Abraham
Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen: Im Zweyten Centi-Folio Hundert Ausbündiger Närrinnen Gleichfalls in Folio, Nach voriger Alapatrit-Pasteten-Art, So vieler Narren Generis Masculini, Anjetzo auch Mit artigen Confecturen, Einer gleichen Anzahl Närrinnen Generis Foeminini, Zum Nach-Tisch, Allen Ehr- und Klugheit-liebenden Frauenzimmer zur lustigen Zeit-Vertreib und wohlgemeinten Warnung In Hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt — Wien, 1713 [VD18 14661225]

Seite: 303
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Die spatzittmgchendeoder fahrende Närrin.

AO?



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aufzustehen/unö einzuheitzen. 6. Die Stuben auskehren / und fein
rein ausfegen. 7. Sollerauch willig und bereit styn (nach seinem
Belieben) ihr das Hemd auf beiden Seiten zu wärmen / und darnach
sollet esihrauziehen/ und fein aus dem Bett heben/ damit sie nicht
eiuen bösen Tritt rhue / oder gar aus dem Bett falle. 8. Soll er auch
Willig Md bereit ftyn (wann er will) mit einem weissen Handtuch und
gewämucu Wässer entgegen zu stehen / daß sie sich kau sauber abwa-
Den / damit nicht ihre zarte HäMem erkalten. 9. Er soll auch mit
achm Mch dahm trachten/ daß er zu der Zeit auch eine gute Weim
Suppe ftma ßabs/auch darneben einen guten TrunckSpauischwder
Nemischm Wein bcy der Hand habe / damit / wo sie etwan eins Lust
aukäme (nl^o er möchte) sie sich mit einem solchen Iröhstücklem erqui-
cken köme/mw wofern dann etwas überleben wäre/er sie darum fra-
gen uid ö^tten/ob sie cs ihme erlaube solches zu essen, ro. Da sie et-
wan aufem K'nd-Tauffgeladen würde/ soll er schuldig seyn (nach sei-
nem Belieben) ihr in höfflichster vNckerion aufznwarten. r i.Soll
er ihrs Mwcr fern fau.bes auskehren/und sie zierlich buZm / unsMls-
Lwm lassen stug-h?n/ unter der Mahlzeit soll er flüssig zu Hauß blei-
ben (w-sua er mr ausgeheu mag)Dsche/Bänck/Schüffsln/Leller/rc.
stmsaul"' " ' ' . - . . . - -
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-'rHaschen / und wann es Zeit / sie mit einer Fackel fleissig
m 0 a. -- 2-S0 sie auch in das Pad geben wolle/ soll
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Was aber die Haus^tt bcüaubckangt / soll er
ll vernchten/dasi kemeK.'Kgcrstheme/nnd
ll andern Männern zu r eden 0^ r za scherrzcu ssc-ll
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ch Utes zu essen oder zu ttmckeu/ als nemlich einen
^'ss W^^Härmgw/dichlbeC^
nd in d-m Mund geben / austssden Trnnck nach V§-
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es ihr gönnen / insond!r--.i weil sie es he
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gar »stchizu erzoinett (wann er?!. ff k -^r) fouderu F
damtt er UM, DckchlvemchrcnchE/ also,chaßsts sich uit über ihn
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