtitel, Standortnummer und Kürzel des Vorbesitzers unterteilt. Wenige Nachträge und Anmerkungen. Schwarze Tinte, Anmerkungen meist in Rot.

Nachträge und Benutzungsspuren
553r Notiz Latini m. scr. origin. Innerhalb des Katalogs wenige in Heidelberg ergänzte Anmerkungen und Nachträge in roter Tinte von zweiter Hand. 566r schwer lesbare Notiz (von einer späteren Hand?).

Provenienz
Heidelberg.
Geschichte des Faszikels
Von dem Verzeichnis findet sich eine Abschrift mit zahlreichen Ergänzungen und Anmerkungen in Fasz. VII (Bll. 569–590) und ein verkürztes Exemplar ohne Standortnummern und Kürzel der Vorbesitzer in BAV, Pal. lat. 1951, Fasz. IV (Bll. 42–47).

6) 554r–563v Digitalisat

Verfasser
Martin Gerstmann (GND-Nr.: 102120242).
Titel
„Catalogus latinorum librorum“.
Angaben zum Text
Verzeichnis der lateinischen Handschriften aus der Sammlung Ulrich Fuggers, alphabetisch nach Autorennamen bzw. Titel geordnet. Titelangaben in der Regel knapp, neben Autor und/oder Kurztitel auch Beschreibstoff, Standortnummer und Kürzel der Vorbesitzer angegeben (Auflösung der Kürzel: Wilfried Werner, in: Ausst.-Kat. Palatina 1, S. 380).
553r–553v leer (bis auf Notiz auf 553r).
564r–568v leer (bis auf Notiz auf 566r).
Rubrik
554r ›Catalogus latinorum librorum.
Edition
Lehmann, Fuggerbibliotheken 2, S. 105–127.

Faszikel VII (Bl. 569–590)

Sachtitel / Inhalt
Katalog der lateinischen Handschriften aus der Sammlung Ulrich Fuggers.
Entstehungsort
vermutlich Augsburg / Heidelberg.
Entstehungszeit
wohl um 1560.
Typus (Überlieferungsform)
Faszikel.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
22 Bll. (inkl. der Leerbll. 587–590).
Format (Blattgröße)
32,2–33,4 × 19–21,5 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
XI590.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
Zusätzlich zur jüngeren gestempelten Blattzählung weitere Blattzählung (1–22; möglicherweise zeitgenössisch) in Blei oben rechts; s. auch zum Codex.
Wasserzeichen
Bl. 573-589 zwei Varianten Buchstabe F im Kreis mit kurzem Mittelbalken, Variante 1 laut WZIS DE6090-PO-27316 vergleichbar mit Wz., die 1585 in Münster Verwendung fanden WZIS DE6075-PO-27319, Variante 2 vergleichbar mit Wz., die 1588 in Sassenberg Verwendung fanden. Bl. 590 Buchstabe P in gotischer Form mit aufrechtem Wappen oben, Bogenende hinter dem Schaft und gebrochenem Schaftende, laut WZIS AT3800-PO-115315 ähnlich Wz., die 1566 in Augsburg Verwendung fanden.

Schriftraum
2–28 × 11,5–16,5 cm.
Spaltenanzahl
3 Spalten.
Zeilenanzahl
stark variierend.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Mindestens vier Schreiber. Bei der Haupthand handelt es sich wohl um den Schreibgehilfen Martin Gerstmanns (569r Latin. m. scr. ab Amanuensi), von dem auch die Fasz. III (Bll. 409–418) und V (Bll. 529–552) sowie die Verzeichnisse BAV, Pal. lat. 1951, Fasz. III (Bll. 32–41) und IV (Bll. 42–47) stammen. Von mindestens drei weiteren Händen stammen zahlreiche Ergänzungen, Anmerkungen und Korrekturen. Bei diesen Schreibern handelt es sich wohl um die Bibliothekare der Bibliotheca Palatina Friedrich Sylburg, Paulus Melissus und Jan Gruter (vgl. Cassuto, Manoscritti, S. 8).
Buchgestaltung
Titel auf 570r, innerhalb des Katalogs keine Seiten- oder Zwischentitel. Seiten in drei unterschiedlich breite Spalten für Buchtitel, Standortnummer und Kürzel des Vorbesitzers unterteilt. Zahlreiche Ergänzungen, Anmerkungen und Korrekturen am Rand, zwischen den Zeilen oder am Ende der Seite, außerdem Unterstreichungen und Markierungen von Titeln durch Punkte oder Doppelstriche. Schwarze Tinte, Ergänzungen und Unterstreichungen auch in roter Tinte oder Blei.

Nachträge und Benutzungsspuren
Das Verzeichnis wurde mehrfach überarbeitet und ergänzt. Innerhalb des Katalogs zahlreiche in Heidelberg ergänzte Nachträge zum ursprünglichen Verzeichnis, Anmerkungen und Korrekturen zwischen den Zeilen, am Rand und am Ende der Seite, wohl von den Händen der Heidelberger Bibliothekare Friedrich Sylburg, Paulus Melissus und Jan Gruter.

Provenienz
Heidelberg.
Geschichte des Faszikels
Das Verzeichnis ist eine Abschrift des Faszikel VI (Bll. 553–568) mit Ergänzungen, ein weiteres verkürztes Exemplar ohne Standortnummern und Kürzel der Vorbesitzer findet sich in BAV, Pal. lat. 1951, Fasz. IV (Bll. 42–47).

7) 570r–586r Digitalisat

Beteiligte Personen
Friedrich Sylburg (GND-Nr.: 117391042) / Paulus Melissus (GND-Nr.: 118580558) / Jan Gruter (GND-Nr.: 115672060).
Titel
„Catalogus latinorum librorum“.
Angaben zum Text
Verzeichnis der meist lateinischen Handschriften aus der Sammlung Ulrich Fuggers, alphabetisch nach Autorennamen bzw. Titel geordnet. Titelangaben in der Regel knapp, neben Autor und/oder Kurztitel auch Beschreibstoff, Standortnummer und Kürzel der Vorbesitzer angegeben (Auflösung der Kürzel: Wilfried Werner, in: Ausst.-Kat. Palatina 1, S. 380), manchmal auch Sprache. Neben lateinischen sind auch einige italienische und französische Werke verzeichnet.
569r–569v leer (bis auf Notiz auf 569r).
586v–591*v leer.
Rubrik
570r ›Catalogus latinorum librorum.
Edition
Lehmann, Fuggerbibliotheken 2, S. 105–127.


Bearbeitet von
Urla Rasch, Universitätsbibliothek Heidelberg, 2019.


Zitierempfehlung:


Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1916. Beschreibung von: Urla Rasch (Universitätsbibliothek Heidelberg), 2024.


Katalogisierungsrichtlinien
Die Katalogisierungsrichtlinien finden Sie hier.

Beschreibung erstellt im Rahmen des Projektes Erschließung von 876 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen lateinischen Handschriften der Heidelberger Bibliotheca Palatina in der Vatikanischen Bibliothek in Rom.