Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 37.1912

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MITTEILUNGEN AUS SAMOS

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terbeamter oder Secretär. Ob unter dem άρχεϊον das Amts-
local der εισαγωγείς selbst zu verstehen ist, wird sich, ebenso
wie die Function des Pharnakes, kaum entscheiden lassen.
Wo der Rufname gleich dem Vatersnamen ist, werden Ge-
schlechternamen beigefügt, deren wir zwei kennen lernen
(Z. 5 u. 9). τό δεύτερον (Z. 7) ist schwer verständlich; E. Preu-
ner, den ich um Rat fragte, möchte es so verstehen, wie sonst
τό ß', also Ποσειδώνιος Διοτ'υσίου τοΰ Διονυσίου τοϋ Άλεξίωνος,
wobei aber τοΰ vor Άλεξίωνος vermisst wird. Der Text ist
auch sonst nachlässig geschrieben, Z. 10 fehlt ein «, Z. 17
tt) vor συναρχίδι.
18. Basis einer Bronzestatue aus bläulichem Marmor,
mit Echinus und Abacus als oberem Abschlussprofil, in zwei
Stücke zerbrochen; unten später abgearbeitet, rechts Bruch,
sonst Rand; Fundort unbekannt, jetzt im Magazin zu Tigani.
Breite oben 0,665, Höhe 0,299, Dicke 0,51. BH. 0,024-0,032.
Formen AKpZY"; viele Apices.
Ό δήμος ό Σαμίων Γναΐον
Πομπήϊον Γναίου υιόν Μέγαν
Αΰτοκράτορα τον ευεργέτην κα[ι
σωτήρα (3-4 Β. leer) τής πόλεως ΠΑΡΑ1
Das Verdienst des Pompeius ist natürlich die Beseiti-
gung der Seeräuberplage (67 v. Chr.), unter der auch das
Heraion empfindlich zu leiden hatte (Plutarch, Pompeius 24).
Eine fast gleichlautende Ehreninschrift setzte ihm damals
Milet (Arch. Anz. 1906, 21); vgl. auch Dittenberger, Sylloge2
Nr. 336 ff. und Drumann-Groebe IV 426 Anm.
Die letzten fünf Buchstaben weiss ich nicht zu erklä-
ren. Zeile 4 scheint die letzte gewesen zu sein, und rechts
kann nur wenig fehlen. Es liegt wohl ein Versehen des
Steinmetzen vor.
19. Marmortafel mit profiliertem Rand (glatte Leiste und
lesbisches Kyma). Unten Bruch. Fundort nicht zu ermitteln,
jetzt im Localmuseum zu Tigani. Höhe 0,379, Breite 0,579,
Dicke 0,155, BH. 0,026-0,048.
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