Abraham
Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen: Im Zweyten Centi-Folio Hundert Ausbündiger Närrinnen Gleichfalls in Folio, Nach voriger Alapatrit-Pasteten-Art, So vieler Narren Generis Masculini, Anjetzo auch Mit artigen Confecturen, Einer gleichen Anzahl Närrinnen Generis Foeminini, Zum Nach-Tisch, Allen Ehr- und Klugheit-liebenden Frauenzimmer zur lustigen Zeit-Vertreib und wohlgemeinten Warnung In Hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt — Wien, 1713 [VD18 14661225]

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Die klei'muchigs Närrin. r
Gruben durch den Habacuc speisen: haterkömwn der Wittib Mehl
Nnd Oeh! vermehren ralso kau er dich und die deimZe auch erhalten,
luper Dominum cuwm cuam- öcipls csenucriec. pial. s^Lastülsö
Die Sorg dem Vatter über / der im Himmel ist / dieser kau/ dieser
wist/ dieser wird dich und die Deinige schon ernähren.
Narren seynd / so da Mucken machen/
Sorgfältig leben in asten Sachen:
AufGOrr so wenig trauen:
GOtt ist der Vatter / das weiß ich gM /
Der seine Kmder ernähren rhut /
A ufihn last sich wohl hauen.
GDkt har im alten Testament befohlen / daß in seinem Tab er-
nacke? allezeit sollen zwölff weisse Laib Brod stehen/und diest wurden
DasSchau Brod gensnued wodurch er wolle P verstehen geben (also"
AioüilL OoA2ne8Üom. z.iu I^evir.) daß er ein solcher g'iner Brod-
Vatter seye / dec dieScintze mitKumgsamer Nahrung versiher/ und
ihnen nichts lasser abgehen: warum soll dann der Mensch derenthal-
ben Lhme selbst unnörhige Sorgen schmieden.
^030128 und ZäpUirz em paar Ehe-Volck haben gleich andern
Das Gelübdder freywilligen Armuth abgelegt bcy Dem H. Petro/ al-
so lauten dw Geschichten der Apostel / wie es aus¬
legt : und darum ihren Acker verkamfft / damit sie dessen Werth m die
gemeine OaL möchten legen; sie ftynd aber in Sorgen gestanden/
rrnangefehen der Hell-PerruSgenugsamgepreLiger/ dasiGDre Die
Seinige niemal Äerlaffe/siemöchren bsut oder morgen au derLtbens-
Nahrung einen Abgang leyden; öahero einen guten Theil von dem
Geld zuruck behalten/ welches GOTT dem HEÄNN derge-
stalt mißfallen / daßerskbeyde mirdemgähenTvdtgestraffr. Mil-
lich verdienen eine Straff alle diejenige/ welche ein Mißtrauen auf
die Göttllche Vorsichtigkeit
Allerhöchste GDttem blinder Gott/ der nicht sehe / was seimmGe-
Köpssmangle oder abgehe/ daß aber zuweilen einige NochieOw/isi
mest
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