Abraham
Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen: Im Zweyten Centi-Folio Hundert Ausbündiger Närrinnen Gleichfalls in Folio, Nach voriger Alapatrit-Pasteten-Art, So vieler Narren Generis Masculini, Anjetzo auch Mit artigen Confecturen, Einer gleichen Anzahl Närrinnen Generis Foeminini, Zum Nach-Tisch, Allen Ehr- und Klugheit-liebenden Frauenzimmer zur lustigen Zeit-Vertreib und wohlgemeinten Warnung In Hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt — Wien, 1713 [VD18 14661225]

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Die kuplerischc Narren.



^HLLe;er/der ältere Knecht Adrahams/uachdem er als eiuHeu-
rachs^Oomm iNarios sein Geschafft zu dem erwüttschtenZ:el
und Ende gebracht / reiset eylends mit Rebecca zu seinem
Henn welchen als er aufdem Feld angetrossen/ und emfaugeu/con-
ä?. HUL närrLVll: ilLIc. 6eQ.L4. c. hat Eriezer dem Isaac alles
erzeh! t/ was er ausgerichtek hatte. Er hat nicht allein Bericht ab-
gestartet daß er ma der Rebecca unter dem Schutz deß Allerhöch-
sten von Mesopotamia gesund abgereyfet/ unterwegs ohne Hmder-
nuß mmdester Gefahr aller Orten ducchgckommen/ und glücklich zu
seinen Füssen angclauger seye. Nicht allem rühmete er die grossen
EhreumndFrettdktt-Vezeugttusseu/wercheermdemHaußBachuels
von der gesamten Freundfchafft Rebeccä empfangen / also / daß ihme
Lergnugsame Danck ermangelte/da er stch von allem zu beurlauben
fürgcsehen hat. Nicht allein wie getreu/ wie gewahrsam/und fürsich-
tig er dem Braut Befehl seines Herrn nachgelebet/ und mit bevor an-
geruffenen Göttlichen Beystand vollzogen habe: Sondern auch wie
^dulenlrs ioQenelivermercket: I^oc fLcieli>acLOOArLcu!3n6o Domino
luo, Lc 6^nclo racionem leZmionis iuX. Daß derKlwcht dieBeschüf-
heit seiner Verrichtungen mit allen Umständen erzehlete / hat er dar-
durch gesuchet seuwu Herrn zu der mit gebrachten kebeccaGlückzu
wünschen. Sem narravic, oder Erzehlen / war also heimlich gesin-
nettHerr ich überlieffre euch die Kebeccam zu einem Weib/ welche nit
ich / noch einiger anderer Mensch / sondern der Willen GOttes für
euch hat auSerwähledund zugeschicker: Viel Glück zu der kebscca:
Herr/ an derkebecca habt ihr ein Weib/ die stch wird keiner gemeinen
Hauß unöDieust Arbeit schämen/dann sie/wie ich geseben/truge den
Wasser Krug aufihrer Achsel / gienge selbst zu dem Brunn/Was-
ser zu schöpffen/ welche Arbeit sonst der Auchel-Dienerin/der Kässel-
Wäscherin / der Besem-Magd gebühret: viel Glück zu der kevscca:
Herr / ihr werdet erfreuet mit einem Weib / bey welcher die Höfflich-
Cc 2 keit
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