Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1928

Verzeichnis ausgewählter Handschriften des Klosters Fulda

Papier · 96, 1 Bll. · 20,1 × 16 cm · Fulda · um 1550


Schlagwörter (GND)
Bibliothekskatalog.
Entstehungsort
Fulda.
Entstehungszeit
um 1550.
Typus (Überlieferungsform)
Codex.
Beschreibstoff
Papier.
Umfang
96, 1 Bll.
Format (Blattgröße)
20,1 × 16 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(II+1)4a + 11 IV88* + (II+1)93* (auf 86 folgen 6/7 ungez. Bll.). Auf Bl. 1ar ist ein Blatt mit Notizen des 20. Jhs. aufgeklebt; Bl. 93 ist nachträglich an Bl. 92 angeklebt; zwischen Bl. 75 und 76 ist ein beschriebenes Stück Papier eingelegt.
Seiten-, Blatt- und Lagenzählung
Römische Blattzählung (1–86), restliche Bll. sind nicht gezählt, daher wird bei der Beschreibung die Zählung des Digitalisats übernommen.
Zustand
Papier stellenweise leicht gelb fleckig. Schrift teilweise leicht durchs Papier durchscheinend. Einbandfärbung an einigen Stellen abgerieben, Einbandpergament an den Rändern teilweise dünn und mit kleineren Rissen.

Schriftraum
17,3 × 12,9 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
variierend zwischen 21 und 29 Zeilen.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Zwei Schreiber. Das gesamte Verzeichnis wurde von einer Hand geschrieben, von der zweiten Hand stammen nur sehr wenige Ergänzungen bzw. Verbesserungen und eine Liste von Autoren und Werken auf dem letzten angeklebten Blatt 93*. In einigen Titeln griechischer Werke sind einzelne Wörter griechisch geschrieben.
Buchgestaltung
Kein Titelblatt. Zu Beginn und am Ende des Codex mehrere leere Seiten. Bücher in 46 Ordines unterteilt und am Rand von 1–509 durchnummeriert. Meist drei oder vier Titel auf einer Seite verzeichnet, mit waagerechten Linien voneinander getrennt. Schwarze bzw. braune Tinte. Innerhalb der Titel fast immer P[rincipium] und oft auch F[inis] in roter Tinte.

Nachträge und Benutzungsspuren
Am Ende des Codex eingeklebtes Blatt 93* mit Namen von Autoren von zweiter Hand. Am Beginn weiteres Blatt von einer Hand des 20. Jhs. (um 1930?) mit einem Vermerk zum Inhalt und Hinweis auf Literatur von Karl Christ.

Einband
Koperteinband aus Pergament: Fragment eines Missale aus dem 15. Jh. mit blauen und roten Initialen (vgl. Christ, Bibliothek, s. Literatur, S. 2–4); Außenseiten grün gefärbt, hinterer Deckel zu Klappe verlängert, durchgezogene Bünde aus hellem Leder. Auf dem Rücken aus römischer Zeit schwer lesbar in Tinte Index librorum patrum diversorum.
Provenienz
Heidelberg.
Geschichte der Handschrift
Verzeichnis entstand möglicherweise aus dem Interesse Kurfürst Ottheinrichs heraus, Bücher des Klosters für die Bibliotheca Palatina zu kaufen, s. Vermerk auf 93*r in Bezug auf Werke Cassiodors hic venalis habetur (vgl. auch Christ, Bibliothek, s. Literatur, S. 16–19). Auf 1ar gestrichene ältere römische sowie die aktuelle Signatur.

Faksimile
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_lat_1928
Literatur
Karl Christ, Die Bibliothek des Klosters Fulda im 16. Jahrhundert. Die Handschriften-Verzeichnisse (Zentralblatt für Bibliothekswesen, Beiheft 64), Leipzig 1933, S. 1–19 (mit Abdruck des Inventars S. 67–160); Karl Christ, Die Handschriftenverzeichnisse der Fuldaer Klosterbibliothek aus dem 16. Jahrhundert, in: Aus Fuldas Geistesleben. Festschrift zum 150jährigen Jubiläum der Landesbibliothek Fulda herausgegeben vom Direktor Dr. Joseph Theele, Fulda 1928, S. 24–39 (hier unter der Bezeichnung Codex Vaticanus beschrieben); Klaus Gugel, Welche erhaltenen mittelalterlichen dürfen der Bibliothek des Klosters Fulda zugerechnet werden? Teil 1: die Handschriften, Frankfurt am Main 1995 (Fuldaer Hochschulschriften 23a), S. 23-25 (hier unter der Bezeichnung Codex Vaticanus bzw. Verzeichnis V beschrieben).
Verzeichnis der im Katalogisierungsprojekt abgekürzt zitierten Literatur

1) 1r–86r Digitalisat

Titel
Verzeichnis der Handschriften des Klosters Fulda.
Angaben zum Text
Verzeichnis ausgewählter Handschriften des Klosters Fulda Mitte des 16. Jh. Die Werke sind in 46 Gruppen (Ordines) unterteilt, welche der Aufstellung in der Fuldaer Bibliothek entsprechen (vgl. Christ, Bibliothek, S. 5), und von 1 bis 509 durchnummeriert. Manchmal sind Gruppen von Handschriften in einem Eintrag zusammengefasst, etwa die Grammatiken (80v Libri grammaticales numero 20 diversorum autorum). Die meisten Einträge enthalten neben Titel und gegebenenfalls Autor auch ein mit P (principium) oder F (finis) in Rot gekennzeichnetes Anfangs- und oft auch Schlussstück des Werkes. Verzeichnet sind meist alte, vor allem lateinische, seltener griechische und überwiegend theologische Handschriften.
1ar Blatt mit Vermerk zum Inhalt und Literaturhinweis.
1av–4av leer.
86v–92*v leer.
93*r–93*v angeklebtes Blatt mit Namen von Autoren.
Rubrik
1r ›Ordo primus.
Edition
Karl Christ, Die Bibliothek des Klosters Fulda im 16. Jahrhundert. Die Handschriften-Verzeichnisse, Leipzig 1933 (Zentralblatt für Bibliothekswesen, Beiheft 64), S. 67–248.


Bearbeitet von
Urla Rasch, Universitätsbibliothek Heidelberg, 2019.


Zitierempfehlung:


Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1928. Beschreibung von: Urla Rasch (Universitätsbibliothek Heidelberg), 2024.


Katalogisierungsrichtlinien
Die Katalogisierungsrichtlinien finden Sie hier.

Beschreibung erstellt im Rahmen des Projektes Erschließung von 876 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen lateinischen Handschriften der Heidelberger Bibliotheca Palatina in der Vatikanischen Bibliothek in Rom.